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Rom - Einige Tage vor Weihnachten kritiserte Papst Benedikt XVI. eine Verwässerung des klassischen Familienbildes und stellte damit indirekt gleichgeschlechtliche Beziehungen an den Pranger. Ohne die gleichgeschlechtliche Ehe ausdrücklich zu erwähnen, warnte der Pontifex am Freitag bei einem Weihnachtsempfang für die Kurie im Vatikan vor einem "Angriff auf die wahre Gestalt der Familie aus Vater, Mutter, Kind".
In den vergangenen Monaten waren international immer wieder Debatten über gleichgeschlechtliche Partnerschaften und das Adoptionsrecht lesbischer und schwuler Paare aufgeflammt. Benedikt sprach von einer "Krise der Familie".
Der Papst beklagte die "tiefe Unwahrheit" moderner Theorien über die sexuelle Identität, wonach das Geschlecht eine persönliche Entscheidung sei. Als Grundlage zitierte er dafür die Worte der französischen Schriftstellerin, Philosophin und Feministin Simone de Beauvoir: "Man wird nicht als Frau geboren, sondern man wird dazu."
Der Mensch bestreite dadurch seine Natur und sei nur noch Geist und Wille, beklagte das Oberhaupt von rund 1,2 Milliarden KatholikInnen weltweit. "Wo die Freiheit des Machens zur Freiheit des Sich-selbst-Machens wird, wird notwendigerweise der Schöpfer selbst geleugnet und damit am Ende auch der Mensch als göttliche Schöpfung, als Ebenbild Gottes im Eigentlichen seines Seins entwürdigt."
Mann und Frau würden durch solche Theorien "als einander ergänzende Gestalten des Menschseins" bestritten, sagte der Papst, der im April 86 Jahre alt wird. "Wenn es aber die von der Schöpfung kommende Dualität von Mann und Frau nicht gibt, dann gibt es auch Familie als von der Schöpfung vorgegebene Wirklichkeit nicht mehr." Auch das Kind verliere damit seinen Platz - und seine Würde. "Im Kampf um die Familie geht es um den Menschen selbst."
Die Kirche müsse mit aller Klarheit für ihre "nicht verhandelbaren Grundwerte" eintreten, forderte Benedikt. "Sie muss alles tun, um Überzeugung zu schaffen, die dann zu politischem Handeln werden kann." (APA, 21.12.2012)
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Ich leugne den Schöpfer und den Mensch als göttliche Schöpfung, als Ebenbild Gottes. Ich leugne außerdem, dass die Kirche das Recht hat sich in die Sexualität anderer Menschen einzumischen oder sich auch nur öffentlich abwertend darüber zu äußern.
Komm ich jetzt in die Hölle?
Würde sie sich einfach bedingungslos hinter Schwule und Lesben stellen und sie unterstützen anstatt sie zu bekämpfen, dann hätten beide etwas davon. Schwule und Lesben einen starken Fürsprecher mit viel Geld und die Kirche die Unterstützung von etwa 5 bis 10 % der Weltbevölkerung. Vereint in ewiger Dankbarkeit.
1. ist es offizielle Lehrmeinung, dass Homosexualität Gottes Schöpfungsplan widerspreche. Homosexualität sei eine Sünde sowie eine Krankheit.
2. hat die Kirche katholische Abgeornete und Politiker in Europa dazu aufgefordert alles zu tun, was in ihrer Macht steht, um jegliche gesetzliche Verbesserung für Homosexuelle zu verhindern bzw. bestehende Gesetze zurück zu nehmen. Von dem, was in Afrika abgeht, brauchen wir gar nicht reden.
Die r.k. Kirche betreibt Anti-Gay-Lobbying, wo es nur geht.
Das sich die Katholiken hier in Österreich das nicht wirklich zu Herzen nehmen und kein allzu großes Problem mit Homosexualität haben zeigt nur, wie sehr sich die Kirchenführung im Vatikan von der Realität der Basis abhebt (gelinde ausgedrückt).
Alles was die Kirche und ihre Vertreter sagen ist, dass ausgeübte Homosexualität Sünde ist, genauso wie außerehelicher Geschlechtsverkehr etc.
Von Kampf und bekämpfen kann da keine Rede sein. Und sagen dürfen sie ja auch alles so wie auch Sie alles sagen dürfen!
für die Papst/-in sollte immer Mann das Haupt sein und Frau ihm Untertan. Dass sich die Welt verändert hat und im Mittelalter Dinge anders gelaufen sind? Ja, schon, aber man muß es ja nicht gleich akzeptieren! Solange die Menschen weiter ihre Kirchensteuer zahlen hat die Vatikan kein Problem
Es ist gerade Weihnachtszeit, also die Zeit im Jahr, die mehr als sonst für Nächstenliebe steht und von der Kirche, also dem Verein des Papstes, erfunden wurde. Gerade in dieser Zeit im Jahr hat der Papst nichts besseres zu tun als wiedermal auf eine Minderheit in der Gesellschaft hin zu hauen.
Frohe Wintersonnenwende lieber Papst.
Lieber Papst,
ich fasse zusammen: du sprichst davon, dass durch "solche Theorien" das Kind seinen Platz verliert - und noch schlimmer: seine Würde.
Offensichtlich ist dir entgangen, dass tagtäglich tausende Kinder im Krieg, an Hunger oder "einfach nur" auf der Straße vor unserer Haustür zugrunde gehen. Kinder denen von Menschen wie mir (ich lebe in einer glücklichen homosexuellen Beziehung) ein liebevolles Zuhause geboten werden könnte - wenn es nur möglich wäre sie zu adoptieren.
Lieber Papst, diese Kinder haben ihre Würde längst verloren, und Dank unsere oftmals scheinheiligen Gesellschaft werden Sie ihre Würde auch nie wieder erlangen. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!
Es gibt mehr adoptionswillige Ehepaare (Mann & Frau) als Kinder, die zur Adoption "zur Verfügung" stehen. Daher sollte man bitte zuerst Ehepaare berücksichtigen, zum Wohle der Kinder. Warum soll man einem Kind von Haus aus ein Elternteil vorenthalten?
"...ein Bischof sollte gut verheiratet sein, denn kann er seiner Familie nicht vorstehen, wie will er seiner Gemeinde vorstehen..." (Zitat aus dem Neuen Testament)
Für mich hört sich das so an als ob man das, was man von den Gläubigen erwartet, auch vorleben sollte.
Irgendwie ist die katholische Kirche für mich unglaubwürdig...
... frei nach Simone de Beauvoir: Man wird nicht als Wehrmachtssoldat geboren ... man wird zum Wehrmachtssoldat gemacht.
Wie viele Familienväter er wohl an der Ostfront getötet hat ? So ein lieber Papst aber auch.
Das Beauvoir nicht das eigentlichte (biologische) Geschlecht meint, erklärt Sie ja in Ihren Werken ... aber der Papst kann ja nur aus dem Zusammenhang heraus zitieren.
auch einen Realitätsverlust ausdrücken.
Wie die Werte des Evangeliums in Widerspruch mit homosexuellen Partnerschaften stehen können ist ebensowenig nachvollziehbar, wie, dass homosexuelle Partnerschaften eine Gefährdung von Ehe und Familie darstellen sollten.
Nachvollziehbar ist vielmehr, dass jemand, der durch die katholische Kirche der Vorkriegszeit, Kriegszeit (samt ihrer prekären partiellen Verwobenheit mit dem Nationalsozialismus) und Nachkriegszeit geprägt ist, vielleicht trotz aller Gebildetheit nicht anders denken kann.
Schlimm ist, wenn eine Organisation, welche sich so als Werte- und Kulturträger versteht, wie die katholische Kirche, sich von den mittelalterlichen Autoritätsstrukturen bis heute noch nicht verabschieden konnte.
wie kommen dieses heuchöler eigentlich dazu, sich andauern zu themen zu äußern, von denen sie nicht die geringste ahnung haben?!?!?
die sollen sich weiter hinter ihren klostermauern miteinander vergnügen und uns ansonsten in ruhe lassen...
a) Für Katholiken bzw/und wer ihn anerkennen will.
b) Wenn man ihn akzeptiert, muss man auch mit seinen Standpunkten leben, bzw. sich damit auseinanersetzen und kann bestenfalls begründet dagegen argumentieren.
c) Ich halte es für absurd, vom Papst z.B. die Erlaubnis zur Abtreibung (oder die Anerkennung von Homosexualität) zu verlangen - er ist der Papst der katholischen Kirche und hat seine Funktion wahrzunehmen.
d) Ich nehme den Papst durchaus ernst und respektiere ihn, weiß aber seine Standpunkte einzuordnen und fühle mich als eigenständig denkender Mensch nicht verpflichtet, mir die seinen zu eigen zu machen.
Schön, dass Sie dem Papst sagen, dass er seine Funktion wahrzunehmen hat - und ich wette, Sie wissen auch, wie er sie wahrzunehmen hat. ;))) Wenn es Sie nicht gäbe, Sie würden wirklich abgehen!
Welchen Appell Sie an die Leser Ihres Postings richten, haben Sie aber immer noch nicht verraten - und auch nicht, welche Bedeutung es für Sie hat, einen Papst zu haben.
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