Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Warschau - Das polnische Parlament hat sich am Mittwoch überraschend für Beratungen zur Verschärfung des Abtreibungsgesetzes ausgesprochen. Auch 40 Abgeordnete der rechtsliberalen Regierungspartei "Bürgerplattform" (PO) stimmten dafür, ein entsprechendes Projekt der rechtskonservativen Oppositionspartei "Solidarisches Polen" (SP) in die Ausschüsse zu verweisen. Ein Konkurrenzvorschlag der linksliberalen "Bewegung Palikots" (RP) zur Liberalisierung der Abtreibungsregelung wurde dagegen abgelehnt.
Das Vorhaben der SP sieht vor, dass Schwangere ihr Kind auch dann bekommen müssen, wenn es schwerbehindert oder mit schweren gesundheitlichen Schäden zur Welt kommen wird. In solchen Fällen lässt das polnische Gesetz bisher eine Abtreibung zu. Die beiden anderen Fälle, in denen das polnische Recht eine Abtreibung zulässt, will "Solidarisches Polen" dagegen bestehen lassen - nach einer Vergewaltigung und bei einer Gefahr für die Gesundheit der Mutter.
"Solidarisches Polen", die Partei des Ex-Justizministers Zbigniew Ziobro, hatte den Schwangerschaftsabbruch bei einer Behinderung des Kindes als "Eugenik-Abtreibung" bezeichnet. Dieser sei moralisch nicht zu rechtfertigen, erklärte sie. Die Fraktionsführung der "Bürgerplattform" zeigte sich verwundert über die Abstimmung. Sie hatte ihren PolitikerInnen empfohlen, das Gesetzesprojekt abzulehnen. "Die Abgeordneten haben einen Fehler begangen", erklärte der PO-Fraktionsvorsitzende Rafal Grupinski gegenüber Radio TOK FM und kritisierte den konservativen Flügel der Partei als illoyal. Der Vorsitzende des "Bündnis der demokratischen Linken" (SLD) Leszek Miller sagte, er hätte es nicht für möglich gehalten, "dass der Sejm ein derart fundamentalistisches Projekt in die Ausschüsse verweisen" würde.
Das in Polen geltende Abtreibungsrecht stammt von 1997. Immer wieder gab es seitdem Versuche, es zu liberalisieren oder zu verschärfen. Umfragen zeigen, dass etwa drei Viertel der PolInnen hinter dem geltenden Gesetz stehen. (APA, 11.10.2012)
1988 wurde in Kanada der Schwangerschaftsabbruch legalisiert - auch dank des Einsatzes des Arztes Henry Morgentaler
Gesetzesentwurf sieht vor, dass Frauen in Zukunft abtreiben dürfen, wenn ihr eigenes Leben sonst gefährdet ist - Grundsätzliches Abtreibungsverbot bleibt bestehen
Zehntausende Menschen versammelten sich in der US-Hauptstadt
Die Initiative "Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache" wurde mit 130 zu 29 Stimmen im Schweizer Nationalrat abgelehnt
Der Suchmaschinenriese handelt widersprüchlich - Ambulatorium vermutet politische Motive
Bis zu 50.000 Schwangerschaftsabbrüche jährlich im Balkanstaat
Ist das Leben der werdenden Mutter in Gefahr, soll ab 2013 ein Abbruch legal sein
ÄrztInnen stehen nicht vor Gericht - Untersuchung soll lediglich Hintergründe klären
Das "Aktionskomitee Schwangerschaftsabbruch" bildet eine breite Front und stößt auf bekannten Widerstand
Gesetz verbietet Abbruch, sobald der fetale Herzschlag gehört werden kann - Frauenrechtlerinnen üben Kritik
ÄrztInnen weigerten sich, das 16-jährige Mädchen einer Chemotherapie zu unterziehen
Die Einnahmen des Films sollen Pro-Life-Beratungsstellen zu Gute kommen
Die türkische Regierung scheint an ihren Plänen festzuhalten und hat Women on Waves zufolge Misoprostol vom Markt genommen
"Einer für uns" sammelt als eine der ersten registrierten Bürgerinitiativen der EU Unterschriften gegen Abtreibung - Eine Million Unterschriften in sieben Staaten notwendig
Mit dem Beibehalten des Vetorechts des Fürstenhauses rückt die Fristenregelung in weite Ferne - Abtreibung wird weiterhin restriktiv bestraft
MedizinerInnen verweigerten der Frau aus religiösen Gründen den Abbruch
Ein neues Gesetz könnte den US-Bundesstaat zum einzigen ohne eine derartige Einrichtung machen - Einstweilige Verfügung verschafft noch Zeit
14-Jährige wurde von Behörden schikaniert und ihre Identität an Medien weitergeleitet - 45.000 Euro Schmerzensgeld für Mädchen und Mutter
Die Regierung gibt dem Druck von Frauenverbänden und EU nach - Kaiserschnitt-Geburten sollen dennoch neu geregelt werden
Regierungschef Donald Tusk verpflichtete seine Fraktion im Parlament eine einheitliche Abstimmungsdisziplin an den Tag zu legen
US-Politikum gewinnt an Brisanz: Gesetzesentwurf aus Oklahoma attackiert Grundsatzentscheidung für Entkriminalisierung von Abtreibung
Abbruch wegen des "falschen" Geschlechts des Kindes
Bei Demonstrationen wurden acht Aktivistinnen verhaftet - Auch die hohe Kaiserschnittrate ist Premier Erdogan ein Dorn im Auge
Stadt Buenos Aires kündigt Berufung gegen Entscheidung an
Frauenrechtsorganisation "Women on Waves" verbindet diese Themen in einer viralen Kampagne - und handelt sich damit Ärger vom Moderiesen Diesel ein
...wo Katholische Kirche das Wahlvolk im Griff hat, zementiert sie die Macht ihrer sogenannten "Moral" über den weiblichen Körper. Um jeden Preis und mit allen Mitteln.
Vielleicht gibt's ja bald wieder Hexenprozesse.
Vorwärts, es geht zurück ins Mittelalter!
Im letzten Absatz, seltsame Wortkonstruktion; besser man schreibt gleich Polen und Polinnen oder nur Polinnen ohne Binnen-I.
Allgemein muss ich anmerken, dass diese Debatte um eine Verschärfung des Abtreibungsrechts in einem EU Mitgliedsstaat nichts verloren hat.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.