Bäuerinnen legen Wert auf eigenes Einkommen

16. Oktober 2012, 14:52

Laut einer Studie der Uni Innsbruck gehen Frauen in der Landwirtschaft vermehrt erlerntem Beruf nach

Innsbruck - Heimische Bäuerinnen legen viel Wert auf ihre Selbstbestimmung und ein eigenes Einkommen. Das zeigt eine Studie, die von der Universität Innsbruck in Kooperation mit der Tiroler Bäuerinnenorganisation der Landwirtschaftskammer durchgeführt wurde. "Das eigene Berufsfeld ermöglicht uns Frauen finanzielle Absicherung, Selbstbestimmung sowie die Ausführung des erlernten Berufes", sagte Landesbäuerin und Vizelandwirtschaftskammerpräsidentin Resi Schiffmann bei der Präsentation am Dienstag in Innsbruck.

Selbstbild der Bäuerinnen

138 Fragebögen wurden von Tiroler Bäuerinnen ausgefüllt und von StudentInnen des Instituts für Soziologie der Universität Innsbruck ausgewertet. Die Ergebnisse würden zeigen, dass sich die Frauen nicht allein über die Arbeit in der Landwirtschaft, sondern auch über andere Tätigkeiten wie Hausfrau, Lehrerin oder Unternehmerin definieren, kommentierte Schiffmann. "Es gibt vermehrt Bäuerinnen, die schon vor ihrer Heirat einen Beruf ausübten und diesen dann auch danach weiter ausüben wollen", meinte Markus Schermer, stellvertretender Institutsleiter.

Laut der Studie seien die Bäuerinnen jedoch unzufrieden mit ihrer gesellschaftlichen Stellung. Vor allem die Wertschätzung von Kirche und politischer Vertretung sei für die Befragten nicht zufriedenstellend. Trotzdem würden die Bäuerinnen politisches Engagement nicht als wichtige Tätigkeit ansehen. (APA, 16.10.2012)

"Vor allem die Wertschätzung von Kirche und politischer Vertretung sei für die Befragten nicht zufriedenstellend."

Wundert mich gar nicht... Der normale österreichische landw. Klein- und Mittelbetrieb wird von der sogenannten politischen Vertretung nur dann beschworen, wenns um mehr Geld geht. Von dem fließt die Mehrheit aber nicht oben genannten zu, sondern best. Firmen und amtsbekannten Großgrundbesitzern.

Es ist weitgehend unbekannt, dass Bäuerinnen bis 1990! keine eigenständige Pension bekamen. Und wer hat sich dann für selbige eingesetzt? Ausgerechnet die "rote" Johanna Dohnal. Die "schwarze" Bauernvertretung tat nichts dergleichen.

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