Unisex-Verträge beschlossene Sache

5. Dezember 2012, 17:25

Zudem werden Diskriminierungen von Behinderten beseitigt

Wien - Frauen und Männer werden künftig die selben Versicherungsprämien zahlen. Der Nationalrat hat Mittwochnachmittag einstimmig die Einführung von Unisex-Tarifen beschlossen.  Ferner wurde ein Diskriminierungsverbot für Behinderte festgeschrieben. Bei Verstößen sind erweiterte Verbandsklagen möglich.

Bisher konnten Versicherungen unterschiedliche Prämien für die Geschlechter festlegen. So hatten Frauen etwa bei Unfallversicherungen wegen des weniger risikoreichen Fahrstils meist weniger zu bezahlen, Männer dafür bei Rentenversicherungen, weil sie kürzer leben.

Anpassung an höhere Prämien befürchtet

Die Grünen, die bei der Abstimmung übrigens sogar mit weniger Abgeordneten anwesend waren als das fünfköpfige Team Stronach, zeigten sich trotz ihrer Zustimmung besorgt, dass die Neuregelung für die Versicherten unangenehme Folgen haben könnte - nämlich derart, dass die Prämien jeweils an den höheren Wert angepasst werden. So werde man genau beobachten müssen, ob nicht ein unangenehmer Kollateralschaden entstehe, meinte Justizsprecher Albert Steinhauser. (APA)

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13 Postings

Liebe Frauen,

ihr dürft nun mehr bezahlen! So, was gehen wir als nächstes an?

Gut, dann wird der Nationalrat als nächstes hoffentlich die Unisex-Wehrpflicht einführen um die Diskrimierung der männlichen Bevölkerung aufzuheben. Auch Frauen sollten ihren Beitrag in Zeiten des Gender Mainstreaming leisten. Schließlich gibts doch den Geschlechtsunterschied nur im Kopf, sagen uns seit langem Feministinnen und Grüne.

Unüberlegtes Genörgle

(Viele) „Feministinnen und Grüne“ sagen aber auch, dass die Wehrpflicht am besten ganz abgeschafft gehört.

ja, mit diesem tollen vorwand würgen sie schon seit jahren die diskussion über tatsächliche gleichberechtigung ab

bis dahin haben sie sich allerdings lieber dafür eingesetzt, dass frauen das recht haben ein bisschen beim heer zu sein, anstatt sie zu verpflichten.
mit gleichberechtigung hat das natürlich nichts zu tun, aber das ist ja auch nicht das ziel der meisten feministen.

wie sieht es mit unisex bezüglich des pensionsantrittsalters aus? auch eine alte forderung der feministen?

"Feministinnen und Grüne" benutzen seit Jahren die Ausrede, das die Wehrpflicht abgeschafft gehört. Ah ja, und die Wehrpflicht wird nächste Woche abgeschafft, oder? Eben.
Und bis dahin können sehr wohl auch Frauen eingezogen werden.Freiwillig tun sie es ja schon und Polizistinnen gibts auch schon seit Jahren,obwohl der Job weit gefährlicher ist als Soldat beim Heer.
Gleichberechtigung heisst nicht nur gleiche Rechte, sondern auch gleiche Pflichten. Ansonsten ist es nichts anderes als sich die Rosinen aus dem Teig picken.

Als nächstes stehen die Tarife beim Friseur auf dem Plan. Dann wir auch diese himmelschreiende Ungerechtigkeit endlich ausgemerzt sein und wir Männer dürfen dann auch EUR 150,- für einmal Nachschneiden bezahlen. Gleichstellung Hurra!

Ja, Herr Steinhauser, Sie haben vollkommen recht

Diese Maßnahme wird zu nichts anderem führen, als dass die bisher günstigeren an die teureren Tarife angeglichen werden. Also insgesamt gesehen eine Verteuerung für alle.

Besten Dank an Sie und Ihre GleichgesinntInnen für den Wahn, alles vereinheitlichen zu wollen. Das Ergebnis, wie immer bei solchem Unsinn: Verschlechterung für alle. Vielen Dank auch.

nein, natürlich werden die einzelnen tarife für das jeweilige geschlecht billiger werden

ist ja schon längst berechnet und tarifiert.

das bedeutet, dass frauen in kürze darüber jammern werden, dass die prämien für ablebens- und kfz versicherungen für sie steigen, die ja deutlich öfter vorkommen als rentenversicherungen mit lebenslangen renten bei denen sie geringfügig profitieren.
aber bitte.

lang lebe die gleichberechtigung, egal wie stumpfsinnig sie auch sein mag.
aber wehe jemand kommt auf die idee im zusammenhang mit dem pensionsantritt oder der wehrpflicht das thema auch nur anzurühren

"Also insgesamt gesehen eine Verteuerung für alle."

Eigentlich nicht, sondern eine Anpassung der (man koennte meinen zu billigen) Tarife der Frauen, an die der Maenner (zumindest bei Rentenversicherungen).

Objektiv gesehen zahlen dann alle gleich viel :)

Aber ich muss schon sagen dass es mich amuesiert, das Resultat des immer proklamierten "gender-sensiblel", "gender-demokratisch" etc.

Klingt nur auf den ersten Blick gut.

Ist aber an der Realität der Versicherungsmathematik vorbeigegendert....

Wen interessiert schon die Realität?

Hier wurde etwas gleich gemacht, was nicht gleich ist.
Das wird sich rächen.

Gleichstellung erreicht.

Ein Feiertag!!

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