Leihmutterschaft: Gleiche Rechte für homosexuelle Paare in Kalifornien

19. Oktober 2012, 07:42

Juristisch nun illegal, gleichgeschlechtliche Eltern zu diskriminieren

Kalifornien unterzeichnete im Herbst ein neues Grundsatz-Gesetz, welches gleichgeschlechtlichen Paaren, die Kinder mithilfe einer Leihmutterschaft empfangen, die gleichen elterlichen Rechte und den Schutz gewährt wie anderen Eltern im Bundesstaat. Die juristische Definition des "bestimmten Elternteils" wurde abgeändert zu einer "individuellen Person, verheiratet oder nicht verheiratet". Dadurch wird es juristisch illegal, gleichgeschlechtliche Eltern zu diskriminieren - sowohl vor als auch nach der Geburt ihrer Kinder durch eine vereinbarte Leihmutterschaft.

Die Agentur "Centers for Surrogate Parenting" (CSP) hat für die aktuelle Gesetzesänderung mit den Fachanwälten für Leihmutterschaft und Fortpflanzung zusammengearbeitet und diese in Folge dem zuständigen Abgeordneten vorgelegt. CSP unterstützt seit 1980 gleichgeschlechtliche Paare in Kalifornien, die eine Familie gründen wollen und war die erste Agentur weltweit, die einem homosexuellen Paar vor 28 Jahren durch eine Leihmutter zur Elternschaft verholfen hat. Zu ihren KlientInnen zählen auch prominente gleichgeschlechtliche Eltern wie Elton John und David Furnish. (red, dieStandard.at, 18.10.2012)

na endlich.

Kinder zu bekommen ist kein Vorrecht einer Frau, wenn Männer nicht gebären können ist die Verweigerung des Rechts auf Leihmutterschaft eindeutig und ganz klar als Diskriminierung von homosexuellen und Single-Männern zu sehen.

Die Regelung ist im Sinne einer Gleichbehandlung der Geschlechter natürlich auch auf Single-Männer auszuweiten, zumal ja auch Single-Frauen kein Verbot sich fortzupflanzen auferlegt werden kann oder DARF.

Ich bin enttäuscht dass ausgerechnet die in weiten Teilen klerikalfaschistoiden und ultrakonservativen USA uns hier soweit voraus sind auf dem Weg zur längst überfälligen Gleichschaltung der Geschlechter....

"dass ausgerechnet die in weiten Teilen klerikalfaschistoiden und ultrakonservativen USA "

.
und die europäischen staaten sind Ihrer meinung nach allesamt so viel fortschrittlicher, liberaler und aufgeschlossener?

hier wie da gibt es sowohl liberale als auch ultrakonservative länder - also z.b. staaten wie
z.b. die Niederlande, Belgien, Norwegen, Schweden, Dänemark ...
vs.
Ungarn, Polen, Italien, Griechenland, Serbien, die Ukraine, Weißrussland, Russland ...

bzw.
Connecticut, New York, Kalifornien, Hawaii, Vermont, Massachusetts, Main ...
vs.
Texas, Virginia, Oklahoma, Missouri, Alabama, Georgia ...

auch ich bin "Europäer"

trotzdem lebe ich ein einem kleinen Nationalstaat namens Österreich, den ich nicht grade als klerikalfschistoid oder reaktionär betrachten würde.

die USA sind 1(!) Nation, mit mehreren Bundesstaaten.

Ihr hinkender Vergleich müsste demnach auf BUNDESLÄNDER abzielen.

Ich vertraue darauf dass sie sich angesichts des nächste Woche zu begehenden Nationalfeiertags ein bisschen mehr mit der Geschichte ihrer Heimat beschäftigen.

Es würde ihnen wirklich nicht schaden den Unterschied zwischen einer föderalen Republik und verschiedenen Nationen zu erlernen...

das kleine Österreich (8 mio. einwohner) mit den USA (314 mio. einwohner) zu vergleichen, ist genauso unsinnig, wie Ohio (11 mio. einwohner) mit der EU (500 mio. einwohner) zu vergleichen ...

und im gegensatz zu Ihnen betrachte ich Österreich sehr wohl als staat mit klerikalfschistoiden und reaktionären tendenzen.
auf jeden fall eher als staaten wie Connecticut, die Niederlande, New York, Dänemark, Kalifornien, Norwegen, Vermont, Massachusetts, Schweden oder Maine ...

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