Bei Halbe-Halbe sind Scheidungen wahrscheinlicher

"Moderne Paare" helfen einander und trennen sich häufiger - Höhere Bildung und Einkommen von Frauen lässt sie Scheidungen besser verkraften

Oslo - Norwegischen ForscherInnen zufolge liegt die Scheidungsrate bei Ehepaaren, die sich die Hausarbeit teilen, rund 50 Prozent höher als bei Paaren, bei denen die Frau sich größtenteils um den Haushalt kümmert. "Je mehr ein Mann zu Hause macht, desto höher ist die Scheidungsrate", sagte Studien-Mitautor Thomas Hansen über die am Donnerstag vorgestellte Untersuchung mit dem Titel "Gleichberechtigung zu Hause".

Die WissenschaftlerInnen des Forschungsinstituts Nova führen jedoch nur wenige Belege für Ursache-Wirkung an. In erster Linie führen sie das Zusammentreffen der Faktoren auf die "Modernität" der Paare zurück. "Bei modernen Paaren haben auch die Frauen einen hohen Bildungsgrad sowie eine gut bezahlte Stelle, womit sie finanziell weniger abhängig vom Mann sind", sagte Hansen. Sie könnten eine Scheidung somit besser verkraften. Möglicherweise werde eine klare Rollenteilung manchmal positiv gesehen, da dann "keiner dem anderen auf die Füße tritt". Damit gebe es dann möglicherweise auch weniger Streit, meinen die ForscherInnen.

Frauen weitgehend zufrieden

Das Thema Gleichberechtigung der Geschlechter wird in Norwegen groß geschrieben. Die Kindererziehung werde bei sieben von zehn Paaren zwischen Müttern und Vätern gleichermaßen aufgeteilt, sagte Hansen, der sich in einem Park äußerte, wo er seine Kinder beaufsichtigte. Wenn es aber um den Haushalt gehe, werde die Arbeit bei sieben von zehn Paaren noch immer größtenteils von der Frau erledigt. Der Studie zufolge sind diese Frauen mit ihrer Situation weitgehend zufrieden. (APA, 28.9.2012)

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Arbeitsteilung

in der Wirtschaft bedeutet, dass jeder genau weiß, wofür er zuständig ist. Das funktioniert am besten, wenn die Kompetenzen streng getrennt sind, jeder das macht, was er gut kann und keiner dem anderen dreinredet. Andernfalls entstehen endlose Kompetenzstreitigkeiten und Doppelgleisigkeiten, die dem Unternehmen schaden. In der Familie ist es genauso. Wenn beide gleichermaßen fürs Kochen, Bügeln, Putzen, Kindererziehen und Geldverdienen zuständig sind, ist das völlig unrationell und führt zwangsläufig zu Streit.
Eigentlich ganz logisch.

Ich lass mir einreden dass eineR "besser" Kochen und einE andereR besser "bügeln" kann.

Kindererziehen, Geldverdienen, Putzen schaffen aber sicher Beide im Haushalt, daran sollte es nicht scheitern.
(Ausnahme Krankheit)

Gerade in der Wirtschaft weiß nicht jedeR wo die Zuständigkeit liegt, Zuständigkeiten können sich ändern, und zudem sind in der Wirtschaft nicht alle so kompetent wie Sie es hier schildern. Wenn ich mich nur auf mein Aufgabengebiet konzentriere und nicht über den Tellerrand blicke, kann ich zwar arbeiten, viel wird dabei aber nicht herausschauen!

Arbeitsteilung

Selbst wenn mehrere Mitarbeiter eines Betriebes für dasselbe kompetent sind, hat jeder seinen eigenen Zuständigkeitsbereich. Der kann sich ändern, genauso wie in der Familie. Wenn jedoch keiner verantwortlich ist, geschehen manche Arbeiten gar nicht, andere doppelt. Das schafft Konfliktpotential.

Hahahahaha.

Bin Hausmann von zwei Kinder.

Zeit kann man sich mit Geldnicht kaufen. Tagesablauf am Montag: 5Uhr aufstehen, Morgengebet und Turnen. 6 Uhr zur Bäckerin. Frühstück um 7 Uhr Fertig.Aufewcken der Ehefrau (inkl.Kuscheln) und Kinder. 7:45 gehen Sie ausser Haus. Küche sauber machen und Einkauf. 10 bis ca. 11 Uhr PC. Lesen, Bügeln, Sozialarbeit in der Nähe usw..Dann Kochen. 13 Uhr Sohn zu hause. Trommel Übungen. 14 Uhr Tochter, gemeinsames Mittagessen- Aufgabe und ich mache die Küche sauber. Musikschule, Bücherei, Spielplatz mit Fußballspielen. 18 Uhr nach hause. Abendessen richten, Ehefrau kommt, gemeinsames Essen und austausch. Küche sauber machen. Sohnemann Vorlesen. 20 Uhr, ab ins Bett und lesen. ausser es ist Fußball! Wann machen das die Menschen, die Arbeiten?

Die Menschen die Arbeiten lagern manche Tätigkeiten aus, streichen einige oder machen es nach der Arbeit, schnell-schnell oder überhaupt am Wochenende/im Urlaub.

Gerade wenn Beide arbeiten gehen ist Halbe-Halbe sehr sinnvoll, wenn zB verschiedene Dienstzeiten sind.

heiraten um dann beim erstbesten problemchen die scheidung einzureichen?

wenn man ach so modern ist, sollte man gar nicht erst heiraten... sinnlose geld- und zeitverschwendung.

ich kann solchen studien nichts abgewinnen. die themen beziehung, kinder, beruf, haushalt, etc sind jeweils für sich betrachtet schon komplex genug und in kombination noch viel komplexer. zu viele variable faktoren um irgendwelche standardregeln aufzustellen oder allgemeingültige gesetzmäßgikeiten zu erkennen...

Frau will halt kein Würsti! So dumm wie wahr.

Keine was?

ich kann gar nicht begreifen

was so toll sein soll an einer abhängigen, daheim sitzenden putzenden die kinder versorgenden hausfrau. die sich eventuell nur aus existenziellen überlegungen nicht von mir trennt aber mit dem postler schnaxlt.

mir sind selbstbewusste, berufstätige frauen da wesentlich lieber, und für die kinder will ich selbst auch zeit haben. den haushalt schupft man so nebenbei wenn beide anpacken, die diskussion über halbe-halbe ist an sich schon lächerlich, aber scheinbar notwendig.

interessant ist aber dennoch wie selbst in bildungsnahen schichten selbst heutzutage frauen dazu neigen mehr zeit mit den kindern und dem haushalt verbringen zu wollen als männer. trifft auf meine frau nicht zu, aber auf einige in unserem bekanntenkreis.

ideas?

Na dann erklär ichs Ihnen:

Wenn Hausarbeit + Erziehung in Summe ein vollwertiger Job sind (davon bin ich überzeugt), hat man folgende Möglichkeiten:

1. Beide machen 1,5 Jobs -> sehr fleissig, immer Stress
2. Beide machen je 1 Job -> dann muss er/sie zu Hause bleiben
3. Beide machen 2*1/2 Job

Kann man die Entscheidung nicht der Familie unterlassen und nicht ideologisch verordnen?

eine mögliche Erklärung...

... ist, wenn man bildungsnah ist und keinen adäquaten Job bekommt, es besser klingt, zu sagen, man/frau sei eh lieber zu Hause bei den Kindern.

Selbstbewusste, berufstätige Frauen

schnaxln dann halt mit dem Chef, dem Kollegen, dem Finanzberater, dem Anwalt, ...

Dass sich das Sexualverhalten nach dem Einkommen richtet, lässt sich doch stark bezweifeln.

ok ihr text war zwar lustig und hat deshalb einige grünstricherl gekriegt

aber dennoch nicht konstruktiv und sehr plakativ. was glaubens wieviele männer fremdgehen. aber scheinbar habens keinen lösungsansatz für meine frage. schade!

die sich eventuell nur aus existenziellen überlegungen nicht von mir trennt aber mit dem postler schnaxlt.

Das ist nicht plakativ sondern konstruktiv?

Natürlich ist es nicht konstruktiv sondern plakativ!

Ach so, wenn Sie Hausfrauen unterstellen

untreuer als berufstätige Frauen zu sein, dann nennen Sie das konstruktiv, oder wie darf ich das verstehen?

Darüber, wieviele Männer fremdgehen, haben Sie ja nichts geschrieben, also konnte ich auch nichts darauf antworten. Aber bitte, jetzt wo Sies anschneiden. Wir haben laut Statistik Austria bis ca 50 Jahre einen Überhang an alleinlebenden Männern und (ich schätze mal ca) gleich viele verheiratete bzw in einer Beziehung lebende Frauen. Wenn also mehr Männer als Frauen untreu wären, dann fragt sich, mit welchen Frauen?

Wenn auch viele bildungsnahe Frauen mehr bei den Kindern bleiben wollen, was wollen Sie dann lösen? Wollen Sie die dazu zwingen weniger bei den Kindern zu bleiben und mehr Erwerbsarbeit zu machen?

Ich denke nicht, dass diese Diskussion notwendig ist. Bei Ihnen funktionierts ja auch und wenn andere ihre Lebensverhältnisse anders gestalten, be it. Woher nehmen Sie die Berechtigung zu glauben, dass Ihre Lebensgestaltung für andere nachahmenswert sei? Irgendwie wird da so getan, als ob alle Leute hirnlose Wesen seien, denen man den "rechten" Weg zeigen muss. Irgendwie absurd, dass man mit dieser Meinung schon fast allein dasteht.

hab ich behauptet dass meine lebensweise nachahmenswert ist?

ich habe nur eine frage gestellt. sie hätten sich ja auch mit einer möglichen antwort beschäftigen können.

Ich les in dem Postung nur ein Fragezeichen - vor dem Wort "ideas".

Daher meine Antwort: ja, ich habe Ideen!

Ansonsten: sie verstehen nicht, dass ...
und: ihnen ist lieber ...

Fein, aber was soll man über ihre Vorlieben und Abneigungen diskutieren, die haben sie halt. Genauso wie jemand anderer andere hat.

Die Antwort ist, dass jedes Paar selbst entscheiden soll, wie es die Haushaltsarbeit aufteilt und seine privaten Angelegenheiten gestaltet. Geht ja wohl niemanden etwas an, was Leute zuhause machen, solange sie sich an Gesetze halten. Verlangt ja auch keiner ernsthaft, dass zB Kinder in jeder Familie 20% des Haushalts schupfen und macht sich dann großartig Gedanken darüber, wenn dem nicht so ist.

Moderne Paare mit hohem Bildungsgrad leisten sich eine Haushaltshilfe für ein paar Euro pro Woche.

Was genau bleibt da noch aufzuteilen?

Ich koennte es nicht besser ausdruecken...

Der (Nachfolger des) roissy-blogs nimmt natuerlich auch zustimmend zur Studie Stellung. Ich koennte es nicht besser ausdruecken:

http://heartiste.wordpress.com/2012/09/2... e-to-last/

Sie sollten auch einmal hochwertige gesellschaftspsychologische Literatur lesen.

"Don’t listen to what women say, watch what they do."

Also gesellschaftspsychologisch hochwertiger gehts ja kaum noch. ;-)

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