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Wien - Kurz vor Beginn des umstrittenen "Weltgebetskongresses" in Wien (dieStandard.at berichtete) betonten PolitikerInnen und ExpertInnen die Notwendigkeit, dass Frauen über ihren Körper selbst bestimmen können. Am Abtreibungsrecht in Österreich dürfe nicht gerüttelt werden, erklärten die OrganisatorInnen einer Pressekonferenz am Mittwoch im Parlament. Die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner fordert indessen eine klare Distanzierung der ÖVP zum Gebetskongress.
Objektive Beratung für Frauen in Wien
Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) verwies darauf, dass in Wien ein Beratungsnetzwerk für Schwangere zur Verfügung stehe, in dem Frauen "tatsächlich objektiv beraten werden". In Wien sei es im Gegensatz zu anderen Bundesländern möglich, einen Abbruch in städtischen Krankenhäusern vorzunehmen, ohne von radikalen AbtreibungsgegnerInnen belästigt zu werden. Aufgabe der Politik sei es, Frauen einen "offenen und unbehinderten Weg" zu einem Abbruch zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang erneuerte Frauenberger auch die Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Schutzzonen-Regelung.
Unsichere Abtreibungen in armen Ländern verbreiteter
In vielen Teilen der Welt finden Frauen weit weniger gute Bedingungen für ihre reproduktive Gesundheit vor. So passieren etwa 98 Prozent aller unsicheren und damit gefährlichen Abtreibungen in ökonomisch schlecht entwickelten Ländern, erläuterte Petra Bayr, SPÖ-Nationalratsabgeordnete und Sprecherin für globale Entwicklung. Laut Schätzungen sind die Abtreibungsraten in afrikanischen Ländern um einiges höher als in Europa: Während in Afrika 29 von 1.000 Frauen zwischen 15 und 49 Jahren einmal einen Abbruch haben, sind es in Europa nur 12 von 1.000 Frauen. Ein Umstand, den Bayr auf liberalere Gesetze, mehr Aufklärung und den besseren Zugang zu Verhütungsmittel in Europa zurückführt.
Fiala: Verhütung und Abbruch gehören zur medizinischen Basisversorgung
Mediziner und "Gynmed"-Betreiber Christian Fiala kritisierte die gesellschaftliche Grundhaltung in Österreich in Bezug auf Fortpflanzung. "Es wäre wichtig, dass wir in Österreich auch endlich anerkennen, dass Verhütung und Abbruch kein Luxus sind, sondern eine medizinische Basisversorgung", so der Mediziner. Er forderte deshalb den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln und Abbruch und verwies auf unser westliches Nachbarland Frankreich, wo die Kosten für einen Abbruch bald vollkommen von den Krankenkassen übernommen werden wird.
Schwentner: Distanzierung der ÖVP ausständig
Die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner kritisierte indessen, dass sich die beiden ÖVP-Politiker Michael Spindelegger und Erwin Pröll nicht klar von der HLI-Veranstaltung distanzierten. Beide Politiker waren ursprünglich im Kongressprogramm der radikalen AbtreibungsgegnerInnen vertreten, in einer späteren Fassung war nur mehr von "Repräsentanten aus Kirche und Politik" die Rede. "Ohne eine klare Distanzierung entsteht der Eindruck, dass hochrangige ÖVP-Politiker radikale AbtreibungsgegnerInnen unterstützen", so Schwentner in einer Aussendung.
Betreuung in Wien
In Wien ist der ambulante Schwangerschaftsabbruch u.a. im Sozialmedizinischen Zentrum Süd, im Kaiser-Franz-Josef Spital, im Wilhelminenspital und der Semmelweis-Frauenklinik der Krankenanstalt Rudolfstiftung möglich. Die Stadt Wien (MA 40) vergibt bei finanzieller Notlage Zuschüsse, Voraussetzung dafür ist ein Beratungsgespräch in der Regionalstelle des Jugendamtes oder im Eltern-Kind-Zentrum. (red, dieStandard.at, 3.10.2012)
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zu behaupten, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch gehörten zur medizinischen Grundversorgung und müssten kostenlos sein.
1. Kostenlos ist überhaupt keine medizinische Versorgung.
2. Es handelt sich um ein Versicherungssystem, dass bei unvorhergesehene Vorfälle einspringen soll. Mit dem Abschluss Versicherung gibt man nicht seine Verantwortung an den Versicherer ab.
Selbstverständlich sieht die Situation in all den Fällen, wo man für den Eintritt des Versicherungsfalls keine Verantwortung trägt, anders aus.
Übrigens, biologischer und medizinischer Normalfall ist es, wenn man durch die Paarung Kinder zeugt, wobei ich eine Verhütung jedoch für sehr sinnvoll halte, sie ist aber Aufgabe des Paares.
überhaupt für ein argument sein? wo lassen wir denn sonst noch der natur ihren lauf, wo wir was verhindern könnten?
lassen wir etwa grundsätzlich die alten und schwachen menschen, die kleinen kinder etc. im winter erfrieren?
lassen wir alle, die nicht für sich selber sorgen können, verhungern?
lassen wir krankheiten unbehandelt und warten darauf, daß die natur ihren lauf nimmt?
wieso sollte ausgerechnet und einzig in bezug auf frauen und schwangerschaften die "natur" ein alles bestimmendes kriterium sein?
eines Kindes. Ausserdem ist er angesichts meiner Argumentation lächerlich, da es bei der Begründung keinesfalls um die Gesundheit des Babies ging. Die Geburt ist vorhersehbar, der Bruch eines Knochens nicht. Was hat also die Verhütung damit zu tun. Nach Ihrer Meinung müsste die Krankenversicherung alle Maßnahmen zur Vermeidung von Brüchen bezahlen, beispielsweise die Fangzäune und Stürzräume bei Skirennen, um den Bruch eines Knochens zu vermeiden, oder ?
Schwangerschaft eingetreten, ein selstame Interpretation.
Eine Abtreibung ist dann zu bezahlen, wenn die Gesundheit des Kindes oder Mutter gefährdet sind. Die Diagnose gehört dazu. Aber darum geht ja die Diskussion gar nicht.
Nein aus den obgenannten Gründen, hat die Krankenversicherung dafür nicht zu zahlen.
Viagra, wenn der Arme seine seelischen Wunden ob des schlaffen Teils nachweisen kann,
wird fürs Hineinsteckenkönnen bezahlt, von der Kassa! Hier wird doch gegen die Natur gearbeitet, nicht?
wofür die Allgemeinheit aus Ihrer Sicht in einer nicht barbarischen Gesellschaft aufkommen soll. Aber wie bereits angedeutet, wollen Sie verantwortungslos leben, aber die Gemeinschaft soll für die verursachten Kosten aufkommen. Das nenne ich barbarisches Verhalten und Schmarotzertum.
Übrigens leben dann wohl die überwiegende Mehrheit, sogar der Europäer, in einer barbarischen Gesellschaft, sowie in Österreich, wo bisher die Maßnahmen auch nicht kostenlos erfolgen.
wie ICH leben möchte bzw. lebe?
haben sie schon mal bemerkt, daß es rund um sie herum noch andere leute gibt, die vielleicht andere bedürfnisse haben als sie? ganz offensichtlich nicht. ich bemerke das aber sehr wohl und glaub auch nicht, daß alle so leben oder denken müssen wie ich.
und ICH bin auch nicht der meinung, daß sich menschen medizinische behandlung - mit ausnahme unnötiger eingriffe wie mancher schönheits-op's - selber finanzieren sollten, wenn es eine sozialversicherung gibt.
Nein, aber der Schwangerschaftsabbruch von der hilfsbereiten, aber unbedarften Nachbarin vorgenommen führt oft zum Tod. Das ist die Krankheit, der medizinisch begegnet werden kann bzw. in einer nicht barbarischen Gesellschaft medizinisch begegnet werden muss.
ja sogar vom Kardinal, bekommen und vom Vizekanzler, vom Landeshauptmann,...
so lange sollten wir diese Barbaren auch beim Namen nennen und sie an den Pranger stellen!
Frauenrechte sind unteilbar - HLI und Freunde: tschüss!
Eine Schwangerschaft soll jeder Frau bereitgestellt werden wenn sie sich in der gestzl. geregelten Zeit befindet. Nur ist Sex ein Privatvergnügen, und eine Schwangerschaft meist eine Folge einer Unachtsamkeit. Ein Lerneffekt tritt erst dann ein wenn es etwas kostet. Und 300€ hat JEDE Frau in Österreich. tut mir leid, aber wenn man die Entscheidung treffen muss Kind oder 300€ Abtreibung und man möchte das Kind nicht haben dann kann JEDE Frau ihr Konto überziehen, und hat Rücklagen oder sonstwie... ABER keine Frau würde heutzutage noch zu Engelmacherinnnen gehn
in bezug auf den beim freizeitunfall gebrochenen knochen. darf man eben keinen sport betreiben, bzw. für die behandlung kann man schon mal geld auslegen oder auch das konto überziehen, wenn man einen ordentlich behandelten bruch haben will.
Natürlich wird es an den vermeintlichen 300 € nicht scheitern, wenn sich eine Frau in einer solchen Notsituation befindet.
Dennoch zeugt es von mehr Weitblick, Fortschritt und zivilisatorischer Errungenschaft, wenn der Staat diese Kosten übernimmt. Zumindest in den Industrieländern und Nicht-Entwicklungsländern muss man eine rudimentäre Grundversorgung erwarten können.
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