Justin Biebers Mutter produziert Anti-Abtreibungsfilm

21. Jänner 2013, 12:36

Die Einnahmen des Films sollen Pro-Life-Beratungsstellen zu Gute kommen

Washington - Die Mutter von Popstar Justin Bieber produziert in den USA einen Film gegen Abtreibung. "Wir wissen beide aus erster Hand, wie wichtig die Arbeit von Beratungszentren für Schwangere ist", sagte Pattie Mallette in einem kurzen Trailer zum Film "Crescendo", der von Ende Februar an gezeigt werden soll.

Einnahmen aus dem Film sollen Beratungszentren zu Gute kommen, die jungen Schwangeren eine Alternative zur Abtreibung geben wollen. Mallette war 17, als sie mit dem heutigen Plattenmillionär schwanger wurde. Die Beratungszentren sollten jungen Frauen helfen "die glauben, dass sie ansonsten von nirgendwo Hilfe bekommen".

Crescendo und Beethoven

Trailer und Website enthalten nicht ein Wort zur Handlung des Kurzfilms. Auch die SchauspielerInnen, darunter der Schweizer Sänger Patrick Nuo, sind nicht mit Rollennamen, sondern nur als "Schauspielerin" und "Schauspieler" benannt.

Ganz offensichtlich spielt aber die Kindheit von Ludwig von Beethoven eine Rolle. Auch der Name Beethoven fällt zwar nicht einmal auf der Website, der Trailer zeigt aber Kostüme aus der Zeit und als Musik ertönt der zweite Satz von Beethovens siebter Symphonie. Zu sehen ist ein kleiner Junge und seine erste Annäherung an die Musik. Beethoven hatte einen herrschsüchtigen, alkoholkranken Vater. Seine Mutter gebar sieben Kinder, von denen aber nur drei überlebten. Crescendo nennt man das Anschwellen der Musik - wie es Beethoven gern nutzte. (APA, 21.1.2013)

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7 Postings
nun ja, offenbar muss die familie irgendwohin mit dem ganzen geld -

aber was man da so liest klingt nach ganz schlimmem kitsch.

Vorschlag für die Gegenkampagne: hätt Mallette abgetrieben, wär uns was erspart geblieben ;-)

Wär zwar irgendwie witzig, aber würd (verständlicherweise) nach hinten losgehen.

Das alte "Beethoven-Argument"

und was geschieht mit denjenigen, die trotz genialer genetischer Musik- oder Mathematikbegabung nicht hier in der EU oder in den USA sondern bei den Yanomamis oder den Dayaks zur Welt kommen und dort die ersten Jahre nicht überleben?

Gegen das "Beethoven-Argument"

habe ich das "Hitler-Argument", das "Stalin-Argument" und unzaehlige andere Argumente gefunden. Die sind als Argument zwar alle gleich bloed, aber genau das aufzuzeigen ist ja schliesslich auch der eigentliche Sinn dahinter.

Gerade sie sollte Verständnis haben!

solang sie es den Frauen nicht aufzwingen..aber

das ist wohl wunschvorstellung

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