Stalking wird erstmals Straftatbestand

Regierung Cameron will damit Sicherheit der Opfer stärken

London - In England und Wales gilt Stalking, das beharrliche Nachstellen von Personen, seit Sonntag als eigener Straftatbestand. Die Regierung von Premierminister David Cameron will damit die Sicherheit der Opfer stärken. Die neue Gesetzgebung unterscheidet zwischen Stalking und Stalking unter Androhung von Gewalt. Die dafür vorgesehenen Strafen reichen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren Gefängnis. Bisher wurde Stalking als Belästigung ("harassment") geahndet.

Mehrheit der Stalking-Opfer ist weiblich

Laut einer aktuellen parlamentarischen Untersuchung werden pro Jahr 120.000 Menschen, in der Mehrzahl Frauen, Opfer von Stalkern. Lediglich 53.000 Fälle wurden von der Polizei als Straftaten eingestuft. Die Täter wurden bisher nur in den seltensten Fällen zur Rechenschaft gezogen. Die Regierung hatte nach mehreren Stalking-Morden in den vergangenen Jahren Handlungsbedarf gesehen. (APA, 26.11.2012)

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