Familienförderungen werden zu wenig genutzt

Heinisch-Hosek sieht Kritik bestätigt - Die Frauenministerin bewirbt SPÖ-Modell für neue Familienförderung

Wien - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek sieht sich durch die Anfragebeantwortung zur Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten in ihrer Kritik am bestehenden System bestätigt. Sowohl bei der Absetzbarkeit der Betreuungskosten als auch beim Kinderfreibetrag bleibe ein Großteil der Gelder liegen, bemängelte die Ministerin am Sonntag in einer Stellungnahme gegenüber der APA. Das sei nicht gerecht.

Familienförderung neu

Heinisch-Hosek bewarb daher einmal mehr das SPÖ-Modell für eine neue Familienförderung. Es sieht eine Abschaffung der Frei- und Absetzbeträge vor, im Gegenzug soll die Familienbeihilfe auf monatlich 225 bzw. 240 Euro (für Kinder ab 15) erhöht werden. Zuschläge soll es für  Kinder mit Behinderung und AlleinerzieherInnen geben. Laut Frauenministerium würden dadurch 150 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung frei. Von diesem Modell "haben alle Familien etwas", meinte die Ressortchefin, es sei "gerecht und kostenneutral." (APA, 5.11.2012)

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9 Postings
http://www.welt.de/wirtschaf... 44077653%7

Es ist zu hoffen, dass wir nicht bald solche Zustände wie in der BRD haben ... Arbeitgeber fordern nun, sobald es einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab 1 Jahr (wollen die Linken bei uns ja auch) gibt, dass die Elternzeit/Karenz radikal gekürzt wird.
Somit werden Mütter, die länger als 1 Jahr bei ihren Kindern bleiben wollen, wohl gekündigt werden bzw. massiv unter Druck gesetzt werden.
Toll - danke liebe Grün/Roten - aber immerhin zeigt sich, dass dies alles gewollt ist und System hat. Mütter sollen so schnell wie möglich wieder arbeiten gehen, egal ob sie das wollen oder nicht, die Kinder werden vom Staat betreut. Brave new world :-(

Ihre Parteipropaganda ist nur mehr peinlich.

naja die reicheren sollten froh sein, dass später mehr

Leistungsträger vorhanden sind. So viele Kinder zeugen die ÖVPler und Damen auch nicht, dass sie die Alterspyramide wettmachen können.

möglicherweise

ist vielen nicht klar, dass familien mit geringem grundeinkommen von steuererleichterung nicht abbeissen können. die brauchen monatlich richtiges geld aufs konto, aber nicht nur 1 x im jahr ein paar kreuzer von ihrer geringen ek/lst-steuerleistung retour.

Sozialhilfe ?

Negativsteuer

das wird die ÖVP freuen

naja, diese Idee kommt ja auch den bügerlichen Kleinstunternehmer oder Kleinbauern zu Gute

Falls die ÖVP ihre Klientel auch außerhalb der besser verdienenden Angestellten, höheren Beamten und Großunternehmern/Großbauern sieht,
werden sie nicht soviel dagegen haben.
Da ich sowohl in guten Zeiten, wo ich zwischen 3000€-4000€ brutto verdiente, nicht immer alles absetzen konnte und in den schlechteren aufgrund der wenigeren Steuern aufgrund des geringeren Einkommens schon gar nicht, wäre das für mich auch im Durchschnitt besser oder gleich gut.
Wenn die ÖVP allerdings Leistungsträger erst ab 4000€ brutto aufwärts definiert, für die aber die Abgaben wieder weniger werden (aufgrund des Wegfalls des gedeckelten ASVG Sozialversicherungsbeitrags), dann wird sie entsprechend viele Wähler aus der unteren-mittleren Mittelschicht verlieren!

bediengungsloses grundeinkommen und anpassung der vermögens- und einkommensniveaus... weniger aufwand, weit bessere gesellschaft...
mit sozial und demokratie im namen sollte das ja wohl noch drinnen sein...

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