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Brüssel - Die EU-Kommission hat ihre Entscheidung über eine verbindliche Frauenquote in der Führung von Unternehmen vertagt. Grund seien Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Vorschrift, 40 Prozent der Spitzenpositionen in den Firmen bis 2020 mit Frauen zu besetzen, hieß es am Dienstag in Kreisen der Kommission. Am Entwurf von Justizkommissarin Viviane Reding sei bis zuletzt gearbeitet worden. Das Thema soll nun in einem Monat erneut die 27 Kommissare beschäftigen.
Redings Ziel, die Frauenquote verbindlich festzuschreiben, war in der EU von Anfang an umstritten. Der rechtswissenschaftliche Dienst der Europäischen Union vertrat schließlich die Auffassung, die EU-Länder könnten nicht per Beschluss aus Brüssel verpflichtet werden, das Vorhaben bis 2020 Wirklichkeit werden zu lassen. Gleichwohl könnten sie mehr für die Frauenförderung tun. (Reuters, 24.10.2012)
In diesem Jahr finden turnusmäßige Wahlen für die Aufsichtsräte statt - Gleichberechtigung dürfe sich nicht auf Aufsichtsräte beschränken
ChristdemokratInnen und Liberale lehnten mit ihrer Mehrheit einen entsprechenden Antrag der Opposition ab
Keine Zustimmung zu Oppositionsvorschlag, aber ab 2020 im Wahlprogramm
Damit hätte der deutsche Konzern einen Frauenanteil von mehr als zwei Drittel in der oberen Etage
Dem Justizsprecher geht die Gleichstellung zu langsam - Die Quote als adäquates Rezept - Mitterlehner und Co. sind gegen die Quote
Die StudienautorInnen machen Quotenregelungen für den Anstieg verantwortlich - Ruanda führt die Liste an, das EU-Parlament liegt mit 35 Prozent im Mittelfeld
Der SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht darin ein wirkungsvolles politisches Instrument - 80 Prozent finden Sexismus-Debatte wichtig
Kommissarin Viviane Reding ist sich sicher, dass gesetzgeberischer Druck wirke - Erhöhung um 2,1 Prozent von Jänner auf Oktober 2012
Nur sechs Mitgliedsländer beklagen Verletzung des Subsidiaritätsprinzips durch geplante Regelung
Mit überwältigender Mehrheit wies das Parlament den Vorschlag der EU-Kommission zurück - Ablehnung kommt auch von anderen Staaten
Weiblicher Anteil in Direktorien seit 2005 unverändert bei 16 Prozent - Nicht-weiße Frauen werden noch stärker diskriminiert
Grüne-Fraktionschefin will den Fraktionszwang aufheben - EU-Kommission will 40 Prozent Frauen bis 2020
Horst Seehofer: Deutsche Bundesregierung soll EU-Beschluss nicht umsetzen
Firmen müssen Frauen bei gleicher Qualifikation den Vorrang geben, wenn ihre Aufsichtsräte nicht zu 40 Prozent weiblich sind - Reding hat eine Mehrheit dafür
Bei Anteil in Leitungsorganen größter börsenotierter Unternehmen von Platz 18 (2010) auf Rang 15 (2012)
SPÖ-Europaabgeordnete fordert Auswahlverfahren mit weiblicher Beteiligung - Othmar Karas: EZB-Direktorium nicht mit Frauenfrage vermischen
Merkel soll Abstimmung im Bundestag über Einführung der Frauenquote ohne Fraktionszwang erlauben, damit Merhehit für Quote zustande kommen kann - FDP will Machtwort gegen Quote hören
Flexiquote statt fixer Quote: Spitzen von CDU und CSU fordern KollegInnen auf, sich parteikonform zu verhalten
Frauenanteil in den Aufsichtsräten von börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen von 20 Prozent ab dem Jahr 2018 und 40 Prozent ab 2023 fixiert
CDU-PolitikerInnen von Saarland und Sachsen-Anhalt befürworten entgegen ihrer Parteilinie eine gesetzliche Quote - Abstimmung am Freitag
Mit der Ablehnung Deutschlands gegen die Quote verfügen die KritikerInnen über eine Sperrminorität - Reding bleibt siegessicher
Zehn Mitgliedsländer stellen sich gegen die Richtlinie der Justizkommissarin und erreichen damit eine Sperrminorität
Bundesvorsitzende Fürntrath-Moretti gegen fixe Frauenquote und für "nachhaltigen Paradigmenwechsel", der Frauen trotz Familienarbeit Karriere ermöglicht