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Der bisherige Test zur Ermittlung von Schwangerschaftsdiabetes soll durch ein neues Diagnoseverfahren ersetzt werden.
Wien - Seit 2011 ist der sogenannte Zuckerbelastungstest eine verpflichtende Untersuchung im österreichischen Mutter-Kind-Pass. Von vielen Schwangeren wird diese Untersuchung allerdings als belastend erlebt. Dabei müssen alle Frauen in nüchternem Zustand eine beträchtliche Menge an Zuckerlösung zu sich nehmen. Im Anschluss wird der Anstieg des Blutzuckerwerts gemessen. Nun soll es ein alternatives Testverfahren geben, entwickelt von der Universität Wien, das die Diagnose vereinfachen und preiswerter machen soll.
Weniger Tests
Das neue Analysemodell macht es möglich, bereits anhand des Nüchternblutzuckerwertes ein eventuelles Risiko für die Schwangerschaftsdiabetes ("Gestationsdiabetes") zu ermitteln. Nur bei erhöhtem Risiko muss danach ein allfälliger Zuckerbelastungstest durchgeführt werden, wodurch sich die Anzahl der notwendigen Tests deutlich reduzieren lässt.
Risiko Schwangerschaftsdiabetes
Schwangerschaftsdiabetes gilt als zunehmendes Gesundheitsproblem, mittlerweile zählt er zu den häufigsten Erkrankungen während einer Schwangerschaft. Laut aktuellen internationalen Zahlen leiden rund 15 bis 20 Prozent aller werdenden Mütter daran. Unbehandelt führt die Stoffwechselstörung u.a. zu starker Gewichtszunahme und Unterzucker des Neugeborenen sowie einer Reihe von Geburtskomplikationen. Zudem erhöht sich das Risiko von Mutter und Kind, im späteren Leben einen Typ 2 Diabetes, Bluthochdruck und Gefäßprobleme zu entwickeln.
Im Rahmen der Entwicklung des neuen Testverfahrens nahmen österreichweit insgesamt fünf medizinische Zentren teil. Die Österreichische Diabetesgesellschaft förderte die Durchführung der Studie und die Entwicklung neuer Testverfahren mit einem Projektpreis. (red, dieStandard.at, 2.10.2012)
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