"Dildo, Anus, Macht"

7. November 2012, 15:22

In Anlehnung an Rosa von Praunheim zeigt die Akademie der bildenden Künste "Rosa Arbeiter auf der goldenen Straße", umrahmt mit einer Konferenz

Die Akademie der bildenden Künste Wien zeigt von 10. November bis Februar 2013 die Ausstellung "Rosa Arbeiter auf goldener Straße". Dieser Titel stellt eine Hommage an den fast gleichnamigen Film "Rosa Arbeiter auf goldener Straße, Teil II" (1969) von Rosa von Praunheim dar. Der elf minütige, flamboyante Film stellt ein Paradebeispiel in der ambivalenten Ausrichtung von Geschlechterrollen und Sexualität dar und lasse sich aus heutiger Sicht queer lesen.

In der Ausstellung mischen sich künstlerische Positionen, die als folgerichtige Konsequenz die Kritik des Konzepts queer in der Repräsentation von stabilen, darstellbaren Identitäten verfolgen, mit jenen, die mithilfe von Verunsicherungstaktiken Zuschreibungen und Körperbilder abstrahieren. Aber auch formale Parameter wie die der Materialwahl und künstlerischen Technik rücken zunehmend in den Vordergrund. All das, so heißt es in der Aussendung, geschehe im Bewusstsein der feministischen Wurzeln von queer und dem emanzipatorischen Potenzial, das es beinhaltet.

"Dildo, Anus, Macht"

Einen zentralen Aspekt der Ausstellung "Rosa Arbeit auf goldener Straße" bilden künstlerische Denk- und Darstellungsformen, die eine Blickverschiebung oder gar historische Neuverortung und -bewertung vornehmen. Ergänzend dazu wird das Konferenzprojekt "Dildo, Anus, Macht: Queere Abstraktion" bestehend aus Vorträgen, Filmprogramm und Workshops zum Themenschwerpunkt. (red, dieStandard.at 7.11.2012)


Link

Konferenz-Programm: Dildo, Anus, Macht: Queere Abstraktionen

Info

Ausstellungsdauer: 10. November bis 3. Februar 2013

Ort: xhibit der Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz 3, 1010 Wien, 1. Stock

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr bei freiem Eintritt

Zu sehen sind Arbeiten von folgenden KünstlerInnen: Pauline Boudry/Renate Lorenz, Kaucyila Brooke, Katrina Daschner, Anna Daucikova, Vaginal Davis/Damiana Garcia, Justine Frank, Julian Göthe, Nilbar Güreş, Stefan Hayn, Katarzyna Kozyra, Mateusz Lesman, Ulrike Müller, Rosa von Praunheim, Karol Radziszewski, Roee Rosen, Hans Scheirl, Toni Schmale, Stefanie Seibold, Tejal Shah, Viktoria Tremmel, David Zeller

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8 Postings

Danke für den Link, wieder was gelernt :-)
Wusste bisher nicht, dass so was wie ein "Scat Slave" existiert - vielleicht können Sie mir ja mehr dazu erzählen, wie das so ist?

Da kann ich Dir auch nicht wirklich helfen, denn zum Glück verlangt keine Frau diesen Service von mir. Aber ich empfehle Dir Dich an eine Dominante in Deiner Nähe zu wenden. Ich glaube, Du solltest auch die reale Erfahrung sammeln.

eine gut gemeinte warnung an sie: wer so radikal denkt, erlebt irgendwann ein sehr böses erwachen. spätestens bei den eigenen kindern, die dann alles umdrehen. ist nicht gesund...

für masochistische heteromänner selbstverständlich

sexuell mehr richtung mainstream tendierende moderne menschen bevorzugen gleichberechtigung

Der natürlichen Ordnung sind deine privaten und persönlichen Gesellschafts-Regeln und Dogmen mit Sicherheit völlig gleichgültig!
Zum Glück!

Und warum merkt man von dieser natürlichen Ordnung in der Realität nichts?

Na warum wohl? Wegen dem pösen alles beherrschenden, die Frauen komplett unterdrückenden österreichischem Patriarchat!!

Bei den unter dem Link angebotenen Produkten stelle ich mir gerade vor, wie wohl die Reaktion von dieStandard auf T-Shirts mit "Meine Ehefrau ist auch meine Fußmatte" wäre. Aber wahrscheinlich ist die dort angebotene Version gar keine Männerverachtung und kein Sexismus, sondern lediglich ein Spielen mit den Geschlechterklischees... Man kennt ja die goldene Regel des Feminismus: Sexismus, Benachteiligung und Unterdrückung gibt es immer nur seitens der Männer gegenüber den Frauen...

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