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Linz - Die Linzer Homosexuellen Initiative (HOSI) muss wegen finanzieller Probleme mit Jahreswechsel ihr Quartier räumen und steht vorerst ohne feste Adresse da. Man habe 200.000 Euro Schulden und täglich drohe ein Insolvenzantrag, teilte der Verein in einer Presseaussendung am Freitag mit. Als Gründe für die Malaise werden "hohe laufende Kosten und zugleich unterplanmäßige Subventionen" angegeben.
Die HOSI Linz habe das Geschäftsjahr 2012 bereits mit 61.000 Euro Schulden begonnen, rechnete Vereinssprecher Gernot Wartner vor. Heuer seien trotz Einstellung nahezu aller Aktivitäten und Kündigung des gesamten Personals weitere 139.000 Euro aufgelaufen. Dabei bescheinige der Rohbericht des Linzer Kontrollamtes dem Verein, ordnungsgemäß gewirtschaftet zu haben. Schwer zu schaffen würden der HOSI vor allem die unerwartet hohen Mietkostennachforderungen der Stadt machen.
Den Subventionsgebern Stadt und Land sei die Situation zumindest seit Februar bekannt. "Aber mit bisher 48.000 Euro Förderung im Jahr 2012 kann der Betrieb des Vereinszentrums natürlich nicht gelingen, kann der Verein in seiner bisherigen Form nicht überleben", so Wartner. Es sei klar, dass es keinen Rechtsanspruch auf Subventionen gebe, aber man wolle zumindest Planungssicherheit haben. Daher werde die HOSI 2013 "einen Neuanfang ohne Haus und ohne große Abhängigkeit von Subventionen der Stadt Linz" wagen.
Das 2009 bezogene Vereinszentrum in der Fabrikstraße werde nun "schweren Herzens" geräumt, erklärte Wartner. Alle Unterlagen werden vorübergehend in Räumlichkeiten eingelagert, die der Verein gratis zur Verfügung gestellt bekommen habe. Notgedrungen werde man sich wieder auf Kernaufgaben beschränken und allein mit Ehrenamtlichen arbeiten. Die Beratung soll vorerst rudimentär weitergeführt werden, die Mediathek wird abgegeben, ebenso das Vereinsarchiv. Alle Gruppenangebote werden heruntergefahren, der Veranstaltungsbetrieb eingestellt. (APA, 28.12.2012)
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