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Mit einer mehrmonatigen Kampagne wollen die Mitglieder von Terre des femmes in Deutschland einen unbefristeten Aufenthaltstitel für Opfer von Zwangsprostitution erreichen.
Die Frauenrechtsorganisation Terre des femmes in Deutschland begeht den heutigen Europäischen Tag gegen Menschenhandel mit dem Start ihrer Kampagne "Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution, jetzt!" auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor. Erstmalig wurde dort auch ihr Straßentheaterstück für Opfer von Zwangsprostitution aufgeführt.
Opfer von Zwangsprostitution aus Nicht-EU-Staaten werden in Deutschland derzeit rechtlich als illegal eingereiste Ausländerinnen behandelt. Nur wenn sie bereit sind, vor Gericht gegen die TäterInnen auszusagen, können sie unter Umständen bis Ende des Strafverfahrens in Deutschland bleiben. Anschließend werden die Frauen in ihr Herkunftsland abgeschoben. 10.000 bis 30.000 Mädchen und Frauen werden jährlich zur sexuellen Ausbeutung nach Deutschland verschleppt.
"Frauen, die es geschafft haben, sich aus ihrer Zwangslage zu befreien, sind schwer traumatisiert und benötigen dringend Hilfe", sagt Vereinsvorsitzende Irmingard Schewe-Gerigk. "Ihnen muss aus humanitären Gründen ein unbefristeter Aufenthaltstitel in Deutschland erteilt werden, ohne den Zwang vor Gericht aussagen zu müssen." Zudem müsse den Betroffenen geeignete Betreuung und Entschädigung garantiert werden.
"Opfern von Zwangsprostitution muss ein unbefristeter Aufenthaltstitel erteilt und damit ihr Martyrium beendet werden", fordert auch Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin der Frauenrechtsorganisation. "Deutschland will vor allem die Täter verurteilen und benötigt dafür die Aussage der Betroffenen vor Gericht. Geboten wird den Frauen, die sich dadurch in Lebensgefahr begeben, nur eine vage Chance während des Prozesses in Deutschland zu bleiben."
Diese katastrophale Situation für Frauen aus Nicht-EU-Ländern sei eines Rechtsstaates, der den Menschenrechten verpflichtet ist, unwürdig und gehöre schnellstmöglich geändert. "Bei Frauenhandel handelt es um eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen. Die Betroffenen werden systematisch gedemütigt, vergewaltigt und erleiden massive Gewalt. Nur jedes 100. Opfer wird aus den Zwängen des Menschenhandels befreit", so Stolle. "Diese Frauen müssen unterstützt werden - ein sicheres Bleiberecht ist dafür die Grundvorraussetzung!"
Laut Schätzungen der UNO werden jährlich 16 Millionen Frauen Opfer von Menschenhandel. Deutschland stellt eines der Hauptzielländer dar. Um den prekären Lebenssituationen in ihren Heimatländern zu entfliehen, lassen sich tausende Frauen auf attraktiv erscheinende Arbeitsangebote in Deutschland ein. Der Handel mit der Ware Frau, beschere dem organisierten Verbrechen weltweite Gewinne von ca. 12 Milliarden Euro jährlich, so Terre des femmes. Diese Summen würden nicht zuletzt durch deutsche Freier erwirtschaftet, die den Markt durch ihre Nachfrage bestimmen.
"Es ist schockierend zu sehen wie diese Frauen zu einer Ware reduziert werden. Sie sind die Opfer während die Menschenhändler verdienen und die Freier sich über billige Angebote freuen. Ich bin entsetzt, dass sie bei einer Befreiung keine Unterstützung erfahren, sondern meist in ihr Heimatland abgeschoben werden", sagte eine Passantin, die das Straßenstück vor dem Brandenburger Tor mitverfolgte.
Mit der Kampagne möchte Terre des femmes das Bewusstsein für die Lage der Betroffenen stärken und fordert zudem in einer Unterschriftensammlung eine Gesetzesänderung beim deutschen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ein.
Das Straßentheater zur Kampagne wird in den nächsten zwei Wochen durch 12 deutsche Städte touren, PassantInnen über Zwangsprostitution informieren und Unterschriften für das Kampagnenziel sammeln. Im März 2013 werden die Listen an den Bundesinnenminister übergeben werden. (red, dieStandard.at, 18.10.2012)
Link zur Kampagne "Aufenhaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution, jetzt!":
www.frauenrechte.de/frauenhandel
Behörde beklagt hohen Kinderanteil bei gehandelten Menschen - Insgesamt wurden Daten von 132 Staaten ausgewertet
Lefö: Erstmals zivilrechtlicher Schadenersatz für Opfer von Frauenhandel erstritten - Entscheidung des Landesgerichts noch nicht rechtskräftig
Salvatorianerinnen stellen Schutzwohnung vor - Es wird erst die zweite in Österreich sein
MRB attestiert zwar Fortschritte bei Opferschutz, aber auch Schwächen bei Identifizierung Betroffener und mangelnde Sensibilisierung
Das neue Schwarzbuch Menschenrechte von Irene Brickner erzählt von den Tücken humanitärer Selbstverpflichtung - Über den "Fall Ariana"
Tagung in Wien: 2,4 Millionen Menschen werden jährlich wie Ware gehandelt - Österreich nicht nur Transit-, sondern auch Zielland
EU-Agenturen wollen Kräfte bündeln und Sicherheit an Grenzen verstärken
EU-Parlament: Maßahmen werden schärfer, Strafverfolgung von Freiern von Zwangsprostituierten jedoch nicht eingeführt
Trotz neuem Bleiberecht und reformierter Strafprozessordnung haben Opfer von Frauenhandel in Österreich noch viele Probleme im Alltag - LEFÖ fordert Öffnung des Arbeitsmarktes
Reportage von Mary Kreutzer und Corinna Milborn zur moderner Sklaverei Zwangsprostitution
gute kolumne , weil in bezug z. prostitution ao lapidar von freiwilligkeit gesprochen wird - " Willige Dame für Love-Box gesucht - Na, wie steht's? Haben Sie Lust, zwanzig Freier in einer Nacht zu bedienen? Nein? Vielleicht gibt es ja Frauen, die freiwillig mit Fremden für Geld verkehren. Aber es dürften sehr wenige sein. Wir müssen eine Lösung finden, damit nur diejenigen als Prostituierte arbeiten, die das wirklich wollen..." http://www.spiegel.de/kultur/ge... 62928.html
Eine völlig absurde Aktion von Leuten, die entweder keine Ahnung von der Situation haben oder ihre fragwürdigen Interessen mit falschen Zahlen durchsetzen wollen. Wer sich auch nur ein bisschen auskennt, der weiß, dass 99% der Prostitution in Europa freiwillig ausgeübt wird (im Sinne von gutes Geld verdienen für einen sicherlich nicht immer leichten Job). Und ob es mit "Moral" vereinbar ist, lasst bitte die beteiligten Frauen individuell selbst entscheiden!
unglaublich , was sie hier von sich geben - es sind frauen-/organisationen, die sich seit jahrzehnten mit dem problem des weltweiten menschenhandels und der immensen zunahme beschäftigen und die katastrophale bedingungen , worunter frauen, mädchen zur prostitution gezwungen werden, aufdecken und dagegen ankämpfen - bzw. erst sichtbar gemacht haben ... die europ. menschenhandelskette beginnt i.d. dörfern tief in rumänien und bulgarien /machen sie sich erst einmal schlau : "zdf-doku - billignachschub f. deutsche puffs/menschenhandel in europ ....http://www.migration-info.de/mub_artik... ?Id=080412
sollte darüber diskutiert werden warum diese scheißtypen von menschenhändlern und zuhältern dauernd so geringe strafen bekommen.
tlw.ja sogar nicht mal unbedingte strafen.
sogar wenn sie, wie im fall in frühjahr, in wien nachgewiesen 19 frauen zur zwangsprostitution gezungen haben(darunter sogar eine geistig behinderte)und dann grad mal 2 jahre bedingt bekommen und dann "jubelnd aus dem gerichtssaal abziehen" wie derstandard schrieb.
solche typen gehören für 15-20 jahre in den knast.
und leute aus der polizei,die ihnen helfen und z.b.kontrollen vorher bekannt geben auch mind. 10 jahre in den knast.
weil die legalisierung der prostitution erst zu solchen zuständen führt.
aber beim rest stimme ich ihnen zu.
"warum diese scheißtypen von menschenhändlern und zuhältern dauernd so geringe strafen bekommen."
meine vermutung: weil auch hier zulande anscheinend frauen auf latente art uns weise als minderwertig gelten.
da der Polizei viele Kontrollmöglichkeiten genommen wurden
Das menschenverachtende Einführen einer "flat tax" für Bordellbesucher hat den Bedarf nach Prostitueirten natürlich erhöht.
So paradox es klingt: das Verbieten, bzw. Einschränken der Prostitution wird notwendig werden.
das verbieten die situation nicht besser macht sondern schlechter.
prostituierte annerkennen als normales gewerbe und menschenhaendler bestrafen und nicht die die opfer.
in australien funktioniert es, eines der wenigen laendern.
In Australien funktioniert es eben NICHT. Im Gegenteil - die Situation dort ist verheerend.
http://action.web.ca/home/catw... oof_01.pdf
http://www.catwa.org.au/files/ima... riment.pdf
http://www.catwa.org.au/files/ima... answer.pdf
Des Weiteren hat ein Staat nicht die sexuelle Ausbeutung von Frauen zu legalisieren und damit zu unterstützen, sondern mit aller Macht zu BEKÄMPFEN.
Die Arbeite sind aus 2003,2005 und 2006. Es hat sich mittlerweiel vieles verändert. Prostitution ist in Australien immer erlaubt. In Österreich und Deutschland und der Schhweiz zum Glück auch noch. Prositution ist nicht gleich Menschenhandel, das mit Sicherheit. Eine staatliche Prostitutionsagentur wäre wirklich wichtig, um Menschenhandel auszuschliessen.
Und? Jeder, der/die Frauen als gleichwertige/gleichberechtigte Menschen betrachtet, lehnt Prostitution ab. Prostitution und Frauenhandel sind untrennbar miteinander verbunden - wenn es an einem bestimmten Ort nicht genügend Frauen gibt, die sich "freiwillig" für die sexuelle Ausbeutung zur Verfügung stellen, schaffen Zuhälter/Menschenhändler eben Frauen aus anderen Teilen der Welt (meist armen Ländern) herbei. Eine "staatliche Prostitutionsagentur" ist so ziemlich das letzte, was Österreich (oder irgendein anderer Staat) "braucht".
aber es ist doch gasnz einfach:
all diese zwangsprostituierten gibt es deshalb da viele der ach so schockierten diese aufsuchen.
es soll mir nur keiner behaupten er sieht das nicht....
aber es sind ja immer die anderen die sowas verursachen!
Das Bild hat mich an das hier erinnert:
http://9gag.com/gag/5622048
Hab fairnesshalber den Artikel gelesen und bin von den Zahlen schockiert.
Ich bin mir unsicher darüber was der richtige Ansatz ist um die sexuelle Ausbeutung der Frauen zu verhindern. Diese Aktion macht jedenfalls auf das Thema aufmerksam und das finde ich schon mal gut.
"Opfer von Zwangsprostitution aus Nicht-EU-Staaten werden in Deutschland derzeit rechtlich als illegal eingereiste Ausländerinnen behandelt." Natürlich falsch, Zwangsprostituierte können natürlich auch illegal in Deutschland oder Österreich sein. Warum soll der Staat Zwangsprostituierten eine Entschädigung oder eine Art Schmerzensgeld in Form eines Entschädigungs-Aufenthaltstitels leisten? Auch dann, wenn dem Staat keine Schuld an der Zwangsprostitution zuzuweisen ist?
"10.000 bis 30.000 Mädchen und Frauen werden jährlich zur sexuellen Ausbeutung nach Deutschland verschleppt."
falls diese zahl wirklich stimmt: ich finde das einfach nur heftig! :( da sieht man, dass deutschland einfach nicht die mittel hat die kriminalität um prostitution einzudämmen. die liberalisierung hat quasi nur den brodellbesitzern und den freiern was gebracht aber für die prostituierten alles nur noch verschlimmert und zudem den menschenhandel lukrativer gemacht! was für frauenverachtende zustände. ich hoffe sehr, dass die unterschriftensammlung der deutschen regierung die augen öffnet und was gegen diese zustände tut.
Diese Zahlen beschreiben ungefähr die Anzahl der Frauen die sich pro Jahr entscheiden in Deutschland der Prostitution nachzugehen und werden von Terre de femmes einfach mit dem Prädikat "sexuell ausgebeutet " und "verschleppt" versehen. Diese Zahlen sind vollkomen absurd. Wenn jemand grundsätzlich meint, dass Prostitution mit der Würde einer Frau nicht vereinbar ist, wird sie/er nur Argumente gegen Prostitution finden. Eine staatliche Prostituionsagentur gehört endlich eingerichtet, die dann auch wie eine Gewerkschaft agieren soll.
Wir sollten bei uns anfangen. Wenn wir nicht umdenken, finden die Menschenhändler immer einen Weg.
Was wenn wir die Weiblichkeit nicht mehr verletzen würden? Das beginnt bereits in der Werbung. Frau = Ware/Luxus/Sexobjekt.
Selbstverständlich auch die Männlichkeit.
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