Parlamentspräsident wirbt für Gesetz gegen Homosexuelle

5. Oktober 2012, 11:56

Sich in nicht traditionellen Beziehungen zu zeigen, müsse "einem kleinen Kreis vorbehalten werden" - Gesetzentwurf passierte Volksvertretung bereits in erster Lesung

Kiew - Der ukrainische Parlamentspräsident Wolodimir Litwin hat die Annahme eines Gesetzentwurfs zur Bestrafung "homosexueller Propaganda" in erster Lesung verteidigt und zur endgültigen Annahme des Texts aufgefordert. Das Phänomen, seine "nicht-traditionellen Beziehungen zu zeigen", müsse "einem kleinen Kreis vorbehalten werden", sagte Litwin am Mittwoch laut der Nachrichtenagentur Interfax.

Das Parlament in Kiew hatte am Dienstag mit einer Mehrheit von 289 der 450 MandatsträgerInnen einen Gesetzentwurf angenommen, der Geldstrafen von bis zu 500 Euro und Haftstrafen von bis zu fünf Jahren für die öffentliche Produktion, Verbreitung oder den Verkauf homosexueller "Aktivitäten" vor allem vor den Augen Minderjähriger vorsieht.

"Schande" für die Ukraine

AnhängerInnen von Regierung und Opposition stimmten für den Entwurf, der umgehend von Menschenrechtsorganisationen als diskriminierend und als "Schande" für die Ukraine kritisiert wurde. Ähnlich strenge Gesetze gibt es etwa für die russischen Städte Moskau und St. Petersburg. (APA, 5.10.2012)

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Nachdem es sich um die Ukraina handelt ist relativ klar, daß wieder ein Sündenbock für irgendwas gesucht wird.

Bleibt nur noch die Frage: Von welchem der riesigen aktuellen Probleme wollen die sauberen Herrschaften denn zuerst ablenken?

Fortschritt ins Mittelalter!

Augen ZU

Solche Gesetze bringen nur eines: Homosexualität unsichtbar machen, wo es nur geht, um es für jene, die damit ein Problem haben, es bequemer zu machen. Das wäre ungefähr so, wie wenn man in einer xenophoben Gesellschaft afrikanischstämmigen Menschen sagt, sie dürfen nur noch mit einer Burka auf die Straße.

Die Geschichte mit der Propaganda, dass man dadurch selbst homo werden könnte, ist doch nur populistisches Blabla. In Wahrheit wird Homosexualität akzeptiert wenn sie versteckt wird. Und für viele scheint es wohl noch immer als Fetisch zu gelten...

na sind wir mal wieder am zensieren lieber standard?

Die Aussage ist doch einfach zu verstehen:

Nur eine kleiner, unverzichtbarer Kreis "darf" schwul sein: Wie annodazumal in der UdSSR Ballettänzer oder TV-Moderatoren, die vom KGB immer schön erpressbar und mit ihrem "Geheimnis" auf Linie gehalten werden konnten. So stellen sich die Ukrainer, Russen, Weißrussen, Kasachen, Turkmenen, Aserbaidschaner, ect. ihre Gesellschaft vor: Willkommen zurück in der CCCP

Ich versteh ehrlich gesagt nicht was ich verstehen soll unter der Aussage "seine nicht-traditionelle Beziehung zeigen zu dürfen sollte einem kleinen Kreis vorbehalten sein".

Was soll das heißen? Wird jetzt in der Ukraine jedes Jahr ein Bewerb veranstaltet zu dem sich schwule und lesbische Paare anmelden dürfen und eines davon wird ausgewählt auf begrenzte Zeit in der Öffentlichkeit ihr Paar-Sein zeigen zu dürfen? :-p.

Klingt kryptisch...

müßte wahrscheinlich "vorenthalten" heißen. also ein tippfehler.
anders ergibt es keinen sinn!

Re: müßte wahrscheinlich "vorenthalten" heißen. also ein tippfehler.

'
Dann müsste es der breiten Mehrheit aber erlaubt sein.

ich denke, er will damit sagen, es gibt sowieso nur einen kleinen kreis solcher menschen und denen muß es untersagt werden, dafür zu werben.
so habs ich zumindest verstanden. anders ergibt es wie gesagt keinen sinn. wer sollte dieser kleine kreis sein, dem werbung für gleichgeschlechtliches erlaubt wäre?

Re: ich denke, er will damit sagen, es gibt sowieso nur einen kleinen kreis solcher menschen und denen muß es untersagt werden, dafür zu werben

'
Also, ich hab' die Originalaussage so verstanden, dass quasi Homosexualität nur "im kleinen Kreis" zur Schau gestellt werden darf.

In der Öffentlichkeit dagegen hat es verborgen zu bleiben.

ok - ja, das macht auch sinn. danke!

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