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Frankfurt - Im Streit um Gesundheitsfolgen seiner Antibabypillen Yaz und Yasmin hat Bayer in den USA weitere Vergleiche geschlossen. Bayer habe sich ohne Anerkennung einer Haftung bis zum 15. Oktober insgesamt mit 3490 Klägerinnen verglichen und dafür 750 Millionen Dollar gezahlt, teilte der Konzern am Dienstag in Leverkusen mit. Bis zum 19. Juli waren es noch 1.877 Klägerinnen und eine Vergleichssumme von 402,6 Millionen Dollar gewesen. Im dritten Quartal hatte der Konzern dafür 205 Millionen Euro an Kosten in der Bilanz untergebracht.
In den USA währt die gerichtliche Auseinandersetzung um Gefahren von Drospirenon-haltigen Antibaby-Pillen, zu denen auch die Bayer-Mittel gehören, schon Jahre. Insgesamt haben Bayer zufolge bis Mitte Oktober etwa 13.500 Frauen gerichtlich und außergerichtlich Ansprüche gestellt. Bayer vergleicht sich nur mit solchen Klägerinnen, bei denen gefährliche Blutgerinnsel, etwa Venenthrombosen oder Lungenembolien, aufgetreten sind. Die Antibaby-Pillen gehören zu den umsatzstärksten Präparaten von Bayer. Mit den vom Zukauf Schering übernommenen Verhütungsmitteln Yaz und Yasmin setzte Bayer im vergangenen Jahr weltweit 1,07 Milliarden Euro um. (Reuters, 30.10.2012)
5.700 Klägerinnen in den USA bei denen Blutgerinsel auftraten wurden bisher entschädigt
Die französische Arzneimittelbehörde legt Bericht zu Risiken vor - 2.500 Vorfälle mit Blutgerinsel
Nachdem die Bayer-Antibaby-Pille in Frankreich vom Markt genommen wurde, werden die Daten neuen Sicherheitsprüfungen unterzogen
Französische Gesundheitsbehörde verbietet Diane 35 wegen vier Todesfällen - Es gilt eine Übergangsfrist von drei Monaten
Zwei Frauen von 10.000, die hormonell verhüten, erleiden pro Jahr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, lautet das Ergebnis der dänischen ForscherInnen
Das Risiko von Thrombosen bei der Einnahme der Pille ist gering, doch bei bestimmten Anti-Baby-Pillen etwas höher - etwa bei jenen, die schönere Haut und Haare versprechen
Eine neues Hormonpräparat des Pharmakonzerns Bayer wurde zur Zulassung empfohlen - Dieses solle das Steuern der Monatsblutung erleichtern
Studie bescheinigt, dass "Pillen-Frauen" längere, dafür sexuell unbefriedigerende PartnerInnenschaften führen
Bayer macht in US-Beipackzettel von Yaz und Yasmin auf erhöhte Thrombose-Risiken aufmerksam
Gericht hebt Bayer-Patent für Produktfamilie Yasmin und Yaz auf
Vor 50 Jahren kam die Anti-Babypille auf den europäischen Markt - In Österreich wurde sie 1962 zugelassen und als sexuelle Befreiung empfunden
Im Netz verkaufen Private an Private Verhütungsmittel - was medizinisch gesehen nicht ungefährlich ist
BefürworterInnen wollen vor allem sozial Schwache unterstützen - GegnerInnen sagen, Schwangerschaft sei keine Krankheit
DemokratInnen wollen Empfängnisverhütung kostenlos zur Verfügung stellen - Konservative klar dagegen
Der Pharma-Konzern Bayer will in Europa eine neue Version der Pille "Yaz" verkaufen - Die Zulassung wurde beantragt
Jenseits des "Kampfs um die Deutungshoheit über den weiblichen Körper" thematisiert die deutsche Forscherin Eva-Maria Silies die Pille als weibliche Generationserfahrung: Sie lässt Frauen darüber reden
Geschichte eines Verkaufsschlagers: Einst verschämt als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden vorgestellt, ist "die Pille" heute das häufigste Verhütungsmittel
Pastorin Käßmann löst Debatte über Bedeutung der Pille aus - Erzbischof Zollitsch stellt klar: "Pille von Menschen gemacht"
In welche Richtung die Verhütung der Zukunft geht und wieso die regelmäßige Monatsblutung unter der Pille ein "historischer Irrtum" ist - Interview mit Gynmed-Leiter Christian Fiala
Neue Studien zeigen Gefahr von Blutgerinnseln auf - "Positives Nutzen/Risiko-Profil unverändert"
In Deutschland und der Schweiz sind Todesfälle bekannt geworden, die in Zusammenhang mit der Einnahme von Antibabypillen stehen - ExpertInnen sehen aber keinen Grund zur Beunruhigung
Schweizer Arzneimittelbehörde hat Pillen wie "Yaz" und "Yasmin" untersucht: Nicht gefährlicher als Vorgängerinnen
Längst wird die Pille nicht nur mehr zur Verhütung verschrieben - Sylvia Groth vom FGZ Graz fordert eine strengere Kosten-Nutzen-Rechnung
"Lybrel": Erste Pille konzipiert, die Menstruation permanent unterdrückt - Zulassung in den USA bewilligt, Langzeitstudien fehlen
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