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Wien/Brüssel - Kampf dem Klischee: Die EU-Kommission will mit der Kampagne "Wissenschaft ist Mädchensache" mit Vorurteilen aufräumen und vor allem Mädchen für eine Karriere in Wissenschaft und Technik begeistern. Am 9. November startete im Technischen Museum in Wien eine Veranstaltungsreihe, bei der Mädchen - aber auch Buben - Wissenschafterinnen befragen und bei Workshops in die Bereiche Energie, Mechatronik, Bionik und IT schnuppern können.
Derzeit sind die Hälfte der StudentInnen und 45 Prozent der DoktorandInnen in der EU weiblich, aber nur ein Drittel der ForscherInnen. Um wirtschaftliche Entwicklung und Innovationen zu fördern, sollen nun durch weibliche Vorbilder und das Aufzeigen vielfältiger Berufschancen mehr Mädchen für eine Karriere im Bereich Naturwissenschaften und Technik gewonnen werden.
Die Kampagne ist auf drei Jahre angelegt. Zielgruppe sind zu Beginn vor allem Mädchen, aber auch Buben zwischen 13 und 18 Jahren, die vor einer Entscheidung für Fächerschwerpunkte an den Schulen bzw. der Studienwahl stehen. In einer zweiten Phase sollen dann schwerpunktmäßig Studentinnen motiviert werden, in die Forschung zu gehen.
Kommuniziert wird dabei über eine Internetseite, das Soziale Netzwerk Facebook und Aktionstage wie jenen in Wien. Heuer sind im Rahmen der Tour weitere Veranstaltungen in München, Mailand, Amsterdam und Warschau geplant.
Die Kampagne läuft bereits seit dem Sommer, der Start verlief allerdings ziemlich holprig: Wegen eines Werbespots wurden die Initiatoren von Wissenschafterinnen und Kommentatoren beschuldigt, Stereotype zu transportieren. In dem pink-lastigen Video staksen drei junge Frauen perfekt gestylt in High Heels durch ein Labor und posieren dort wie Models, während in Zwischenschnitten rauchende Reagenzgläser und anderes Laborinventar zu sehen sind. Der Spot ist mittlerweile sowohl von der Internetseite als auch vom Youtube-Chanel von "Science: It's a girl thing!" verschwunden und der Schriftzug nicht mehr länger pink. Zumindest in der englischsprachigen Kampagne ist allerdings der Lippenstift im Schriftzug erhalten geblieben. (APA, 2.11.2012)
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