Wider die Gewalt an Frauen

Ansichtssache
25. November 2012, 09:47
Bild 1 von 16»
Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: reuters/stringer

Von den Schergen des Diktators Rafael Trujillo überfallen, entführt, vergewaltigt, gefoltert und ermordet: Das war das tragische Ende dreier Schwestern am 25. November 1960. Seither gelten die Schwestern Mirabal als Symbol für den dominikanischen Widerstand gegen die Diktatur.

Bild: Dominikanische Republik.

weiter ›
Share if you care
Posting 1 bis 25 von 254
1 2 3 4 5 6

Hier tun die meisten Männer so, als ob es außer Mord keine Gewalt gäbe. Vergewaltigung fällt wohl nicht unter Gewalt für Antifeministen?

Nachdem "Überredung zum Sex" nach der feministischen Definition bereits Vergewaltigung darstellt...

Nein, das fällt nicht mehr unter Gewalt.

"Überreden" heißt übersetzt bei Ihnen wohl nötigen und drängen, nennen Sie die Dinge doch gleich beim richtigen Namen!

Ein kleines aber nicht unbedeutendes Faktum:

Laut UNO sind weltweit 80 Prozent aller Mordopfer und Täter Männer.

Dass Männer im Allgemeinen gewalttätiger sind als Frauen - und zwar über alle Kulturgrenzen hinweg -, war schon immer so, und wird wohl auch von kaum jemandem abgestritten.

Trotzdem rechtfertigt das mE nicht, den Umstand, dass dieser Gewalttätigkeit nicht ausschließlich Männer zum Opfer fallen, sondern auch Frauen in geringerem Maße davon betroffen sind, gesondert herauszugreifen, und als Missstand anzuprangern. Damit werden nämlich männliche Opfer implizit zu Opfern zweiter Klasse abqualifiziert, deren Leben anscheinend weniger schützenswert ist, nur weil sie das Pech haben, zum tendenziell gewalttätigeren Geschlecht zu gehören.

Wollen Sie den Opfern das Recht nehmen, gegen die Taeter zu protestieren?

Gewalt ist mehr als Mord. Oder kennen Sie als einzige Form von Gewalt Mord?

Mord ist halt die schlimmste und am eindeutigsten definierbare Form von Gewalt. Deshalb gibt es dazu auch die meisten Daten. Und ich denke, dass Mordzahlen durchaus eine gute Indikatorfunktion für das allgemeine Ausmaß an Gewalttätigkeit haben.

Mord ist halt die schlimmste und am eindeutigsten definierbare Form von Gewalt.

Nun, Vergewaltigung ist ebenfalls eine eindeutig definierbare Form von Gewalt. Sie hat neben der physischen Komponente für das Opfer eine psychische. Und nur weil es in manchen Ländern weniger Anzeigen gibt (die Gründe dafür sind verschieden), kommt sie weniger vor und ist als Gewaltform weniger real? Auch der strafrechtliche Umgang mit dem Tatbestand Vergewaltigung ist ein guter Indikator für das Ausmaß von Gewalt.

Und das ist jetzt nur das Beispiel Vergewaltigung.

wider DER gewalt, sehr geehrte sprachprofinnen

Unsinn!

Bei 'wider' handelt es sich um eine Präposition, die nach einem Akkusativ verlagt; folglich heißt es auch "wider DIE Gewalt", sehr geehrter Sprachprofi (?).

Warum kann man nicht einfach einen Tag gegen Gewalt machen?

Ist es besser, wenn die Gewalt gegen Männer gerichtet wird? Richtiger? Weniger schützenswert / verachtenswert?

Das kann ich wirklich nicht verstehen...

"Warum kann man denn nicht einfach einen Tag gegen Gewalt machen?"

Können Sie doch, oder werden Sie daran gehindert?
Wenn ja von wem?
Haben Sie es überhaupt versucht?

Oder meinen Sie mit "man" eher diejenigen, die wider die Gewalt an Frauen protestieren?

Wenn ja: wie kommen Sie auf die Idee, anderen sagen zu wollen, wofür oder wogegen sie sich engagieren sollen?

Ich finde immer gut, wenn sich Menschen ÜBERHAUPT für Sinnvolles und/oder gegen Gewalt egal welcher Art stark machen und halte es für kontraproduktiv, gerade solche Leute mit ständiger Kritik zu entmutigen.

sie haben recht :-)

und: cooler nick :-)

all die, die engagement gegen gewalt gegen männer einmahnen: es hindert nicht nur niemand andere an initiativen, es sind natürlich auch bei männlichen gewaltopfern die täter meist männer....

Tag gegen Gewalt

Gewalt gegen Männer ist schlimm, das ist wohl (mindestens fast) allen bewußt, die Gesetze stellen sie unter Strafe.
Gewalt gegen Frauen ist jedoch wurde lange an vielen Stellen nicht als Problem gesehen, so ist z.B. Genitalverstümmelung erst verboten, strafbar und verfolgbar, seit viele Menschen dagegen protestiert haben.
Auch vor den Protesten gab es zig bis hunderte Millionen betroffene Frauen, auch vorher starben (je nach Variante) bis zu 20% der betroffenen Mädchen qualvoll daran, trotzdem war es weder verboten noch ein Asylgrund, es galt als "Kultur", nicht als Gewalt.

Trotz Verbot und Ächtung (die ich als Früchte der Proteste sehe) ist das Thema aber nicht gegessen:
http://blog.afroclub.org/verbreitu... afrika.htm

Immer wieder diese Polarisierung

GEWALT hat weder ein Geschlecht noch eine Kultur.
Somit gegen GEWALT. Ende.

"Immer wieder diese Polarisierung GEWALT hat weder ein Geschlecht . Somit gegen GEWALT. Ende"

Da Sie und Ihre Grünstrichler so genau Bescheid wissen:
Welche konkreten Schäden entstehen denn durch diese "Polarisierung"? (Postings wie das Ihre?)
Warum machen denn all die Menschenrechtsorganisationen und -aktiven (z.B. Links unten) immer wieder diesen gleichen "Fehler"? Aus Unwissenheit, aus Dummheit oder aus Bosheit vielleicht? (*knurr*)

http://www.amnesty.de/journal/2... ger-frauen
http://www.misereor.de/index.php... deactivate
http://www.intact-ev.de/
http://www.panzihospital.org/about/dr-... is_mukwege
http://www.medicamondiale.org/
http://frauenberatung.at/
http://de.wikipedia.org/wiki/Gree... t_Movement
http://de.wikipedia.org/wiki/Shirin_Ebadi
http://de.wikipedia.org/wiki/Hamida_Barmaki

Welche Schäden entstehen? Das Gewalt gegen Männer gesellschaftlich tolleriert wird, das Gewalt gegen Männer als harmloser abgestempelt wird, und das man mittlerweile in manchen Ländern Mord an frauen schlimmer verurteilt als jenen an Männern.

Warum das alle machen? Weil wir es gewohnt sind Frauen in der Opfer- und Männer in der Täterrolle zu sehen.
Weil, wie oben geschrieben, Gewalt gegen Frauen und Kindern als schlimmer angesehen wird als Gewalt gegen Männer.

Gehe in dich, recherchiere, lese und informiere dich!

Vielleicht erfährst du auch andere Erkenntnisse, wie die Tatsache, dass über 98 % aller Verbrechen von Männern ausgeübt wird. Zum Beispiel.

Dann halten Sie sich am besten von den bösen Männern fern. Sie werden von ihnen wohl nicht vermisst werden.

Lesen bildet

Diese 98% sind zu 100% Unsinn.

Studie bitte.

Wetten weit mehr als 50% der Opfer sind männlich?

die 98 % sind nicht zufällig erfunden?

Blos, daß es hier um Gewaltopfer geht. Hier um weibliche (womit ich persönlich kein Problem habe). Und dem Ausgangsposter auch um männliche (womit ich persönlich auch kein Problem habe).
Es geht nicht, nicht, nicht, und nochmals nicht um die Frage, daß die Männer viel häufiger Täter von Verbrechen sind, Frauen viel seltener - oder vielleicht doch häufiger als gedacht... etc. usw. ... Der gleiche Irrtum, dem ich Makaberich unten antwortete, die gleiche ewige Leier der generellen Täterzuschreibung an die jeweils anderen, mit denen man sich nicht identifiziert, die das einzige ist, an die gewisse "Femis" und "Maskus" hier einzig bei dem Thema denken können, und bis zum Erbrechen reproduzieren.

und was ändert das an der Aussage vom Vorposter?

Erschreckend, wie Frauen, die "richtige" Gewaltopfer sind, für feministische Kampfpropaganda herhalten müssen.

Posting 1 bis 25 von 254
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.