Freie Abstimmung über Quote im Bundestag gefordert

Grüne-Fraktionschefin will den Fraktionszwang aufheben - EU-Kommission will 40 Prozent Frauen bis 2020

Berlin/Brüssel - Die deutsche Grünen-Fraktionschefin Renate Künast hat für die Abstimmung über die Frauenquote im Bundestag die Aufhebung des Fraktionszwangs gefordert. "Wenn die Frauen in den Reihen von Schwarz-Gelb nur klammheimlich die Quote unterstützen, ändert das nichts an den Gesetzen. Sie müssen den Mut haben, in einer freigegebenen Abstimmung auch so zu votieren", sagte Künast der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagausgabe).

Es fehlten nur etwa 20 Stimmen aus dem Regierungslager, um eine Frauenquote für die Aufsichtsräte festzuschreiben. Der Bundestag will Anfang Dezember abstimmen. Erst vor kurzem hatte Horst Seehofer (CSU) die Regierung aufgefordert, gegen die Quote zu stimmen und die EU-Kommission aufgefordert sich "lieber um Wachstum und Arbeitsplätze in Europa zu kümmern". Die EU-Kommissarin Viviane Reding schlägt einen Anteil von 40 Prozent Frauen bis 2020 vor und konnte mit diesem Vorschlag auch die Mehrheit ihres Kollegiums überzeugen. (APA, red, dieStandard.at, 22.11.2012)

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Bis 2020 ...

Das muss man sich mal vorstellen! Irgendwann soll die Quote mit 40 % kommen, obwohl Frauen über 50 % der Bevölkerung ausmachen und obwohl mittlerweile sogar der einfältigste Mann weiss, dass Frauen in der Wirtschaftswelt effizienter und besser als Männer agieren.

Ich baupte einmal

dass 80-90% der Konzerne, die börsennotiert sind, Produktionsbetriebe sind.

Dann haben wir die Situation, dass - um in jene Hierachie-Ebenen zu kommen, die für Quoten relevant sind - ein fachspezifisches Studium wichtig ist: Also Wirtschaft und/oder Ingenieurwesen. Nachdem Frauen aber nur max. 10% der Ingenieurwesen-StudentInnen stellen, ist es klar, dass sich statistisch nur 30% der AnwärterInnen Frauen sein können.

Von diesen 30% wählen jedoch (leider) viele geeignete Frauen die Aussage "Ich will mir das nicht antun" (warum auch immer) und schon haben wir die 10-15%, die heute da sind.

Der erste Schritt für Frauen wäre, in die Technik-Studien (ausser Architektur) und ins Rechnungswesen zu strömen.

lg
Dimple

"obwohl mittlerweile sogar der einfältigste Mann weiss, dass Frauen in der Wirtschaftswelt effizienter und besser als Männer agieren."

Ich dachte Männer und Frauen sind gleich?

männer und frauen sind nur partiell gleich.

dann, wenns der sache dienlich ist.

Women are Superior

Nun, nein, aber es ist politisch korrekt, um Gleichberechtigung für Frauen zu erlangen, die in einer patriarchalen Umgebung immer noch nicht gewährleistet ist.

Tatsächlich ist die Frau dem Mann überlegen. Das wissen oder ahnen auch (fast) alle Menschen. Allerdings sind die Menschen noch nicht so weit es offen zuzugeben, da sie jede Veränderung scheuen.

Auch streben viele Frauen nach Gleichberechtigung und binden dafür viel Energie. Diese Energie fehlt im Moment noch im Streben nach "Female Supremacy". Aber ich bin überzeugt, dass die Frauen sukzessive wieder ihre natürliche Macht erkennen, annehmen und sie auch nutzen.

Das Hoffen Wir Alle!

Female Supremacy ...

Aha.
Ich sage nur: Medizin-Aufnahmetest

Aha, ich sage nur: Falscher Thread!

Da war mal etwas vor ein paar Wochen, aber suchen musst du schon selbst ...

"Falscher Thread" sagt jetzt genau wer?

Das ist hier durchaus der richtige Thread.
Der EMS bleibt ein aktuelles Problem - so wie jede Form von Wettbewerbsverzerrung im Dienste obskurer Ideologien.

Gibt es dafür auch irgendwelche Beweise?

Nein, denn wenn das wahr wäre, würden auf Profit bedachte Manager nur Frauen einstellen. Also ist es nicht wahr. Warum wiederholen Sie dann laufend diese Unwahrheiten?

Ja, es gibt Beweise zur Genüge:
Die Realität!

Der auf Profit bedachte Manager ist auf seinen eigenen Profit bedacht und stellt deshalb keine Frauen ein.
Merke: Das Wichtigste für einen Manager oder (mittlerweile auch) Polit-Bonzen ist es, die eigene Position zu sichern, damit auf jeden Fall genug Geld (Provision/Bonus/Gehalt) auch auf dem eigenen Konto landet.

Also entweder Männer sind so böse dass Sie keine Frauen einstellen, oder Männer sind so böse dass sie nur auf den Profit schauen. Beides geht nicht, wenn Frauen für gleiche bzw. offenbar bessere Arbeit angeblich um so viel weniger Kohle bekommen.

Aber nur Ihre gefühlte Realität, nicht die echte.

Da gibt es keinen Unterschied.

Ja eh... _tätschel_ ;-))
Da ist dein Fisch, Tröllchen!

"Der auf Profit bedachte Manager ist auf seinen eigenen Profit bedacht und stellt deshalb keine Frauen ein."

nachdem frauen je nach statistik bis zu 40% weniger für exakt die gleiche arbeit verdienen, kann der auf eigenem profit bedachte manager ja gar nicht anders als nur mehr frauen einstellen.

Setzten Sie mal 5 Frauen in ein Büro.

Nach kurzer Zeit wird die Schwächste oder die unpassenste bereits gemobbt.
DAS ist die Realität.

Setzen Sie mal 5 Kerle in ein Büro.

Nach kurzer Zeit wird eine Hierarchie ausgebildet sein. Sollte überhaupt gearbeitet werden, bekommen Sie nach längerer Zeit und wenn genug Druck innerhalb der Hierarchie aufgebaut wurde, halbfertige Ergebnisse.

Sie müssen dauernd auf die Kerle aufpassen, sie kontrollieren, anspornen, loben und tadeln. Damit wenigstens irgendetwas voran geht. Ansonsten beschäftigen sich diese Kerle nur noch mit ihren Hierarchie Ritualen.

Sie fragen sich relativ schnell, wozu Sie diese 5 bezahlen und warum der Effizienzgrad fast auf Nulllinie liegt.

DAS ist die Realität. Stört nicht, wenn man Manager ist und die einzige Priorität ist, das eigene Konto zu füllen. Geht nicht, wenn es sich um die eigene Firma handelt.

Die 5 Kerle kommen hervorragend miteinander aus.

Sind hochmotiviert und gehen nach der Arbeit auf ein Bier, wo sie die laufenden Projekte weiter besprechen und sehr kreative Ideen entwickeln und dabei auch noch ihre Vernetzung vorantreiben.

Komisch eigentlich wo doch Frauen soviel weniger verdienen und dann der Profit steigen müsste

frei sollte eigentlich jede abstimmung sein. weg mit dem antidemokratischen fraktionszwang!

Entweder Quoten für jeden Bereich und für beide Geschlechter.

Sicher nicht für Elitenveranstaltungen wie Aufsichtsräte.
Da geht es darum, dass höhere Töchter leicht und rasch zu prestigeträchtigen, bestdotierten Jobs kommen sollen.
Das ist wie bei den Medizin-Aufnahmetests. Da fielen zuviele Töchter von Ärzten durch - also wurden einfach die Regeln für Kandidatinnen verändert.
Deshalb gilt die Quote nur für Aufsichtsräte. Niemand denkt an eine Ausdehnung auf andere Bereiche. Denn dann würden alle profitieren. Was nicht sein darf. Nur die Eliten und ihre Kinder sollen es schön und leicht haben.
Ein Aufsichtsrat hat sehr wichtige Arbeit zu leisten. Gerade dort ist kein Platz für Quotenleute. Apparatschiks wie Künast oder Reding haben vom realen Leben außerhalb ihres geschützten Bereichs null Ahnung.

Bei einer freien und geheimen Abstimmung stirbt jede Quote.

Wenn sie die Abstimmung gleichzeitig geheim durchführen ließe, hätte sie meine Unterstützung.

Aso ist das.

Da will das Parlament demokratisch eventuell fuer Gleichberechtigung stimmen (d.h. keine Quote), und jetzt wollen die die Spielregeln hier auf einmal aendern.

So ist also das Demokratieverstaendnis der Gruenen. Hat nicht viel mit Demokratie zu tun.

Dass das Demokratieverständnis der Grünen etwas gestört ist, kannst dir auch in Wien anschauen. Demokratie ist laut denen anscheinend immer nur dann gut, wenn eh das rauskommt, was sie haben wollen.

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