Justiz ermittelt gegen Webseite kreuz.net

Homophob, muslimfeindlich, antisemitisch: Volksverhetzung lautet der Vorwurf - Zuletzt war Dirk Bach Opfer der Hasstiraden

Berlin - Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Volksverhetzung gegen die Betreiber der Internetseite kreuz.net. Es habe mehrere Anzeigen gegen die Seite mit vermeintlich katholischen Nachrichten gegeben, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Damit wurde ein Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigt.

Auf der Seite wird auch gegen den Anfang Oktober gestorbenen, schwulen Schauspieler Dirk Bach gehetzt - dieStandard.at berichtete darüber. Zuletzt hatte Grünen-Vorsitzende Claudia Roth gefordert, die Suche nach den Hintermännern des extremistischen Internetportals auszuweiten. Lesben- und Schwulenverbände verweisen seit Jahren darauf, dass auf dieser Internetseite regelmäßig Verhetzung stattfinde.

Webseite auf den Bahamas

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die Seite nach eigenen Angaben im Blick. Es gebe oft homophobe, muslimfeindliche und antisemitische Äußerungen. Weil die Website auf den Bahamas registriert sei, stoße der Verfassungsschutz bei der Sperrung an seine Grenzen, hieß es. (APA, red, 16.11.2012)

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