Unisex-Verträge beschlossene Sache

Zudem werden Diskriminierungen von Behinderten beseitigt

Wien - Frauen und Männer werden künftig die selben Versicherungsprämien zahlen. Der Nationalrat hat Mittwochnachmittag einstimmig die Einführung von Unisex-Tarifen beschlossen.  Ferner wurde ein Diskriminierungsverbot für Behinderte festgeschrieben. Bei Verstößen sind erweiterte Verbandsklagen möglich.

Bisher konnten Versicherungen unterschiedliche Prämien für die Geschlechter festlegen. So hatten Frauen etwa bei Unfallversicherungen wegen des weniger risikoreichen Fahrstils meist weniger zu bezahlen, Männer dafür bei Rentenversicherungen, weil sie kürzer leben.

Anpassung an höhere Prämien befürchtet

Die Grünen, die bei der Abstimmung übrigens sogar mit weniger Abgeordneten anwesend waren als das fünfköpfige Team Stronach, zeigten sich trotz ihrer Zustimmung besorgt, dass die Neuregelung für die Versicherten unangenehme Folgen haben könnte - nämlich derart, dass die Prämien jeweils an den höheren Wert angepasst werden. So werde man genau beobachten müssen, ob nicht ein unangenehmer Kollateralschaden entstehe, meinte Justizsprecher Albert Steinhauser. (APA)

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