Alle Jahre wieder: Stille Nacht, gewaltvolle Nacht

20. Dezember 2012, 12:03

Wenn die Emotionen überkochen und in Gewalt ausarten: Frauenhäuser haben über die Feiertage offen und sind im Einsatz

Oft hält das weihnachtliche Ideal der Realität nicht stand, nicht selten eskalieren Streitigkeiten rund um die Feiertage. In den schlimmsten Fällen kommt es in Folge zu gewaltvollen Auseinandersetzungen. Besonders betroffen davon sind Frauen und Kinder.

"Die meisten Frauen müssen die Mehrfachbelastung der Weihnachtsvorbereitungen alleine tragen - und schlimmstenfalls dann auch noch Gewalt ertragen", so Christa Pölzbauer, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings (ÖFR) in einer Aussendung.

Kostenlos, anonym und rund um die Uhr

Die österreichweite Frauenhelpline gegen Männergewalt (0800/222 555) stellt kostenlos, anonym und rund um die Uhr Hilfe zur Verfügung - ebenso der Frauennotruf (71 71 9). Auch die Frauenhäuser bleiben durchgehend geöffnet und bieten eine Zufluchtsstelle für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind. (red, dieStandard.at, 20.12.2012)

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"Die meisten Frauen müssen die Mehrfachbelastung der Weihnachtsvorbereitungen alleine tragen."

Mimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimimi...

hatte auch grad den diskurs: hab den vergessenen christbaumschmuck aus dem garten geholt, dann aber zu wenig kugeln am baum notiert, dafür aber die wenigen zu weit unten. hab das händisch zu spülende geschirr erledigt, das katzenklo gereinigt, die glühbirnen gewechselt, da kinderspielzeug repariert aber vor allem: sie nicht belobigt für ihre taten.

Gewaltbegriff

Wenn wir uns auf körperliche Übergriffe beschränken ist die Gewalt in der Familie tatsächlich überwiegend, wenn auch bei weitem nicht ausschließlich, männlich. Gegenüber Kindern langen ohnehin auch die Mütter mal ganz gerne zu.

Wenn wir, wie von vielen Feministinnen und Fachleuten gefordert, die psychische Gewalt hinzu nehmen, sieht es noch ein bissl anders aus. Dann veteilt sich das Ganze in etwa gleich auf beide Geschlechter.

Die Methoden weiblicher Gewalt sind sattsam bekannt, wenn auch weniger thematisiert. Emotionale Erpressung, Erniedrigung, und Intrigen wären ein paar Beispiele für weibliche Gewalt, während Männer eher nötigen, sich aggressiv geben und niederbrüllen.

Individuell kann es natürlich wieder ganz anders aussehen.

ist ja nicht so, dass das ganze jahr über friedlich zugeht und dann kleschts rund um weihnachten und dann ist wieder das ganze jahr ruhe...
insofern dem nicht so ist, die frage: wieso sich das menschen "gefallen lassen"?

die frage ist: die antwort auf die von ihnen gestellte frage ist schon so tausende male beantwortet worden, dass ich mich frage, wieso sie so tun als wüssten sie es immer noch nicht. #täteropferumkehrung

hm? u.a. auch im feminismus ist sehr viel ein mitmachen diskutiert worden, stichwort mittäterinnenschaft...

wollen's warten bis leute freiwillig von ihren privilegien abrücken? das wird nicht passieren, ganz klar.
insofern ist ein anderes alltägliches politisches handeln gefragt, und das beginnt in schulungen in der schule...

wenn sie mir täteropferumkehr vorwerfen, dann kann ich daraus nur schließen:
a.) sie kennen meine posts nicht
b.) sie schnallen meine posts nicht
oder c.) sie sind einer mehr von den trotteln, die mit frauennamen schreiben um irgendwelche seltsamen frauenbilder der freiwilligen unterwürfigkeit zu suggerieren

was trifft auf sie zu?

"Die meisten Frauen müssen die Mehrfachbelastung der Weihnachtsvorbereitungen alleine tragen..." Ich liebe solch "sachliche Befunde" würg!

zwei Telefonnummern?

Zwei CallCenter? Einmal der Bund? Einmal die Stadt Wien? Jedenfalls heute 2 Inserate in "HEUTE". Österreich hat es ja, Geld ist genug da, man kann es noch immer zum Fenster raushauen. Kann also alles nicht so schlimm sein - sonst würden solche Angebote wohl einmal professionell gemacht werden, und nicht zweimal hoffentlich auch sehr gut. Vielleicht muss man als Anruferin bei der Stadt Parteimitglied sein? Das wäre eine Erklärung.

gute idee, wir streichen alle notfall nummern aus dem gedächtnis...
fangen wir mal an mit
122
133
144
fragwürdige vorstellungen, die sie da präsentieren, a la: gibts keine nummern, gibts keine anrufe?
ich gratuliere ihnen zu sich selbst

Vorstellungen?

Ich präsentiere keine Vorstellungen, sondern kritisiere (ziemlich leicht erkennbar) eine sinnlose Doppelgleisigkeit. Wir haben ja auch nicht 2 Telefonnummern für die Feuerwehr (122 und 123 zb).
Mal abgesehen von Euronotruf 112 - aber das ist eine eigene Geschichte.
Sorry, wenn ich Sie zu sehr beim Lesen gefordert haben sollte.

bei feuerwehr und co haben sie flächendeckende betreuung im sinne einer vernetzung, überall dort, wo das nicht der fall ist, macht es sinn. nicht überall wo sie doppelgleisigkeit drauf schreiben, ist doppelgleisigkeit drinnen, das sind auch keine call center wie sie sie aus ihren kommerzvorstellungen kennen.

Meine Vorstellungen

sind immer noch meine und die kennen Sie nicht. Sie interpretieren dauernd in mich rein. Das können Sie evtl. mit Ihren Patienten machen, aber sparen Sie sich das bei mir. Ich stelle mir nun also - subjektiv - kein Center vor, sondern einen Telefonapparat in einem kleinen Büroraum, der von einem Psychologen betreut wird. Fein. Und dann stelle ich mir noch einen zweiten gleichen Büroraum vor. Jeder mit seiner eigenen Telefonnummer. Und dann stelle ich mir das gebündelt auf eine Organisation vor. Da ist zumindest mir klar, was die überlegene Organisationsform ist in Hinblick auf Erreichbarkeit etc. Und damit reicht für mich diese Diskussion. Frohe Weihnachten.

wenn es tatsächlich an den nicht erfüllten Erwartungen liegt,

dann müsste das Verhältnis von katholischen zu moslemischen+orthodoxen Frauen in der ersten Weihnachtswoche deutlich höher sein als sonst;

das wurde bestimmt noch nicht untersucht - wozu soll man sich auch seine schönen Theorien ruinieren?!

Hiniche Weihnachten,...

... sozusagen.

Dr. Heinz Anderle, grauslich-garstig gallbitterer Freigeist

GewalttäterInnen

Na das diestandard immer für Gleichberechtigung schreit, aber beim Thema Gewalt es offenbar ein ausschließliches Männermonopol sein soll...

Könnte daran liegen, daß vor allem Frauen in die Kran kenhäuser vom Partner halb totgeschlagen eingeliefert werden und nicht umgekehrt. Könnte aber auch daran liegen, daß Gewaltverbrechen in Österreich männlich ist (es gibt auch um ein vielfaches mehr Männergefängnisse als Frauengefängnisse bei gleich hoher Anzahl an Mitgliedern der Geschlechter!)

Und das könnte wieder daran liegen, dass Frauen nachweislich für dieselben Taten milder bestraft werden, weniger Gefängnis ausfassen usw. - Daraus basteln wir dann Statistiken und nehmen die als selbstverstärkende Begründung fürs nächste Mal - bravo!

Damit will ich natürlich nicht behaupten, dass es gleich viele Täterinnen wie Täter gäbe - aber bei solchen Aussagen muss man immer sehr aufpassen, weil Frauen nun einmal - Fakt - für gleiche Vergehen milder bestraft werden. Die fallen also gar nie in Ihre "Gefängnis"-Statistik rein.

Früher war es einfach, da sahen die Kinder den Vater das Feld bestellen und die Mutter die Ernte zu Essen und eventuell Kleidung weiterverarbeiten.

Heute kocht die Mutter, putzt, kauft ein und ist generell Ansprechperson von Mo-Fr. Der Vater geht in der Früh weg und kommt am Abend heim. Natürlich arbeitet auch die Mutter und kocht auch der Vater aber meist nicht mit der gleichen Hingabe.

Auch (und gerade) Mütter können zu Weihnachten aggressiv werden, und dann nutzen sie ihre zentrale Rolle im Übermaß. Wenn das nicht passiert, und sich jeder und jede im Familienverband integriert fühlt, dann wird man sich auch nicht gegenseitig mit physischer und psychischer Gewalt begegnen, oder?

Früher war wirklich alles einfacher - vor allem dann, wenn man null Bildung in Sozialgeschichte hat, ein einfacher Geist ist und sich alles mögliche zusammenreimt.

Also, ich hab das von meiner Oma so gehört, weil selbst erlebt: 20erJahre 20. Jahrhundert waren die Frauen schwanger, arbeiteten am Feld bis zur Niederkunft und mussten sofort - spätestens am nächsten Tag - wieder auf dem Feld stehen. Das Baby in einem Tuch neben dem Feld. Also. Ihre Theorie ist Mist.

das TrollInnen

Früher war es einfach, da sahen die Kinder den Vater das Feld bestellen und die Mutter die Ernte zu Essen und eventuell Kleidung weiterverarbeiten.

Also dass Frauen bei der Feldarbeit nicht dabei waren ist eine historische Unrichtigkeit.

"Heute kocht die Mutter, putzt, kauft ein und ist generell Ansprechperson von Mo-Fr. Der Vater geht in der Früh weg und kommt am Abend heim. Natürlich arbeitet auch die Mutter und kocht auch der Vater aber meist nicht mit der gleichen Hingabe. "

Ziemlich stereotypes Bild, das Sie da im Kopf haben.

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