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Ankara - Ein Mord an einem fünfzehnjährigen Mädchen aus verletzter Familienehre hat in der Türkei Proteste ausgelöst. Hatice D. sei bereits mit dreizehn Jahren gegen ihren Willen verheiratet worden, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi am Sonntag. Nach einem Jahr sei sie wegen Gewalttätigkeiten ihres Mannes zu ihrer Familie zurückgekehrt. Daraufhin sei sie von zwei Cousins vergewaltigt worden.
Im vierten Monat schwanger sei sie nach einer Entscheidung des Familienrates vergangene Woche in der südostanatolischen Provinzhauptstadt Diyarbakir ermordet und in einen Fluss geworfen worden.
Türkische Medien hatten am Freitag darüber berichtet, dass das Mädchen entgegen der landesüblichen Traditionen nur in einem Plastiksack ohne Leichentuch begraben worden sei. Daraufhin protestierten am Sonntag Hunderte Frauen auf dem Friedhof in Diyarbakir gegen die unwürdige Form der Bestattung, berichtete Anadolu weiter.
Die Mitarbeiterin der Frauenhilfsorganisation KADEM, Tülay Deniz, kritisierte: "Ihre Mörder werden nach den hier üblichen Traditionen einmal in weißen Leinentüchern beerdigt werden. Für Hatice genügte nach den Wertvorstellungen dieser patriarchalischen Feudalgesellschaft ein Plastiksack, weil sie nur eine Frau war."
Im Rahmen der Mordermittlungen wurden sieben Menschen festgenommen, darunter laut Anadolu Hatices Großvater und zwei ihrer Onkel. (APA, 31.12.2012)
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Dachte ich mir auch, mit dreizehn gegen ihren Willen zwangsverheiratet. Dann wird sie vom Familienrat zum Tode verurteilt weil sie sich in der ehre gekränkt fühlen und das weil sie wegen häuslicher Gewalt abgehauen ist und auch noch vergewaltigt wurde.
Dies ist kein Einzelfall !!!
Halleluja und dieses Land will in die EU.
Da kannst ja nur Angst kriegen.
...wenn solche verbrechen mit relativer Gleichgültigkeit zu Kenntnis genommen werden in der Türkei. GERADE Vor dem Hintergrund der indischen Entwicklung muss die Regierung eine Stellung einnehmen und Haltung bekennen... So eine Türkei will nicht in der EU haben...
1: Die Türkei wird sich immer mehr Europäischen Standards anpassen auch mental - d'accord!
2: ABER: Bis es so weit ist, reden und bestimmen sie bei allem MIT. Mir persönlich ist schon die Notwendigkeit, sich mit dem Blödsinn aus Ungarn, Rumänien und Bulgarien beschäftigen zu müssen ausreichend.
Denn dass das Mädchen ins Jenseits befördert wurde, war im Vergleich dazu ja wohl ok. Steht wohl so irgendwo in einem gläubigen Büchl geschrieben. Und wenn nicht, wird es trotzdem so behauptet.
Dass diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden sollten a) die das Mädchen mit 13 Jahren verheiratet haben b) der offenbar gewalttätige Ehemann c) die Cousins die das Mädchen vergewaltigt haben, auf das kommt erstaunlicherweise niemand.
Und wenn jetzt gleich wieder viele aufschreien, dass das wohl ein Einzelfall sei, dann würde ich empfehlen nachzulesen wie viele solche "Einzelfälle" es gibt. Aus meiner Sicht als Frau ist das kein Einzelfall, sondern Ausdruck einer Geisteshaltung, die weit entfernt ist von den europäischen Grundwerten...
weil sie sich in ihrer "Ehre" gekraenkt fuehlt, hat spaetestens dann jede Ehre verloren - falls sie ueberhaupt jemals eine gehabt hat. Die Wertvorstellungen, die zu solchen "Ehrenmorden" fuehren, sind nicht nur veraltet, sondern auch noch falsch. Derartige "Traditionen" gehoeren ausdruecklich verurteilt, in einer internationalen, modernen Welt hat solcher Bloedsinn keinen Platz.
würde sich Kemal Atatürk, der sein Land modernisieren wollte.
Solange die Frauenrechte missachtet werden reiht sich dieses Land nahtlos an die indischen Verhältnisse ein!
Ein Grund für die UNO entsprechende Maßnahmen zu setzen die Frauenrechte verstärkt in den Vodergrund zu bringen!
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