Polizei will Freier vertreiben

Laut Stadthauptmann Kraft wirke diese Strategie in Verbindung mit Alkoholkontrollen

Wien - Seit Monaten bemüht sich die Polizei, Freier aus dem Stuwerviertel zu vergraulen, um so die Straßenprostitution einzudämmen. Da man in den Prostituierten nicht das primäre Ziel sieht, setzen PolizistInnen bei den Männern an, und zwar durch Verkehrskontrollen. So auch Mittwochabend bei einer groß angelegten Aktion, an der Bereitschaftspolizei, lokale Kräfte sowie die Verkehrsabteilung beteiligt waren. Im Zuge dieser Kontrollen werden auch Alkoholtests durchgeführt, dies sei gar nicht das vorrangige Anliegen der Polizei, sondern man wolle den Freiern lästig fallen, so der Stadthauptmann Leopold Kraft.

Angesichts der massiven Blaulicht-Präsenz, man führe derartige Kontrollen praktisch jeden Tag durch, öfters auch durch Schnellrichter verstärkt, habe sich die Straßenanbahnung deutlich verringert, meint der Offizier. 15 Prostituierte seien derzeit noch - laut dem Wiener Prostitutionsgesetz - illegal im Stuwerviertel. Sie kommen aus sehr ärmlichen ehemaligen Ostblockstaaten, berichtet die APA.

Ob man das Problem nicht nur verdrängt? "Na hoffentlich", betonte Kraft. Schließlich sei der Straßenstrich in der Perspektivstraße, nur einige hundert Meter von dem Wohngebiet Stuwerviertel entfernt, ab 19.00 Uhr legal auszuüben. (APA, red, 15.11.2012)

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