"I'm not a fucking princess"

13. November 2012, 10:15
  • Eva Ionesco verklagt ihre Mutter Irina, die nach wie vor mit Nacktfotos ihrer Tochter an die Öffentlichkeit tritt.
    foto: apa/stephanie pilick

    Eva Ionesco verklagt ihre Mutter Irina, die nach wie vor mit Nacktfotos ihrer Tochter an die Öffentlichkeit tritt.

Die französische Schauspielerin Eva Ionesco klagt ihre Mutter wegen Nacktfotos, die sie als Kind von ihr machte und an den "Playboy" verkaufte

Paris - Wegen weit verbreiteter Nacktfotos aus ihrer Kindheit trifft sich die französische Schauspielerin Eva Ionesco einmal mehr mit ihrer Mutter vor Gericht. Die heute 47-Jährige forderte am Montag vor einem Pariser Gericht über ihren Anwalt 200.000 Euro Schadenersatz von der Fotografin Irina Ionesco. Sie will zudem alle Nacktfotos ausgehändigt bekommen, die ihre durch die Fotos bekannt gewordene Mutter in den 70er Jahren von ihr machte, als sie zwischen vier und zwölf Jahre alt war. Ein Urteil soll am 17. Dezember fallen.

Jüngstes "Playboy"-Modell aller Zeiten

Eva Ionesco war elf, als der "Playboy" im Oktober 1976 Nacktfotos von ihr druckte - nie zuvor hatte das Männermagazin Fotos von einem so jungen Mädchen veröffentlicht. Nacktaufnahmen von ihr wurden auch im Erotikmagazin "Penthouse" gedruckt. Das deutsche Nachrichtenmagazin "Spiegel" druckte im Mai 1977 ein Nacktfoto Ionescos auf der Titelseite zu einer Geschichte über "Kinder auf dem Sex-Markt: Die verkauften Lolitas" und wurde dafür vom deutschen Presserat gerügt. Eva Ionesco thematisierte die Aufnahmen und das Verhältnis zu ihrer Mutter 2011 in dem autobiografischen Film "I'm not a fucking Princess".

Ausschnitte aus "I'm not a princess", Quelle: www.youtube.com 

Feindseligkeiten im Gerichtssaal

Eva Ionescos Anwalt kritisierte die Fotos heftig, die Irina Ionesco damals von ihrer Tochter machte. "Wie kann man ein vierjähriges Kind seine Beine öffnen lassen und dann ein Foto davon machen?", fragte Jacques-Georges Bitoun. Eva Ionesco sei von ihrer Mutter nie wie ein Kind fotografiert worden, sondern wie eine "verkleidete Prostituierte". Seine Mandantin sei ihrer Kindheit beraubt worden. "Wenn es Kunst ist, ein Kind in einer solchen Positionen zu fotografieren, dann habe ich keine Ahnung von Kunst", sagte Bitoun.

Irina Ionescos Anwalt Rene-Jean Ullmann sagte, die damalige Zeit sei "liberaler und freizügiger" gewesen. Er warf Eva Ionesco "Hass" auf ihre Mutter vor und sagte, die 47-Jährige habe selbst immer wieder Nacktbilder aus ihrer Kindheit verkauft. (APA/red, dieStandard.at, 13.11.2012)

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ja, eine zuhältermutter.

ich finde kindermodels an sich und auch kinderfotos in der werbung obszön, egal ob happy peppi oder mit dunkler haut und hungeraugen für politisch ehrenwerte ziele.

wenn damals solche bilder verbreitet hat

warum hat man die mutter nicht angeklagt und hinter gitter gebracht?
4jährige in sexuellen posen abzulichten ist doch eindeutig kinderpornographie.

Solche Fotos sollen Kunst sein?
Ich lasse mir ja einreden, dass Fotos von Kindern in kindlichen Positionen Kunst sind, auch wenn die Kinder dabei nackt sind (Nacktheit an sich ist ja keineswegs was Negatives). Ich lasse mir auch einreden, dass erotische Fotos von erwachsenen Menschen Kunst sind.
Aber erotische Fotos von Kindern sind sexueller Mißbrauch und Pädophilie. Und dass bekannte und große Erotikmagazine ohne Konsequenzen Kinderpornos abdrucken können (und erotische Nacktfotos von Kindern sind Kinderpornos) finde ich sowieso erschreckend.

Man findet übrigens ganz leicht massenweise Fotos indem man den Namen googelt ... da kann man sich davon überzeugen, dass die Fotos nicht harmlos sondern eindeutig sexuell sind.

"Aber erotische Fotos von Kindern sind sexueller Mißbrauch und Pädophilie."

Und schon wieder wird mir starken Worten herumgeschleudert.

Einfache Frage: wie kann ein Foto Pädophilie sein?

Pädophilie, wie sie es schreiben, ist eine Neigung. Ein Foto ist keine Neigung.

Aber was Sie hier schreiben ist sowieso eine einzige Anleitung, wie Leute zu denken haben: Sie definieren, was Kunst ist und darf, sie liefern gleich Erklärungen, was diese Bilder alles sind ...

Ich frage mich grade, was ist verwerflicher? Diese Fotos zu machen, oder, angeregt durch diesen Artikel, die Fotos in Google zu suchen ;)

"Einfache Frage: wie kann ein Foto Pädophilie sein? Pädophilie, wie sie es schreiben, ist eine Neigung. Ein Foto ist keine Neigung. "

Geh komm, stell dich nicht so dämlich, du weißt genau wie es gemeint ist. Natürlich kann ein Foto nicht pädophil sein, pädophil sein können nur Menschen. Und Menschen, die eindeutig sexuelle Fotos von Kindern machen, sind pädophil.

"Ich frage mich grade, was ist verwerflicher? Diese Fotos zu machen, oder, angeregt durch diesen Artikel, die Fotos in Google zu suchen ;)"

Was ist daran verwerflich wissen zu wollen, worums eigentlich geht? Wenn mich ein Artikel interessiert, habe ich gerne eine Meinung dazu und für diese Meinung brauche ich oft zusätzliche Informationen. Im Artikel gehts nur um Nacktfotos, die alleine finde ich nicht schlimm, also wollte ich wissen um welche Art von Fotos es geht.

Das Problembewußtsein war vor 35 Jahren...

... noch längst nicht so entwickelt wie heute.

Andererseits hat man inzwischen auch erkannt, daß derartige Neigungen doch besser vorbeugend behandelt werden sollten, als wenn "schon wieder was passiert" ist (Silentium!)

Die Fotos stehen nicht einmal repräsentativ für die Zeit - der Großteil der Schandtaten spielte sich, ganz ohne Internet, "nur" mit Sofortbildern, im Familienkreis, hinter (Erziehungs)Heimtoren oder Kloster(internats)mauern ab.

Darüber sollte man sich eher erregen als über einige unappetitliche Fotos.

Dr. Heinz Anderle, Freigeist

späte Abneigung ...

es wora aundare zeit.

Wie krank muss eine Mutter sein, die von der eigenen Tochter pornografische Bilder macht und diese auch noch verkauft?

Wurde die Dame eigentlich auch wegen sexuellem Missbrauch von Minderjährigen angeklagt?

Scorsese auch krank (Jodie Foster/Taxi)?

Peter Blatty auch krank (Linda Blair/Exorzist)?
Nic Ut auch krank (Phan Thi Kim Phuc/Vietnam)?
Bill Hanson auch krank?

All die Heerscharen, die sich in den 70ern David Hamilton's vaselinweiche Fotos und Filme angesehen haben (und was war das für ein Boom damals!) - alle krank?

Und noch 200 Seiten an Beispielen von nackten Kindern in Kunst und Kultur über Epochen hinweg ließen sich hier aufzählen .. und ALLE wurde auch zu Geld gemacht.

Schlagen Sie lieber mal den Begriff "Pornografie" nach, oder kümmern Sie sich um Ihr Problem mit Nacktheit, auch jener von Kindern.

Habe die Ehre, Frau Lovejoy!

Nicht zu vergessen:

die "Schulmädchen-Report"-Reihe.

Wieso sagt DA mal keiner was?

Ihre Empörung in allen Ehren ...

aber sexueller Missbrauch bedeutet, dass an jemandem strafbare sexuelle Handlungen vorgenommen werden.

Dies war hier NICHT der Fall.

Bitte besser aufpassen, wenn Sie das nächste Mal solche heiklen Wörter verwenden!

Gewagte These

Beim sexuellen Missbrauch von Kindern als Begriff ist das Wort „Missbrauch“ von zentraler Bedeutung.

Aus Sicht der Psychologie ist des Weiteren zwischen verschiedenen Missbrauchsformen zu unterscheiden. Hierzu gehört auch der Missbrauch
ohne körperlichen Kontakt.

Hier von vornherein jegliche strafrechtliche Relevanz auszuschließen halte ich daher für gewagt.

Wenn Sie mit Verjährung argumentieren würden...vieleicht.

Keine Korinthenkackerei, bitte.

Ob man das nun als sexuellen Missbrauch oder sittliche Gefährdung oder unzulässigen Eingriff in die Privatsphäre betitelt oder sonst irgendwie in Juristendeutsch formuliert, ist hier irrelevant.

Was von "die zwei des" als Aussage des Postings gemeint ist, wird wohl auch allgemein verstanden - außer man will nicht verstehen.

Es ist eben NICHT irrelevant

Wenn man, geleitet von seinen Gefühlen, einfach IRGENDWELCHE Worte, die stark klingen und Emotionen wecken sollen, mit der eigentlichen Sache aber gar nichts zu tun haben, verwendet, dann ist das grob unsachlich.

Sie werfen einem Räuber auch nicht Raubmord vor, nur weils so ähnlich klingt und ein böses Wort drin steckt, das nur dazu dient, Emotionen zu schüren.

Was "die zwei des" geschrieben hat, wird nur von Leuten verstanden, die nicht nachdenken, was da genau steht.

Es ist hier m.E. irrelevant, weil nicht durch Wording Stimmung gemacht werden soll, sondern ein Missbrauch, der stattgefunden hat, benannt wird.

"Raubkopie" bspw. ist übelstes Wording, da dadurch eine Botschaft suggeriert wird, die bei einer schlichten Urheberrechtsverletzung nicht stattfindet.

Hier wurde m.E. "Missbrauch" aber nicht als Botschaft sondern als Tatsache verwendet, auch wenn dies als genaue Bezeichnung nicht einwandfrei sein sollte.

Ganz im Gegenteil hat es für mich den unangenehmen Beigeschmack, dass, wenn auf dieser Aussage nur wegen der juristischen Unzulänglichkeit herumgehackt wird, dies als seitlich abdriftende Relativierung der eigentlichen Tat getan werden könnte; das ist aber nur mein persönlicher Eindruck.

"ein Missbrauch, der stattgefunden hat, benannt wird."

Nein, weil das voraussetzt, dass einwandfrei geklärt ist, dass hier überhaupt einer stattgefunden hat. In dubio pro reo - aber wir gehen von UNSERER eigenen Meinung aus und halten diese für allgemeingültig.

Zudem habe ich nicht auf der Aussage wegen der juristischen Unzulänglichkeit herumgehackt, sondern darauf, dass hier ohne Bedacht mit harten Wörtern herumgeschleudert wird.

S. den Beitrag, diese Fotos seien "Pädophilie" - was völliger Unsinn ist, weil ein Foto, ein toter Gegenstand, keine Neigung sein kann. Aber dennoch: Pädophilie ist ein hartes Wort, das man, wie auch viele andere Wörter, allzu leichtfertig verwendet, um etwas zu benennen.

Der Verkauf eines Fotos einer nackten Elfjährigen mit gespreizten Beinen kann zu nichts anderem dienen als Pädophile und/oder persönliche Schäden zu bedienen und dadurch ein Einkommen zu erzielen, psychische Komponenten wie Machtspiele oder Sadismus einmal außen vor gelassen.

Bei einem derartigen Eingriff in die Intimsphäre einer zu dem Zeitpunkt Unmündigen kann nicht einmal auf provokative Kunst plädiert werden, zumal der Eingriff noch fortgesetzt wird, wenn die mittlerweile Erwachsene dagegen auftritt.

Beim Prozess im Dezember geht es daher wohl hoffentlich nur mehr um die Höhe der Strafe in Verbindung mit der Feststellung der Zurechnungsfähigkeit der Mutter und nicht mehr um die Frage, ob hier tatsächlich ein Missbrauch vorliegt.

Sexuelle Fotos von Kindern sind Kinderpornographie. Kinderpornographie ist sexueller Mißbrauch.
Sie sollten vielleicht von der weitverbreiteten Vorstellung abkommen, dass sexueller Mißbrauch mit einer erzwungenen Penetration gleichzusetzen ist.

?

Es kann aus Sicht der Psychologie zwischen verschiedenen Missbrauchsformen unterschieden werden.

Hierzu gehören der sexuelle Missbrauch:
ohne körperlichen Kontakt.

Aus Sicht der Psychologie

war es vor 100 Jahren noch schädlich, homosexuell zu sein, oder zu onanieren. Und jetzt?

Es geht hier nicht um die Meinung von Psychologen (die sich eh alle paar Jahre mal ändert), sondern darum, dass hier unbedacht mit harten Vorwürfen um sich geworfen wird.

Ich finde diese Fotos auch nicht korrekt, aber dennoch kann ich ihnen nicht etwas vorwerfen, was nicht der Fall ist.

Wenn zwei Geschwister sich küssen, kann ich dazu stehen wie ich will, aber es wäre völlig falsch, von meinem Abscheu und meinen Emotionen geleitet "Inzest!" zu schreien, weil es schlicht und einfach keiner ist.

Eigenwillige Argumentationslinie die Sie hier verfolgen.

Beim sexuellen Missbrauch von Kindern als Begriff, ist das Wort „Missbrauch“ von zentraler Bedeutung.

Es werden auch strafrechtlich verschiedene Missbrauchsformen unterschieden. Hierzu gehört auch der Missbrauch ohne körperlichen Kontakt.

Ob die rechtlichen Rahmenbedingungen vor 30 Jahren dem von mir kurz Dargelegten entsprechen, kann ich allerdings nicht sagen.

Ihre vehemente Verteidigung, Nacktfotos von 11-Jährigen Mädchen mit gespreizten Beinen zu machen und die der Öffentlichkeit zur Schau zu stellen, halte ich allerdings für "nicht der heutigen Norm entsprechend".

Eigenwillig, mag sein...

Aber ich beziehe mich auf Dinge, die tatsächlich gesagt wurden.

Wann, bitte, habe ich gesagt, dass ich diese Nacktfotos verteidige?? Im Gegenteil: ich sagte "Ich finde diese Fotos auch nicht korrekt".

Auch wenn Sie vielleicht aus juristischer Sicht Recht haben sollten (ich glaube, dass diese Bilder eher als Kinderpornografie, denn als sexuellen Missbrauch durchgehen würden), so hat der UP sein Urteil sicher nicht mit Bedacht gewählt.

Würde es in dem Artikel um zwei Geschwister gehen, die sich leidenschaftlich küssen, würde er garantiert "Inzest!" rufen, ohne zu wissen, was Inzest eigentlich ist - hauptsache es weckt Emotionen, und ich denke, darauf zielte "sexueller Missbrauch" auch ab.

"ich glaube, dass diese Bilder eher als Kinderpornografie, denn als sexuellen Missbrauch durchgehen würden"

Kinderpornographie ist aber auch sexueller Mißbrauch.

"Eva Ionesco war elf, als der "Playboy" im Oktober 1976 Nacktfotos von ihr druckte"

WTF?? was haben bitteschön bilder von nem 11-jährigem mädchen im playboy zu suchen??
sexualisierung von kindern, einfach krank sowas!

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