Die Sprache der Göttin

8. Oktober 2012, 12:36
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    foto: dagmar benedikt/ruth devime

Frauenforscherinnen referieren zur Herstory und zu aktuellen, gesellschaftspolitischen Themen in Wien

Im Herbstsemester startet erneut die Vortragsreihe "Die Sprache der Göttin" in Wien. Die Archäologin Marija Gimbutas hat diesen Begriff geprägt, um unsere Zivilisationsgeschichte darzustellen. Doppelaxt, Spirale, Labyrinth, Kreise, Monde, Sterne, aber auch Besen, Kessel etc. stellen unterschiedliche Lebenszusammenhänge in einen weiblichen Kontext.

Aus der Ankündigung: "Marija Gimbutas, Archäologin mit litauischen Wurzeln (1921 - 1994), war eine Pionierin der Erforschung der Bildkunst der frühesten Kulturen in Europa. Sie entwickelte die Methode der "Archäomythologie", ein interdisziplinäres Vorgehen, das Archäologie, Mythologie, Ethnologie, Volkskunde, Paläolinguistik, aber auch die Erkenntnisse der Medizin, das Wissens über den Frauenkörper und die Kenntnis der historischen Quellen vereint. Was tun wir mit diesem Wissen, jetzt in diesen Zeiten? Wir alle stehen unter ständigen Informationen, die uns irgendwelche Erklärungen aufdrängen wollen. Dieser Kurs soll uns Wissen über die aktuelle Gesellschaft, Politik und Diskussionen im Zusammenhang mit unserer Frauengeschichte liefern, Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und einen scharfen, weiten "Blick über den Tellerrand" ermöglichen." Organisiert und konzipiert wurde die Vortragsreihe von Ruth Devime.

Programm:

11.10.2012 Göttinnen des Werdens und des Vergehens - Bericht einer Reise nach Lepenski Vir und Vinča  - von Dagmar Benedikt und Ruth Devime

18.11.2012 Göttin Hertha und andere Frauengeschichten aus dem Handbuch des deutschen Aberglaubens - von Inge Doule

25.10.2012 "The Dinner Party" - das größte feministische Kunstwerk der Welt - von Ruth Devime

08.11. 2012 Die Göttin ist das Haus - 10.000 Jahre Vielfalt in der Baukunst der Frauen - von Sabine Mandl

15.11.2012 Großmütter - der Rat der weisen Frauen und warum die Europäerinnen nicht mitreden dürfen! -  Film und Gespräch Stefanie Gruber und Ruth Devime

22.11.2012 "Du kannst hier bleiben!" - Einladungen der Hopifrauen - Bericht aus einer indigenen Kultur - von Hermine Brzobohathy-Theuer

29.11.2012 Die mächtigen Marktfrauen aus Nigeria - von Aderemi Babajide

06.12.2012 Göttinnen der Fülle - ein Lebensprinzip wird vorgestellt - von Andrea Dechant

13.12.2012 Percht, Howangoas+Co: weiß-rot-schwarze Frauengeschichten - von Inge Doule und Ruth Devime

10.01.2013 "Gut leben" und das "Recht von Pacha Mama" - von Veronika Bennholdt-Thomsen

24.01.2013 Göttinnen auf der SPUR - über Funde und Fundstätten - von Sigrid Gerl (red, dieStandard.at, 8.10.2012)

Vortragsreihe "Die Sprache der Göttin"
Jeweils donnerstags 19 -21 Uhr
10 Euro/pro Abend bzw. 80 Euro für 11 Vorträge

Wo: Wipplingerstrasse 12,
1010 Wien
Info+Anmeldung: perchtundco@gmx.net

Link:

www.urania.unlimited.at.tf

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11 Postings

es gab und gibt weder götter noch göttinnen. Diese vortragsreihe dient blos einigen altegedienten "Feministinnen" als Vorwand zur gemütlichen Kaffestunde. Warum auch nicht, fragt sich da eine. Doch Vorsicht vor sämtlichen -ismen, auch den Feminismen. Dahinter stehen immer Machtwahn und Machtansprüche einzelner Personen, bzw. Gruppierungen. Macht und Menschlichkeit gehen nie gemeinsam.

Wer ist diese Göttin eigentlich?

Wichtige Themen!

Das sind wichtige Themen! Auch wenn sich die eine oder andere Frau fragen sollte, wie man diese in den Alltag integrieren könnte, empfehle ich auf jeden Fall sich damit zu befassen.

Ungefähr so relevant und realitätsnah wie Star Trek.

Also .. Wichtig!

Na, wenn Pygar das empfiehlt, dann muss ja was dran sein!

Ich mache mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt...

Nicht mehr als eine Märchenstunde.

Ähnlich gefährlich wie Nationalismus .. weil man aus erfundener Geschichte eine künstliche Identität errichtet.

Erinnert mich an eine Al Bundy Folge...

Gibt es da irgendwelche Subventionen aus Steuermitteln?

"Archäomythologie"

Ein anderes Wort für Fantasy.
Mag unterhaltsam sein, Wissenschaft ist es keine.

so ist es

es existieren keinerlei historische oder archäologische beweise für ein solches matriarchat

allerdings ist die instrumentalisierung entsprechender wunschvorstellungen durchaus historisch untersucht und belegt, von den kulturevolutionisten im ausgehenden 19. jhdt über die nazis in den dreißiger jahren bis hin zu den new-age-feministinnen

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