SPÖ-Frauen fordern 1.500 Euro Mindestlohn

15. Oktober 2012, 10:37
  • Frauenministerin und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek mit einem Forderungsreigen. Am Bundesparteitag der SPÖ am Samstag sollen die Leitanträge eingebracht werden.
    foto: apa/rudolf brandstaetter

    Frauenministerin und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek mit einem Forderungsreigen. Am Bundesparteitag der SPÖ am Samstag sollen die Leitanträge eingebracht werden.

In ihrem Leitantrag fordern Sozialdemokratinnen den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr, die Neudefinition von Arbeit und einiges mehr

St. Pölten/Wien - Einen Mindestlohn von 1.500 Euro und einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr fordern die SPÖ-Frauen in einem Leitantrag, der am vergangenen Freitag bei der Bundesfrauenkonferenz in St. Pölten beschlossen wurde. "Wir sind in unseren Bemühungen schon ganz schön weit gekommen", erklärte Frauenministerin und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek via Aussendung, aber es gebe noch immer zahlreiche "Stolpersteine" im Lebensweg von Frauen, für deren Beseitigung man weiterhin mit voller Kraft kämpfen müsse.

In dem Leitantrag, der ein Ergebnis eines offenen Diskussionsprozesses sei, fordern die SPÖ-Frauen unter anderem auch eine Neudefinition des Wertes von Arbeit, neue, flexiblere Arbeitszeitmodelle, weniger Überstunden und die Reduzierung von Teilzeitarbeit. Darüber hinaus nahmen die SPÖ-Frauen einen Antrag des Verbandes sozialistischer Student_innen in Österreich (VSStÖ) an, in dem ein offener und freier Hochschulzugang gefordert wird.

Im Rahmen der Bundesfrauenkonferenz wurde Heinisch-Hosek zudem mit 97,81 Prozent der Stimmen als SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende bestätigt.

Mehr Fairness gewünscht

Es sei etwa nicht nachvollziehbar, "wieso eine Mechanikerstunde mehr wert ist als eine Stunde in einem pflegenden Beruf", meinte Heinisch-Hosek. Hier werde man "Seite an Seite mit unseren Gewerkschafterinnen" für mehr Fairness kämpfen. Abermals forderte die Ministerin auch eine Frauenquote für die Privatwirtschaft - "das ist ein Vorhaben, an dem ich festhalten werde".

Außerdem müsse die Familienförderung "transparent und fair" gestaltet werden, bekräftigte sie. Die SPÖ stehe für "echte Wahlfreiheit": "Das Ziel der sozialdemokratischen Politik ist es, dass jede Frau tun kann, was sie will, ohne dass ihr Hindernisse in den Weg gestellt werden."

"Keine Systemkosmetik auf Frauenkosten"

Als einen der Erfolge der vergangenen Jahre nannte Heinisch-Hosek, dass die SPÖ-Frauen eine frühzeitige Anhebung des gesetzlichen Frauenpensionsalters - "eine bloße Systemkosmetik auf Kosten der Frauen" - verhindert hätten.

SPÖ-Chef Bundeskanzler Werner Faymann betonte vor dem Hintergrund der Millionen Arbeitslosen in Europa in seiner Rede, dass Armut kein Naturgesetz sei: "Armut muss bekämpft werden - und zwar von uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten." Es gelte, "die verheerende Kluft zwischen Arm und Reich" zu verringern. Die Kinderbetreuungseinrichtungen und die Ganztagsschulen müssten ausgebaut werden. Es werde dazu eine harte politische Auseinandersetzung geben, kündigte Faymann an. (APA/red, 15.10.2012)

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Schon wieder eine unberechtigte Forderung,

weil einschränkend. Den Graben kann
man überall aufbauen, speziell dann wenn sich irgendwo eine Gruppe identifizieren lässt. Leider, ich denke glücklicherweise, sind die Menschen Individuen.

Eine emanzipierte, gescheite Frau braucht keine Quote!

http://www.youtube.com/watch?v=bXrZPjCisDo

gilt das dann auch für die vielen prekär-jobs, deren existenz die spö noch immer nicht begriffen hat?

nicht begriffen? sogar GEFORDERT hat die SPÖ die. Erinnern sie sich noch an das "Frauenvolksbegehren"?

und die darin enthaltene Forderung nach mehr Teilzeitarbeit für Frauen?

Teilzeitarbeit ist der direkte Weg in die Altersarmut und finanzielle Abhängigkeit vom Partner.

Die große Zahl an Teilzeitbeschäftigten (speziell Frauen) sehe ich als TEIL des Prekariats

spoe auf populismus unterwegs?

ich haett gern 1500 netto, und ich weiss auch wie! wir kuerzen einfach die politikergehaelter auf 1500 netto mtl und deren pension auf das selbe. problem geloest.

mit all ihren zulagen und gratis-buffets usw. usf. kommen die dann indirekt immer noch auf zuwendungen von € 4000+ im monat, keine sorge.
dieser verdienst sollte dann aber gekoppelt werden an:
gänzliche transparenz der einkommen und des besitzes
stopp von zusatzverdienstmöglichkeiten
und harte strafen bei korrupter selbst-bereicherung (etwa 60% von besitz und einkommen an die republik österreich)

wenn wir schon mit populismen jonglieren ..

.. warum genau ist ein MinisterInnengehalt nochmal höher als das einer Pflegekraft?

damit sich auch leute finden, die sich diese hacken antun

Sie meinen, ministerinnen hätten eine schwierigere arbeit als plegerinnen?
inwiefern?

wissen, verhandlungen, 8 tage die woche zu 10 stunden ca...

Ein Fortschritt. Unlängst forderte sie ja den Mindestlohn nur für Frauen.

heinisch hosek ist wie vielen anderen nicht uneingeschränkt zuzustimmen, aber: wann und wo hat sie mindestlohn nur für frauen gefordert?
ich ersuche um angaben, sonst müssen wir annehmen, sie erzählten nur irgendwelche unwahrheiten
(was bei manchen postern eher gängige alltäglichkeit denn irgendwas anderes ist)

Es gelte, "die verheerende Kluft zwischen Arm und Reich" zu verringern.

Aber die verheerende Kluft zwischen Arm und Reich entsteht nunmal nicht durch die relativ geringfügigen Lohnunterschiede von Mechanikern und Altenpflegerinnen, sondern zwischen allen minder und normal verdienenden Menschen und PolitikerInnen (Löhne) und aufwärts. Aber daran will sie ja nichts ändern, sondern nur mehr Frauen dorthin platzieren.

Weiters entsteht Armut vor allem dadurch, dass normal verdienende Menschen einen immer höheren Anteil ihres Einkommens für unausweichliche Fixkosten aufbringen müssen (Wohnen, Nahrung, Energie, Steuern).

http://derstandard.at/134828509... uer-Frauen

Mein Fehler: Es war eine Dame vom ÖGB.

...frauen werden immer unmündiger...

...was früher in der familie geklärt wurde (bzw. zwischen eheleuten) wird heute politisch gelöst...bravo frauen, danke!

Was verdient jetzt ein Mechaniker

und was das Pflegepersonal.

Ich denke mal das Pflegepersonal verdient mehr.

eine Stunde Arbeit von einem Mann ist mehr wert als die von einer Frau

Männer kann man besesr brauchen, Sie sind für das Arbeiten besser geeignet

in Österreich haben Männer Wehrpflicht; Frauen und Kinder werden geschützt, weil Sie schwächer sind

Männer leisten mehr; Männer sind deswegen auch besser zu bezahlen

wollen's keine insel für männer aufmachen, dann haben's einen haufen an leuten, die ursuper sind, und mit denen sie den ganzen tag abhängen können und die anderen belästigen sie alle nicht mehr... sie dürfen sich dann gegenseitig hoch bezahlen und loblieder aufeinander singen...
finden sie nicht auch, dass das eine sehr gute idee ist?

Du redest auch Stuss,

Vergleiche auch bei körperlicher Arbeit mal ein Znirchtal mit einer Schmiedin ;)

Die Wahrheit ist folgende:
Mütter oder Väter haben weniger Zeit für Arbeit, da Kinder krank werden. Kindergärten Ferien machen, u.s.w.
Daher leisten Sie im Schnitt weniger in der Arbeit und bekommen weniger Lohn und dafür Familienbeihilfe.
Tolle Karriere mit dauernden Einsatz geht mit Kindern nicht.
Die 0-24h 365 Tage im Jahr Kinderbetreuung gibt es schon, die heißt Waisenhaus!
Manche haben Support von den Großeltern und der Umgebung, andere nicht.
Wenn man/frau sich nicht um Kinder kümmern will, dann sollte man keine Bekommen oder so viel verdienen, dass man/frau sich altadelig eine Gouvernante leisten kann, falls man/frau das will.
That's all!

Wenn jetzt sehr viele keine Kinder wollen,

dann brauchen wir viele Zuwanderer,
die sich um uns kümmern wenn wir alt sind,
oder wir haben halt wieder Altersarmut,
wie in der Zwischenkriegszeit.
Da kann man wieder im Müll stierln mit 70 um zu Essen zu kommen, wird spassig ;)

Ob Kinder oder keine Kinder ist doch heutzutage schon fast egal.
Unsere "Anti-Familienpolitik" sieht es sowieso anders vor:
Das Kind sollte im Idealfall mit 12 Monaten in den Kindergarten und die pflegebedürftigen Eltern ins Altersheim gesteckt werden.
Elendig!

außerdem, wenn Frauen ein eigenes Ministerium haben, mit einer Ministerin, die Ihnen sagt was Sie tun sollen: ihre Kinder in den Kindergarten geben

und die für Sie da und dort etwas herausholen muss, was sie auch immer groß plakatiert

dann kann man nicht sagen, dass Frauen vollwertig sind

Wie man von der Wehrpflicht weiss, sind Frauen besser für kleine Kinder da;
und nicht einmal das machen sie gescheit, weshalb jetzt die Kindergartenpflicht eingeführt worden ist.
Aber um ihre Position zu rechtfertigen möchte die Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek sie überall anbringen als ob sie auch so brauchbar sind wie Männer.

Das kann doch keine selbstbewusste Frau sein, die sich von der Ministerin neuerdings vorschreiben lässt: sie muss ihre Kinder unbedingt in einen Kindergarten geben, oder sie gehört bestraft

das ist doch lächerlich: Frauen die Sich mehrheitlich mehr als bisher vorschreiben lassen wo ihre Kinder zu sein haben, sind nicht für Führungspositionen geeignet
Für Hillfs-. und Putzarbeiten, ja; das eben auch noch mehr als vor 5 Jahren

Georg

österreichische Frauenpolitik:
nimmt den Müttern ihre Kinder weg, mehr als früher - das lassen Sich die problemlos gefallen -
und dann werden Sie allen möglichen Firmen als vollwertige Arbeiterinnen feilgeboten:
- verantwortungsbewusst ? geht es um ihre Kinder eben nicht, aber sonst schon
- selbstbewusst ? Politiker und Politikerinnen, Ihr fordert von Uns - Wir geben Euch: unsere Kinder - unsere Familien
- durchsetzungsfähig ? detto
- vollwertig ? nicht zuhause mit der eigenen Familie, aber überall sonst schon

Lemminge - bitte vollen Lohn !

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