Ikea: Exportschlager mit Image-Problemen

3. Oktober 2012, 07:00

In seinem Herkunftsland stürzen sich die Kritikerinnen auf die retuschierten Kataloge für Saudi-Arabien

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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" dass Unternehmen auch im Ausland - insbesondere im konservativen Saudi Arabien - zu ihren Prinzipien bezüglich Geschlechteregalität stehen müssten."

aber Frauen dürfen ihre Möbel schon mit dem Kamel abholen, weil Auto fahren dürfen sie ja nicht?

Danke für den Link

Saudis und Feministinen

Wozu die Aufregung?
Die Feministinnen wollen doch auch keine Frauen in der Werbung sehen. Gleich wie die Saudis!

ähm, nein. es geht darum WIE frauen in werbungen dargestellt werden. großer unterschied!

ich verstehe die Aufregung nicht

Ikea ist doch nicht zuständig die Werte in Saudi Arabien zu ändern. Die sind in diesem Land um Geld zu verdienen.

Will ich in diesem Land etwas verkaufen, so muss ich mein Auftreten an in diesem Land herrschende Werte ändern.

Ist doch bei uns nicht anders. Schon kleine Unterschiede können über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Fragen Sie sich mal warum viele Marketingstrategien, die in Deutschland funktionieren in Ö kläglich gescheitert sind. Ein indischer Konzern löscht auch indische Personen aus dem Katalog, wenn dieser in Japan aufgelegt wird (Inder gelten bei den Japanern als minderwertige Menschen).

Sicherlich ist diese Vorgehensweise extrem, aber sich deswegen aufregen? Thats business.

Sie verstehen die Aufregung nicht?! Dann werfen Sie doch einmal einen Blick in den Code of Conduct des Unternehmens! IKEA bekennt sich dort ganz klar zur Geschlechterparität. Die KundInnen können also völlig zu Recht erwarten, dass IKEA an diesem Grundsatz festhält und eventuelle Umsatzeinbußen in Saudie Arabien eben hinnimmt. Anderfalls hätte es dem Unternehmen freigestanden, seinen Code of Conduct zu ändern und die KundInnen so wissen zu lassen, dass Sexismus für IKEA plötzlich kein Verbrechen gegen die Menschenrechte mehr ist, sondern als eine clevere Strategie zur Umsatzmaximierung in patriarchalischen Staaten betrachtet wird - aber dann wären natürlich die Umsätze in Europa eingebrochen!

Code of Conduct?

Noch so ein schriftlicher Wisch, den keinen interessiert.
IKEA ist kein Wohlfahrtsunternehmen, sondern auf Gewinnmaximierung aus. Ikea oder sonst irgendein Unternehmen ist nicht dafür zuständig Werte oder Gesetze in Ländern zu ändern.

Und in Saudi-Arabien gibts keine Frauen in den Wohnungen, die die Möbel verwenden, oder wie?

Andererseits könnte man auch meinen, dass IKEA die Emanzipation vorantreiben möchte - der Katalog wimmelt nun von Vätern, die sich brav zu Hause um die Kinder kümmern ;)

Will ich in diesem Land etwas verkaufen, so muss ich mein Auftreten an in diesem Land herrschende Werte ändern.

Gilt das auch, wenn man in so einem Land leben möchte? Wieso ist das dann umgekehrt immer so ein K(r)ampf?

frau sabuni ist nicht integrationsministerin, sondern nur zuständig für geschlechtergleichstellung. das integrationsministerium haben sie ihr weggenommen, nachdem sie sprachtests usw einführen wollte.

aber die entrüstung in schweden ist echt lächerlich, wenn man bedenkt, dass es in schweden geschlechterspezifische zeiten in schwimmbädern gibt usw. darüber wird man niemals was hören von den medien...

die Unsichtbarmachung von Frauen

ist nicht mittelalterlich sondern viktorianisch.

Lasst doch endlich das Mittelalter in Ruhe. Es hat Eure dümmlichen Anschuldigungen wirklich nicht verdient.

Ja, so läufts...

...mehr als ein oberflächliches (Nicht)Wissen ist mit unseren Schulen kaum möglich.
Im Mittelalter erfreute man sich gemeinsamer Bäder, Männlein und Weiblein in Holzwannen, ohne Badeanzug oder Bikini. Solange, bis die RK Kirche
diese Sittenlosigkeit, sogar des eigenen Klerus, nicht mehr dulden wollte. Die sich ausbreitende Syphillis wurde als Begründung angeführt, Nacktheit und Natürlichkeit als unmoralisch zu verurteilen, die Rolle der Frau in der Gesellschaft, durch das Patriarchat zu zwingen.

PS: -unter- das Patriarchat

die wollen keine frauen sehen - also zeigt man ihnen keine frauen. ist doch ok! bevor jetzt der gutmenschenreflex zuschlägt: wir fordern von den migranten hier, dass sie sich anpassen - berechtigterweise - und wenn sich ein unternehmen dann an die kultur (wie auch immer man dazu steht) eines anderen landes anpasst, ist das dann schlecht? das ist doch keine einbahn!

Wir fordern von den Migranten, dass sie universelle Menschenrechte achten - letztere müssen auch für Frauen in Saudie Arabien gelten!

"wenn sich ein unternehmen dann an die kultur (wie auch immer man dazu steht) eines anderen landes anpasst, ist das dann schlecht?"

wenn diese anpassung darauf hinausläuft, dass frauen nichts wert sind, dann würd ich schon sagen, dass es nicht unbedingt gut ist.

ich weis nicht, ob man sagen kann, dass in sa "frauen nichts wert sind". so wie sie sie verhüllen, könnte man auch sagen, sie haben einen fast übersteigerten wert. kann man so oder so sehen ;-) ...

"sie haben einen fast übersteigerten wert."

es fällt mir aber schwer das so zu sehen, bei den ganzen einschränkungen.

na, damit ihnen nix passiert ;-)

sorry, kommentar war für pyar weiter unten bestimmt...

Wenn in einem Land die Frauenrechte und Menschenrechte auf diese Weise missachtet werden, "muss" sich nichts und niemand "anpassen"!

Kenne genug moslemische Frauen die über die halbnackten Models auf jedem zweiten Werbeplakat in der "aufgeklärten" welt genau so denken....

Keine Toleranz der Intoleranz!

Schon irgendwie witzig - Da regen sich die Leute auf, wenn große amerikanische Unternehmen sich hier in Europa mit unveränderten Unternehmenskonzepten breit machen und schimpfen sofort über deren Arroganz, Ignoranz und überheblichen Kulturkolonialismus. Geht dann aber eins der wenigen europäisches Großunternehmen erfolgreich ins Ausland und paßt sich dort den lokalen Bräuchen und Gepflogenheiten an, wird erst recht auf dieses eingedroschen, eben genau WEIL es das macht. Kein Wunder daß Europa immer hinter den USA (und Asien) hinterher hinken wird, wenn sowas die für uns wesentlichen Probleme sind...

Menschenrechte sind universell

Ihr Vergleich ist völlig unpassend, schließlich hat IKEA nicht darauf bestanden, in der saudischen Kantine Knäckebrot zu servieren - IKEA hat es stattdessen versäumt, darauf zu beharren, dass Menschenrechte universell sind!

Ikea gibt den Fehler zu, weiss aber nicht wie es passiert ist? Vermutlich geben die dann irgendjemand die Schuld und das alles ist bald vergessen.

Im nächsten Katalog werden dann wieder Frauen, wie von Ikea versprochen, abgedruckt. Diesmal mit schwarzem Kaftan (Burqa, Niqab ...), die jede Frau verhüllt.

Das traue ich Ikea durchaus zu ...

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