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Frauenministerin Heinisch-Hosek (li.) und Studienautorin Christina Matzka bei der Präsentation des 3. Frauenbarometers.
Wien - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat am Mittwoch ihre Forderung nach einer Reform der Familienförderung bekräftigt und unterstreicht dies mit aktuellen Umfrageergebnissen. Das 3. "Frauenbarometer" zeige, dass sich die Bevölkerung sowohl eine höhere Familienbeihilfe als auch mehr Investitionen in die Kinderbetreuungseinrichtungen wünschten, fasste die Ministerin die wesentlichen Punkte der Befragung zusammen. Zudem habe die Umfrage ergeben, dass sich die Befragten über Familienleistungen "schlecht informiert" fühlten, sagte sie auf einer Pressekonferenz. Und die steuerliche Absetzbarkeit komme eher Männern als Frauen zugute.
Online-Befragung zu Frauen- und Familienthemen
Für das "Frauenbarometer" werden quartalsweise repräsentative Online-Umfragen vom Institut "Meinungsraum.at" durchgeführt. Befragt werden 1.247 Personen beiderlei Geschlechts im Alter zwischen 15 und 69 Jahren. Bei jeder Tranche wird ein Spezialthema vertieft abgefragt - diesmal war das die Familienförderung.
Familienbeihilfe kennen die meisten
Und über diese fühlen sich laut Befragung nur 47 Prozent, also nicht einmal die Hälfte, "gut" oder "eher gut" informiert. Ein Info-Defizit wurde dagegen für 53 Prozent konstatiert. Am bekanntesten ist wenig überraschend die Familienbeihilfe, die 92 Prozent der Befragten ein Begriff ist, gefolgt von der Schüler- bzw. Lehrlingsfreifahrt (70 Prozent) und der Schulbuchaktion (71 Prozent). Auch der Alleinverdienerabsetzbetrag erfreut sich mit 67 Prozent noch veritabler Bekanntheit. Weniger gut schaut es mit der Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten (33 Prozent) und der Steuerfreiheit für Arbeitgeber-Zuschüsse zur Kinderbetreuung (13 Prozent) aus. Den Familienhospizkarenz-Zuschuss kennen gar nur sieben Prozent der UmfrageteilnehmerInnen.
Männer profitieren mehr von Absetzbetrag
Die steuerliche Absetzung der Kinderbetreuung wird nicht einmal von der Hälfte der Befragten mit Kindern unter zehn Jahren, nämlich 43 Prozent, genutzt. Heinisch-Hosek verwies denn auch einmal mehr darauf, dass ein beträchtlicher Teil der dafür vorgesehenen Budgetmittel liegenbliebe - nämlich ihren Angaben zufolge 130 Millionen Euro. Und: Die Kinderbetreuung wird von 51 Prozent der Männer mit Kindern bis zehn, aber nur von 37 Prozent der Frauen steuerlich geltend gemacht.
Mehr als die Hälfte unzufrieden mit Steuersystem
Generell ergab die Befragung, dass nur 30 Prozent aller UmfrageteilnehmerInnen mit "der Familienfreundlichkeit des österreichischen Steuersystems", so die Formulierung in der Untersuchung, sehr oder eher zufrieden seien - mehr als die Hälfte dagegen "weniger" oder "gar nicht".
Das System der monatlichen Direktzahlung mittels Familienbeihilfe stößt bei zwei Drittel der Befragten auf Zustimmung. Mit der Höhe sind 46 Prozent einverstanden, 39 Prozent aber nicht. Wenig Lorbeeren erntete das Kinderbetreuungsangebot in Österreich: Zwar sind 40 Prozent mit dem Platzangebot zufrieden, aber 36 Prozent finden, es gebe zu wenig. 44 Prozent kritisieren die Öffnungszeiten (36 Prozent positive Antworten), und auch bei der Zahl der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren sowie für Schulkinder am Nachmittag überwiegt die Unzufriedenheit.
Heinisch-Hosek: Derzeitiges System ein "Labyrinth"
Die Frauenministerin sieht sich durch all diese Ergebnisse in ihrem Bemühen um eine Systemreform bestätigt. Das SPÖ-Konzept sieht ja eine Erhöhung der Familienbeihilfe von 225 Euro bis 240 Euro je nach Alter mit Zuschlägen für Alleinerziehende oder behinderte Kinder vor. Im Gegenzug sollen die diversen Absetz- und Freibeträge gestrichen werden. Das derzeitige System sei ein "Labyrinth" und "zu kompliziert, zu ungerecht, zu unsicher", so Heinisch-Hosek.
Ihr Modell dagegen wäre "transparent, gerecht und fair" und "sofort umsetzbar", da dafür keine Steuerreform nötig wäre. Die ÖVP will bekanntlich die Familienförderung mittels eines Steuerfreibetrags von mehreren 1.000 Euro forcieren. (APA, 3.10.2012)
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für die mangelnde Inanspruchnahme der Absetzmöglichkeiten für Kinderbetreuungskosten dürfte wohl auch sein, dass wenn die Kinder von den Großeltern betreut werden, die Eltern die verrechneten Kosten für die Betreuueng steuerlich abschreiben können, aber die Gro0eltern die verrechneten Kinderbetreuungskosten versteuern müssen.
Man kann nicht erwarten, dass einem sämtliche Informationen ins haus geliefert werden, sodnenr msus sich auch selbst darum bemühen.
Steuerliche Absetzmöglichkeiten sind im Internet zugänglich, ansonsten gibt es genügend Institutionen, bei denen man sich erkundigen und Broschüren holen kann.
Sogar ich wusste- obwohl ich nicht betroffen bin- dass man Kosten für Kinderbetreuung absetzen kann, weil das auch in den Medien veröffentlicht worden ist!
...beim Heranwachsen der Kinder zu helfen, dass sie sich zu selbst denkenden und handelnden Menschen entwickeln. Jetzt heißt es sicher:
"Verantwortung liegt bei den Eltern"
Ja ich versuche das soweit es geht und auch manchmal bei sozial Schwächeren in meiner Umgebung. Allerdings eher nur sporadisch, weil ich kann durch Beruf, Familie und politische gutgemeinte Bösartigkeiten nicht diese Leistung gegenüber meiner Umgebung garantieren. Das ist das Problem. Es gibt MigrantInnen und bildungsfernere Schichten und soziale Problematiken heutzutage. Da sehe ich derzeit den Staat mit seinen Beamten in der Verantwortung, da 2/3 meines Gehalts an Steuern zur Staatlichkeit wandern. Für diese sehr hohe Steuerlast will ich auch Leistung und Perspektiven
...wieviele Leute nötig sind um die Broschüren und die den Medien aufbereiteten Informationen herauszugeben und von Zeit zur Zeit zu überarbeiten. Den Druck macht so und so entweder eine Inhouse Gesellschaft oder ein externer Druckdienstleister! Da der Rest in der Eigenverantwortung der BürgerInnen liegt, könnte ja das Familienministerium sehr austeritär geführt werden, wenn sonst kein weiteres Service vorhanden sein sollte.
Man erfasst doch den IST-Zustand der Österreichischen Bevölkerung mit Familie doch nicht durch eine Online Befragung, wenn man sich ein gutes Gesamtbild der Situation der Familien machen will und der Leute, die Familie gründen wollen. Wisst ihr wirklich nicht mehr, wie man vernünftig statistisch aussagekräftige Erhebungen macht und auch die Sorgen und Probleme der Leute mitbekommt?
Wenn die Frau bei einem KMU oder bei einer Lebensmittel-, Drogeriekette arbeitet, dann stehen die Chancen schlecht. Gut für Apothekerinnen, Lehrerinnen, Staatsbeamte oder Statistik Austria, WKO, AK, Gewerkschaften oder sonstige halbstaatliche Körperschaften. Gegen das working poor Segment der allein erziehenden Mütter hilft das nichts, wohl aber der Wohnungsvermieterin. Die ÖVP wollte Leistung damit belohnen, belohnt aber damit eher die Staatlichkeit. Wenn du so viel Arbeiten musst, damit du in die Absetzbarkeit hineinkommst, brauchst du wieder Tagesmütter und das ist ein Verlust.
Ein Grüner in der WKO sagte zu mir, meine Frau könnte ja auch nur viel Arbeiten um sich selbst zu verwirklichen, auch wenn ihr ganzer Gehalt für Tagesmütter dann im Monat wegkommt. Ich bin materiell und will Cash und mache eine mathematisch lineare Optimierung. Wenn Arbeit - Kosten = 0, dann arbeitet man für 0.
Das ist nicht edel, sondern http://de.wikipedia.org/wiki/Sisyphos
Die Früchte seiner Arbeit sollte man ernten können.
3 Stunden für die Formulare?
Ich wette SIe haben sich nicht angesehen wie es tatsächlich geht bevor SIe das posten, und wissen es nicht wirklich.
Die Alternative, dass Sie für das einsetzen der Kinderbetreuungskosten in der Arbeitnehmerveranlagung tatsächlich 3 Stunden gebraucht haben - das will ich Ihnen nicht unterstellen, das wär dann schon deutlich jenseits von ungeschickt.
die oevp ist eben nur selektiv familienfreundlich, gefördert sollen nur familien mit entsprechendem einkommen werden, alleinerzieherinnen, die eh fast keine steuern zahlen, nicht. das ist so offensichtlich, dass sie als voraussetzung gleich noch verlangen könnte, die leute sollten auch noch katholisch getraut sein.
AltSozialistisch: Schau, dass du als Mann bei der Gemeinde unterkommst, da brauchst nichts arbeiten und kannst nebenbei ein Gschäft machen, Frau kann Frauenjob machen.
FPÖVP: Mann soll viel hackeln Frau zu Hause bei Heim- & Herd, außer nicht linkereichshälften Businessfrauen und Akademikerinnen.
Grüne: Frau soll zur eigenen Selbstverwirklichung viel Arbeiten, Einkommen geht aber für Tagesmütter drauf.
BZÖ: Ah Familien gibts auch, na dann bürgerlich!
Stronach: Ich bin The CanadianAmericanMen.
Piraten: Wir sind postgender, haben wenig aktive Frauen und sind berauscht. Unsere passiven besseren Hälften sagen uns mal ein, bevor wir einen zu großen Blödsinn machen.
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