Tunesischer Präsident entschuldigt sich bei vergewaltigter Frau

5. Oktober 2012, 09:40

Moncef Marzouki habe sich Details "über die schmerzhafte Angelegenheit" angehört und die Vergewaltigung verurteilt

Tunis - Tunesiens Präsident Moncef Marzouki hat sich bei einer von Polizisten vergewaltigten Frau im Namen des Staates entschuldigt. Der Staatschef habe das Opfer empfangen und sich "die Details der schmerzhaften Angelegenheit" angehört, teilte das Präsidialamt am Donnerstag mit. Er habe der Frau seine "umfassende Sympathie" ausgedrückt und die Vergewaltigung verurteilt. Dass andere Beamte die beschuldigten Polizisten nicht gedeckt hätten, sei aber ein positives Zeichen, sagte Marzouki.

Nach Angaben des Innenministeriums hatten die Polizisten die Frau und ihren Verlobter Anfang September in einer "unmoralischen Position" in ihrem Auto vorgefunden. Zwei der Beamte sollen die Frau anschließend vergewaltigt haben, während ein dritter ihren Freund festhielt. Die Polizisten wurden festgenommen. Für Empörung und Kritik sorgte aber, dass anschließend gegen die Frau und ihren Verlobten strafrechtliche Ermittlungen wegen Verstoßes gegen die Sittlichkeit eingeleitet wurden. Dies rief auch Menschenrechtsorganisationen und Feministinnen auf den Plan. In Tunis demonstrierten rund 200 Menschen gegen sexuelle Gewalt. (APA/red, dieStandard.at, 5.10.2012)

Kommentar posten
22 Postings
Die Polizei

dein Freund und Helfer.

in österleich passiert sowas vielleicht

in 50 jahren....vorher nicht.

einfache Lösung

Wohnsitz in Tunesien wählen und zufrieden sein ...

Das sich ein Minister entschuldigt weil Polizisten eine Frau vergewaltigen?

Entschuldigen Sie .. sind sie irgendwie betrunken? No na gäbe es deshalb einen Riesenaufstand. Und eine Regierung die sich tausendmal deshalb entschudigen würde ...

das eine Frau von Polizisten vergewaltigt wird? Ich hoffe, dass das auch in 100 Jahren nicht in Österreich passiert...weiß echt nicht, was in den Köpfen mancher poster so vor sich geht....

Na, wenn neun Polizei-Kugeln in der Dusche

keine Vergewaltigung sind, was dann?

Übrigens: warum wurde der unsuspendierte (Bakary Jassy) Folterer jetzt doch noch verurteilt:
wegen Vergewaltigung!

naja.

ein schwacher trost.

naja, ein Anfang ist gemacht

Und was passiert jetzt mit dem Polizisten, der die Frau "gedeckt" hat? Verliert der seinen Job, oder wird er gar angeklagt?

@avatar

was soll Ihre ausdrucksweise?
"gedeckt"?

halten Sie diese frau für ein tier? wären Sie selber gern dabei gewesen?

was ich bei dieser art krankem humor wie dem Ihren sonst noch über Sie sagen möchte, wäre, in der öffentlich geäußert, strafbar.

Es war eine Wortanalogie in Bezug auf die Übersetzung der Aussage des tunesischen Präsidenten und bedeutet im entsprechenden Zusammenhang mit der Titelgeschichte nichts anderes als "vergewaltigt".

Entschuldigung, wenn Ihnen das zu hoch war. In Zukunft versuche ich mich auf einfachste S-P-O-Sätze zu beschränken, wenn es möglich ist und ich annehme, dass Sie es vielleicht lesen mögen. Damit hoffe ich zu verhindern, dass diverse komplexere Strukturen von Ihnen fälschlicherweise als "kranker Humor" ausgelegt werden...

Mist. Das waren jetzt keine einfachen Sätze.

Also nochmals für Sie: "Gedeckt" bedeutet "vergewaltigt. Tut mir leid für schwere Sprache. Rede in Zukunft verständlicher. Versuche so Missverständnisse zu vermeiden.

"Gedeckt" bedeutet "vergewaltigt

In welcher Parallelrealität genau?

"gedeckt" bedeutet "vergewaltigt"

duden, wiki, und ich behaupten was andres.

Ihre analogie ist fehl am platz, Sie Sprach"hengst".

manchmal hilft die erkenntnis, dass auch sprache roh sein und verletzen kann.
in dem sinn sind Sie ein verbaler *decker*

"umfassende Sympathie"??
Sympathie = sympathy? False friend.
Mitgefühl, Beileid.

erfreuliche reaktion.

Sehr nett. danke

laso das find ich echt beachtlich und ein gutes zeichen. überraschend.

Ja, aber insgesamt betrachtet nur ein Tropfen auf dem heissen Stein.

und wenn schon

jedenfalls unendlich viel mehr wert als jeder kommentar aus ihrem oder meinem bequemen sessel heraus

Es würde sowieso nie was geben, wo du mal zufrieden wärst.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.