13.500 Französinnen wurden Implantate entfernt

In über 1.000 Fällen diagnostizierten ÄrztInnen Entzündungen

Paris - Bereits mehr als 13.500 Frauen haben sich in Frankreich Billig-Brustimplantate des Herstellers PIP entfernen lassen. Bei 3.188 Betroffenen seien Risse an den Silikonkissen festgestellt worden, teilte die französische Aufsichtsbehörde für Medizinprodukte am Dienstag mit. In 1.862 Fällen hätten ÄrztInnen Entzündungen diagnostiziert. Allein in Frankreich wurden schätzungsweise 30.000 Frauen PIP-Implantate eingepflanzt.

Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung

Der Hersteller PIP hatte über Jahre hinweg Brustimplantate mit nicht zugelassenem Silikon verkauft, um mehr Gewinn zu machen. Die Prothesen stehen im Verdacht, besonders schnell zu reißen. Gegen PIP-Gründer Jean-Claude Mas soll im kommenden Frühjahr ein Prozess beginnen. Er wurde am Montag nach mehreren Monaten Untersuchungshaft unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Mas musste ins Gefängnis, weil er eine Kaution nicht gezahlt hatte. Gegen ihn läuft eine Anklageverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. (APA, 31.10.2012)

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