Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Paris - In der Affäre um hunderttausende gesundheitsgefährdende Brust-Implantate kommt der Gründer der französischen Firma PIP wieder frei. Ein Richter habe die Freilassung des 73-jährigen Jean-Claude Mas unter Auflagen angeordnet, teilte dessen Anwalt Yves Haddad am Montag mit. Mas war seit Anfang März wegen der defekten Implantate in Untersuchungshaft; er muss sich im Frühjahr nächsten Jahres in einem ersten großen Prozess in Frankreich wegen schweren Betrugs vor Gericht verantworten.
Mas hatte zugegeben, seit 1995 drei Viertel seiner Prothesen illegal mit einem Billig-Gel gefüllt zu haben, das er mit einem eigentlich für Industrieprodukte bestimmten Silikon zusammenmixte. Er hatte jedoch versichert, dass seine Produkte nicht gesundheitsgefährdend gewesen seien. Gegen ihn laufen auch Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Weltweit tragen hunderttausende Frauen - auch in Österreich - die Billig-Prothesen, die auffällig oft rissen und für Entzündungen verantwortlich gemacht werden. In Frankreich wurden zudem bisher 20 Krebsfälle bei Frauen mit PIP-Implantaten registriert. Einen Beweis, dass das Billig-Silikon dafür verantwortlich ist, gibt es bisher nicht. Gesundheitsbehörden in aller Welt hatten den betroffenen Frauen empfohlen, sich die Billig-Implantate entfernen zu lassen. (APA, 29.10.2012)
Urteil wird für Dezember angekündigt - Verteidigung plädierte auf teilweisen Freispruch - Staatsanwalt fordert Haftstrafen
Unternehmenschef Jean-Claude Mas widerrief im Prozess in Marseille früheres Geständnis - Er habe "nie an diesen Verschleierungsaktionen" teilgenommen
Der Firmengründer wurde ausgebuht und behauptet, wegen "der Kohle vor Gericht gezerrt" zu werden - Angeklagter lehnt das Gericht ab
VKI vertritt die Interessen von 73 Österreicherinnen - Drei Betroffene sind in Marseille zum Prozessauftakt angereist
Der Brustimplantatehersteller PIP muss sich ab 17. April vor Gericht verantworten
Das Verfahren, das am 17. April beginnt, könnte der größte Implantat-Strafprozess der französischen Justizgeschichte werden
Richterin: Gefahr allein rechtfertigt noch kein Schmerzensgeld, nötig sei der Nachweis gesundheitlicher Schädigungen
Der VKI vertritt dabei 72 Frauen aus Österreich, die rund 550.000 Euro Schadenersatz fordern
In über 1.000 Fällen diagnostizierten ÄrztInnen Entzündungen
KonsumentenschützerInnen verhandeln drei exemplarische Fälle - Versicherer Allianz ist mit 72 Schadensmeldungen aus Österreich konfrontiert
Der Verein für Konsumenteninformation hat am Donnerstag in Paris drei Fälle für einen Musterprozess eingebracht
Beruhigung für betroffene Frauen: Britische Studie gibt Entwarnung bezüglich karzinogener Wirkung
Bis 29. Februar konnten sich Betroffene wegen eines gemeinsamen Vorgehens gegen PIP an die KonsumentenschützerInnen wenden
Ein Sammelklage wird durch EU-Recht verhindert - Geschädigten Frauen bleibt die Möglichkeit, sich dem Strafverfahren gegen PIP als Geschädigte anzuschließen
Die plastische Chirurgin Millesi fordert strengere Kontrollen und beurteilt das Gesetz von Alois Stöger als "sehr, sehr gut"
Spanisches Gericht spricht Patientin Entschädigung von rund 7.500 Euro zu
Britische Gesundheitsbehörde hält diesen Schritt dagegen nicht für notwendig - EU-Arzneibehörde fordert strengere Regeln für Implantate
Die schadhaften Medizinprodukte sollen auch bei Männern eingesetzt worden sein - Der französische Gesundheitsminister fordert Regelungen auf EU-Ebene
Die deutsche Firma Brenntag könnte als Mitverantwortlicher im PIP-Skandal ebenso vor das Gericht kommen - Forderung nach schärferen Kontrollen
Gegen PIP ist das erste Urteil gefallen: Eine Betroffene erhielt 4.000 Euro Schadenersatz - Es geht auch um den Verdacht der illegalen Bereicherung