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Riga - Mehrere vorwiegend christlich-orientierte Nichtregierungsorganisationen in Lettland haben am Mittwoch in einem offenen Brief den Rücktritt der Wohlfahrtsministerin Ilze Vinkele gefordert. Die Publikation und Verbreitung zweier Bücher über Geschlechtergleichstellung würden "die Grundlagen des Staates gefährden", sagte Natalija Magazeina von der Moralischen Union gegenüber der Nachrichtenagentur BNS. Die Ministerin lehnte einen Rücktritt ab.
Die aus dem Dänischen übersetzten Bücher "Der Tag, an dem Karlis Katarina war" und "Der Tag, an dem Ruta Rihards war" sollen die Diskussion über Geschlechterrollen bei Kindern im Vorschulalter fördern. Die Organisation ist der Ansicht, dass die Bücher die Kinder nur verunsichere. "Die Gesellschaft benötigt Mädchen, die ihre Weiblichkeit und Schönheit erkennen und die Aufgabe und Rolle als Frau und Mutter verstehen. Buben müssen ihre Männlichkeit, ihre Verantwortung für die Familie und Mut für die Verteidigung ihres Staates entwickeln", schrieben die Organisationen in ihrem offenen Brief an Vinkele.
Bei der Vorstellung der Bücher am Mittwoch machten die GegnerInnen ihrem Ärger lautstark Luft. Zwar räumten sie ein, die Bücher nicht gelesen zu haben, aber die Titel würden darauf hindeuten, dass die Bücher "homosexuelle Neigungen bei lettischen Kindern" wecken könnten. (APA, 27.9.2012)
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Sie haben die Bücher also nichtmal gelesen...
Da fällt mir nur ein:
http://www.youtube.com/watch?v=7pdWAcK6Eh8
na dann haltets doch bitte das papperl, bis ihr des lesens mächtig seid und meldet euch dann - wenns sein muss - wieder, ihr freaks.
geschlechterrollen als grundlage des staates... aber hauptsache wir zeigen mit dem (mittel)finger auf andere kulturen...
"Zwar räumten sie ein, die Bücher nicht gelesen zu haben, aber die Titel würden darauf hindeuten, dass die Bücher "homosexuelle Neigungen bei lettischen Kindern" wecken könnten."
darüber hab ich jetzt einfach nur noch lachen können. tja, lächerlich einfach.
Das ist doch Unsinn. Ich kenne keinen Fall in dem das passiert, ganz ehrlich. Zumal schon der Ausdruck "männliches/weibliches Spielzeug" schon mal ein Blödsinn ist.
Was spricht dagegen den Kindern alle Spielzeuge (Puppen, Kleider, Bagger, Sandkistenzeug) zur Verfügung zu stellen und sie einfach spielen zu lassen?!
Lasst das Kind unabhängig seines Geschlechts mit Puppen spielen wenn es möchte, lasst es mit Baggern spielen wenn es möchte.
Habs unten schon mal gepostet. Sie sind der Meinung, diese Rollenbilder seien von der Natur vorgegeben. Nun, dann brauchen Sie ihm keinen Bagger geben. Er wird auch so die "männlichen Eigenschaften" entwickeln wenn diese - wie Sie sagen - in seiner Natur liegt. Kein Vertrauen in eigene Aussagen?!
Wo unterstellt der Titel bzw. das Buch Homosexualität? Das zeugt nicht nur davon, dass die Bücher nicht gelesen, sondern auch das Thema an sich nicht verstanden wurde.
Es geht nicht um Homosexualität sondern darum von klein auf das Verständnis dazu zu wecken, dass Geschlechterrollen zum Teil soziale Konstrukte und damit vom Menschen geschaffen und nicht immer von der Natur vorgegeben sind.
Oder anders gesagt: Wir haben zwei streng von einander zu trennende Kategorien geschaffen (m/w) und jeder bestimmte Eigenschaften zugewiesen. Wer nun m/w geboren wurde, dem mussten die jeweiligen Eigenschaften anerzogen werden = Geschlechterrolle. Dass die Zurechnung der Eigenschaften und der Zwang zur Geschlechterrolle falsch ist muss erklärt werden.
Ja, das meine ich wirklich so. Ich unterstelle nicht, dass es keine natürlich bedingten Unterschiede zwischen Männenr und Frauen gibt. Aber vieles ist sozial konstruiert. Wie etwa dass Frauen "sozial kompetenter" wäre. Das ist eher so, weil man ihnen diese Eigenschaft zurechnet und sie daher eher dazu eher erzieht.
Oder sehen Sie die Sache mal so: müsste ich einem Jungen "Härte" vorleben und ihm erklären, dass er nicht so sensibel sein darf, wenn das OHNEHIN in seiner Natur liegt? ... Zu Dingen, die in Ihrer Natur liegen (etwa die Fähigkeit Emotionen zu empfinden) muss ich Sie für gewöhnlich nicht erst erziehen.
"Die Gesellschaft benötigt Mädchen, die ihre Weiblichkeit und Schönheit erkennen und die Aufgabe und Rolle als Frau und Mutter verstehen. Buben müssen ihre Männlichkeit, ihre Verantwortung für die Familie und Mut für die Verteidigung ihres Staates entwickeln"
Und DAS ist dann die gesunde Grundlage des Staates?
Echt jetzt...
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