Polizei will Freier vertreiben

15. November 2012, 11:29

Laut Stadthauptmann Kraft wirke diese Strategie in Verbindung mit Alkoholkontrollen

Wien - Seit Monaten bemüht sich die Polizei, Freier aus dem Stuwerviertel zu vergraulen, um so die Straßenprostitution einzudämmen. Da man in den Prostituierten nicht das primäre Ziel sieht, setzen PolizistInnen bei den Männern an, und zwar durch Verkehrskontrollen. So auch Mittwochabend bei einer groß angelegten Aktion, an der Bereitschaftspolizei, lokale Kräfte sowie die Verkehrsabteilung beteiligt waren. Im Zuge dieser Kontrollen werden auch Alkoholtests durchgeführt, dies sei gar nicht das vorrangige Anliegen der Polizei, sondern man wolle den Freiern lästig fallen, so der Stadthauptmann Leopold Kraft.

Angesichts der massiven Blaulicht-Präsenz, man führe derartige Kontrollen praktisch jeden Tag durch, öfters auch durch Schnellrichter verstärkt, habe sich die Straßenanbahnung deutlich verringert, meint der Offizier. 15 Prostituierte seien derzeit noch - laut dem Wiener Prostitutionsgesetz - illegal im Stuwerviertel. Sie kommen aus sehr ärmlichen ehemaligen Ostblockstaaten, berichtet die APA.

Ob man das Problem nicht nur verdrängt? "Na hoffentlich", betonte Kraft. Schließlich sei der Straßenstrich in der Perspektivstraße, nur einige hundert Meter von dem Wohngebiet Stuwerviertel entfernt, ab 19.00 Uhr legal auszuüben. (APA, red, 15.11.2012)

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Das Selbstbestimmungsrecht der Frauen

und ihr Recht auf (über) den eigenen Körper wird in diesem Forum immer sehr betont. Warum hat sie dann nicht auch das (moralische) Recht, ihren Körper stundenweise zu vermieten?

Man kann's nicht oft genug sagen, aber hiermit nochmals dank an die Rot/Grüne Stadtregierung. Das Herz eines jeden Faschisten schlägt höher bei dieser tollen Frauenpolitik.

Nach der Verdrängung der Frauen von allen anderen Plätzen Wiens in den Prater, wird jetzt mit Schickanen dafür gesorgt, dass sie auch hier nicht stehen können. Das ist so gut wie ein Totalverbot.

Dass damit ca. 400 Frauen in teils ärgste Abhängigkeitsverhältnisse, in die Illegalität und (nicht nur sprichwörtlich) in den Wald getrieben werden ist ein Verdienst dieser tollen Stadtregierung. Sie werden das am nächsten Frauentag sicher ausgiebigst feiern....

Das Problem liegt auch anders

Nach dem eher dümmlichen ProstG. sollen die Bezirke ja ERlaubniszonen festlegen. Jeder Bezirksvorsteher mit nur ein wenig Durchsetzungsvermögen hat solche Erlaubniszonen strikt abgelehnt, damit die Heuchler unter seinen SChützlingen eine FReude haben. Nur Herr BV Kubik ist erwartungsgemäß eingenickt und hat die Erlaubniszone Prater akzeptiert.

Die Überschrift

lässt tief in das Innenleben des Redakteurs blicken, der wohl eher das Freierwohl als die Sicherheit der Prostituierten im Sinn hat.
Unverständlich! Und seien Sie so freundlich, und veröffentlichen Sie diese meine Kritik!

Zu so einem Schwachsinn

fällt mir tatsächlich nichts mehr ein...

Gut Herr Redaktuer, es wäre auch gut, wenn Sie in Zukunft Ihre Einfälle für sich behalten könnten!

und lesen Sie bitte alle, die sich für Prostitution so stark machen,

den Artikel in Ihrer eigenen Zeitung genau durch:
http://diestandard.at/135026145... lte-Frauen

Heuchler Heuchler über alles

Einige Bewohner des Stuwerviertels haben, obwohl sie in dieses Viertel in Kenntnis der Tätigkeiten der dortigen SWs gezogen sind, plötzlich einen Moralischen bekommen und verlangen von der Polizei ständige Kontrollen, obwohl Übertretungen des Prost. Ge, die Gesundheit der Bewohner ses Stuwerviertels keineswegs in irgend einer Weise schädigt.
Durch die unzumutbar hohe Zahl an Kontrollen im Viertel unterbleiben Kontrollen nach der stVO an den Hauptstrassen, obwohl Übertretungen der StVO, insb. Geschwindigkeitsübertretungen die Gesundheit der Anrainer aufgrund des dadurch verursachten Lärms schwer schädigt. Macht ja nichts, Hauptsache die Hauchler haben eine Freude.

Ich wohne dort und habe bisher noch niemanden getroffen, dem es gefallen hätte was die Polizei drt aufführt. Egal welchen Passanten man auf der Straße fragt, alle finden das einfach nur zum Ko..en.

Natürlich wird'S auch die von Ihnen beschriebenen "Moalischen" geben, aber die gibt's überall und wegen ammen Möglichen, dennoch fährt die Polizei nicht Wochenlang ganze Hundertschaften auf um denen zu gefallen.

Es ist wohl verständlich, dass Bürger Krimininalität jedweger Art aus ihrer Umgebung fernhalten wollen. Und Prostitution ist nun einmal eng mit Kriminalität wie Rauschgift und Menschenhandel verknüpft.

Sind Sie sicher?

Solange Prostitution an sich illegal war, hat es den Zusmmenhang Prostitution - Kriminalität gegebe.
Die Erfahriung in der äußeren Mariahilferstr. zeigt ein anderes Bild. Dort haben die Einbrüche in Geschäftslokale seit der Vertreibung der Sexworkerinnen stark zugenommen. Soviel zu Ihren Ängsten.
Den Heuchlern mit ihren angeblich hohen moralischen Anspüchen stört das aber nicht, nur die Leute die am Morgen die Lokale aufsperren wollen und Angst haben das Lokal beraubt vorzufinden. Diebstahl und Einbriuch ist nun einmal moralisch höherwertig als Prostitution (Ironie aus).

"Da man in den Prostituierten nicht das primäre Ziel sieht"

Sehr intelligent natürlich mal wieder.

Wie kriege ich den Drogenhandel schneller weg aus einer Gegend?
Indem ich die kleinere Zahl Händler schikaniere oder die größere Zahl Kunden?

Analog gilt das in dem Fall für Prostitution.

Ich habe Zweifel, ob das funktioniert, denn der Plan hat einen Logikfehler. Was soll das überhaupt in der Strasse X die Prostitution zu verbieten und in der Strasse Y zu erlauben?

Wenn sie dann durch diese nächtliche Präsenz die Freier vergrault haben, wird die Polizei auch nicht mehr jede Nacht dort kontrollieren. Dann kommen die Freier wieder und alles beginnt von vorne?

Vermutlich. Das läuft ja auch bei Gebieten mit verstärktem Drogenhandel etc. so.

Joggen im Prater

Ähnliche Szenarien kann man aber auch,auf s erste belustigend anzusehen,in der legalen Zone Prater/Perspektivstraße (beim Joggen!!) beobachten:
Freudig-lüstern einfahrende Typen im BMW,Mercedes uäm. mustern die Prost. im Schritttempo fahrend-während am Ende der Straße bereits seitlich perfide die Polente wie die Spinne im Netz auf ihre Opfer wartet...
Klar,ham nix andres verdient...
Andererseits: nat. wird so der Strich erst recht wieder in die Illegalität abgedrängt!

deshalb

ist ja auch der einzige vernünftige weg, prostitution aus der halblegalität zu holen, eine sozialversicherungspflicht einzuführen und das ganze so zu behandeln, wie jede andere arbeit auch. damit ist den frauen gedient und auch den kunden. das nachsehen haben natürlich alle, denen der "kampf gegen die unzucht" oder wie das heute heißt, ein zufriednes leben ersetzt.

Prostitution und "Zufriedenes Leben"?

auf welchem Stern leben Sie?

Nein, damit ist den Frauen eben NICHT gedient (den Frauenkäufern hingegen sehr wohl, das haben Sie sogar richtig erkannt). Außerdem kämpfen Feministinnen nicht gegen "Unzucht", sondern für die Gleichberechtigung der Frauen - und mit dieser ist Prostitution selbstverständlich völlig unvereinbar.

http://action.web.ca/home/catw... 1c24bbc8d9

http://www.irishexaminer.com/ireland/t... 83894.html

Hihihi...

... Prostitution ist die Mutter aller Geschäfte. Feministinnen, die sich prinzipiell gegen Prostitution aussprechen, haben Feminismus nicht verstanden und arbeiten paradoxerweise gegen das eigene Geschlecht.

Glauben Sie mir Prostitution per se ist mit allem vereinbar und wird solange nicht aus der Welt verschwinden, solange es den Sexualtrieb gibt.

Wenn Sie gescheit wären, dann müssten Sie dieses Geschäft aus der Schmuddelecke rausholen und wieder zum angesehenen Geschäft machen (was es durchaus einmal war). Also Rahmenbedingungen schaffen, wie der Vorposter auch beschrieben hat.

Erklären sie mir bitte, warum Prostitution mit der Gleichberechtigung unvereinbar ist?
Menschenhandel, Ausbeutung ist unvereinbar mit unseren Gesetzen - Aber Prostitution?

Ganz einfach

Würde Prostitution als normale Dienstleistung gesehen werden, so gäbe es nicht mehr Berührungspunkte mit der Kriminalität wie bei anderen Geschäftszweigen.
Die Gelichstellung von Prostitution mit Menschenhandel ist mehr als zweifelhaft. So hat eine Studio in Italien ergeben, dass der Anteil der höher Gebildeten (Matura, Studium) unter den Sexworkerinnen deutlich über dem Durchschnitt der Bevölkerung liegt.
Glauben Sie wirklich dass Akademikerinnen gar so leicht gehandelt werden können um zwangsweise der Prostitution zugeführt zu werden?

Erklären sie mir bitte, inwieweit Prostituierte und Käufer gleichberechtigt sind. Sie argumentieren als ob sie und andere Freier beklagenswerte Opfer des Menschenhandels seit.

Da Sie meine Frage nicht beantworten wollen und/oder können, werde ich ihre Gegenfrage beantworten:

Ein(e) Prostituierte(r) hat per se laut Gesetz fast die gleichen Rechte wie ein Kunde/in.
Der einzige(!) Unterschied besteht darin, dass (gesetzt den Fall, der/die Kunde/in arbeitet nicht auch als Prostituierte(r)), der/die Kunde/in in seinem/ihrem Beruf sozialversichert, arbeitslosenversichert, krankenversichert und pensionsversichert ist.

Würde dies nun auch noch für den Berufszweig der Prostitution eingeführt werden, dann wäre doch tatsächlich Gleichberechtigung hergestellt.

Also, und nun erklären Sie mir bitte, woher die abstruse Meinung kommt, dass Prostitution mit Gleichberechtigung unvereinbar sei!!!

sinnerfassendes Lesen hilft...

sehr gut vergleichbar ist hier das recht auf abtreibung

dessen stärkstes argument ja ist, daß sie immer stattfindet, nur wenn sie illegal is,t unter unwürdigen und gefährlichen umständen für die frauen.

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