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Vatikanstadt - Papst Benedikt XVI. hat die Mystikerin, Äbtissin und Autorin Hildegard von Bingen am Sonntag zur Kirchenlehrerin ernannt. Sie habe als "bedeutende weibliche Gestalt des 12. Jahrhunderts" einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung der Kirche ihrer Zeit geleistet, sagte der Papst bei einem feierlichen Gottesdienst auf dem Petersplatz in Rom. Hildegard habe sich als eine Frau von "lebhafter Intelligenz, tiefer Sensibilität und anerkannter geistlicher Autorität" erwiesen.
Die Benediktinerin und Medizinerin (um 1098 bis 1179) wirkte als Visionärin, Mystikerin und Heilkundlerin. Sie wurde bald als Heilige verehrt, aber erst im Mai in den Heiligenkalender der katholischen Kirche aufgenommen. Bis heute wirkt die Ernährungskunde von Hildegard von Bingen in unzähligen Kochbüchern nach.
Zum Kirchenlehrer erhob der Papst auch den heiligen Johannes von Avila. Die heilige Hildegard ist die vierte Frau, die diesen Titel bekommt, den die katholische Kirche für besondere Rechtgläubigkeit in der Lehre, Heiligkeit oder eine hervorragende wissenschaftliche Leistung vergibt. Dem Kreis der nunmehr 35 KirchenlehrerInnen gehören mit Hildegard von Bingen und dem heiligen Albertus Magnus nun zwei Deutsche an. (APA, 8.10.2012)
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aber wenn man Jugend und Kindheit überlebte stieg sie auf 50-55 Jahre.
Reich Frauen im Kloster hatten, wenn nicht gerade die Pest ausbrach, eine deutlich höhere Lebenserwartung - 70-80 Jahre waren da nichts außergewöhnliches.
die heilige Hildegard von Bingen
n i e m a l s
die www.atheistische-religionsgesellschaft.at zur geistlichen Nachahmung oder mystischen Unterstützung empfohlen hat.
;-)
haben Sie das auf
www.kath.net/ gelesen?
Denn ohne Hildegard wüssten wir nicht, was der Teufel von Edelsteinen hält: "Daher werden die Edelsteine vom Teufel gemieden und es erschaudert ihn bei Tag und Nacht."
Wir wüssten auch nicht, wie wir uns vor Dieben schützen sollten: Man muss einen Achat in Kreuzform durch das Haus tragen.
Und wie sonst sollte man einen Zauberangriff abwehren als durch das Ritzen von Kreuzen in Brotrinde?
Ich finde ja, dass man neben medizinischen Vorstellungen aus dem Mittelalter auch juristische, technische, mathematische und astronomiche Erkenntnisse wieder stärker berücksichtigen sollte.
Damals hatte man ja noch Zugang zu ursprünglichem Wissen - z.B. das Wissen um die Scheibenform der Erde - das heute verloren gegangen ist.
"Dem Kreis der nunmehr 35 KirchenlehrerInnen gehören mit Hildegard von Bingen und dem heiligen Albertus Magnus nun zwei Deutsche an."
Bloß - zur Zeit Hildegards von Bingen gab es noch lange kein "Deutschland". Was also soll der Hinweis bezwecken? Hinweis auf eine Nationalität, als es noch keine Nationalstaaten gab?
Doch, es gab es schon ein "Deutschland", denn das gab es im Grunde seit 843, als das Fränkische Reich in drei Teile aufgeteilt wurden, und die Franken im Westen bereits die ein altfranzösisches Idiom übernommen hatten, wogegen im östliches Drittel nach wie vor die alte germanische Volkssprache, "thiodisk", gesprochen wurde.
angehörte, ist ja wohl nicht bestreitbar. Wie lange hat man von "Italien", "ItalienerInnen" geredet, bis dann endlich ein entsprechender Staat da war?
Im 12. Jahrhundert kam "Deutscher" als Ethnonym jedenfalls definitiv schon vor, wenn auch noch relativ selten, war die Bedeutung in den Anfängen.
Allerdings ist das tatsächlich eine entbehrliche Information und eine ungenaue Formulierung, aber gegen das, was man alles gerne rückblickend einösterreichert, also tatsächlich mit suggeriertem Staatsbezug (auch aus Zeiten, als "Österreicher" primär einmal die Habsburger oder allenfalls die Truppen der Habsburger bezeichnete), noch relativ harmlos. Soll man die Leute aus der Zeit vor den Nationalstaaten nur nach Herrschern, Städten o.ä. bezeichnen?
"deutsch" bezeichnete den Angehörigen einer Sprachgruppe oder eines Gebietes. "Deutscher" ist da schon ein problematischer Begriff, da es im heutigen Sprachverständnis die Zuordnung zu einem Nationalstaat ist.
Also ist die Bezeichnung Hildegards von Bingen als "Deutsche" nicht richtig.
im mittelalter hatten die kräuterkundigen frauen kaum probleme mit der kirche, erst in der frühen neuzeit kam es zu groß angelegten hexenverbrennungen und auch die waren meist weltlich inszeniert
die inquisition entstand üerhaupt erst ab dem 13. jhdt
Na gut, dann hatte sie nicht nur Glück Nonne zu sein, sondern auch 200 Jahre vor der Inquisition gelebt zu haben.
Und das die Hexen- und Ketzerverbrennungen nicht von der Kirche ausgegangen sein sollen, ist eine typisch katholische Geschichtsverfälschung. Im Fälschen, Lügen und Vertuschen war die Kirche schon immer Weltmeister!
... sollten Sie sich zumindest sicher sein, dass ihre Vorwürfe auch haltbar sind, da sonst Sie selbst der "Lüge, Fälschung und Verleumdung" beschuldigt werden könnten.
Die r.k. Kirche hat sicher genug Fehler, und auch einige Schuld auf sich geladen. Der Großteil der Hexenverfolgungen geht aber nicht auf ihr Konto (wenn es auch immer wieder einzelne Kirchenvertreter gab, die sehr wohl in dieser Richtung tätig waren)
Nur als kleine Anregung - nicht die Institution der römischen Inquisition mit dem Gerichtsverfahren der Inquisition verwechseln. Dieses wurde auch von weltlichen Gerichten bei den Hexenprozessen angewandt.
Lesen sie die entsprechenden Artikel oder Fachbücher bevor sie Urteile fällen....
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