Frankreichs Senat will Altersuntergrenze für Schönheitswettbewerbe

Klare Mehrheit für Zusatzartikel, der Limit mit 16 Jahren festlegt - Organisatoren von "Mini-Miss"-Wahlen wird Haftstrafe angedroht

Paris - Der französische Senat will Schönheitswettbewerbe für Mädchen unter 16 Jahren verbieten. Für einen entsprechenden Zusatzartikel zu einem Gesetz zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen stimmte das französische Oberhaus am Dienstagabend mit klarer Mehrheit. Demnach soll Organisatoren solcher "Mini-Miss"-Wettbewerbe eine Strafe von zwei Jahren Haft und 30.000 Euro angedroht werden.

"Nicht glauben lassen, dass nur Aussehen zählt"

"Lassen wir es nicht zu, dass unsere Töchter vom frühesten Alter an glauben, dass nur ihr Aussehen zählt", sagte die Senatorin Chantal Jouanno, die den Gesetzeszusatz eingebracht hatte. "Lassen wir es nicht zu, dass wirtschaftliches Interesse über sozialem Interesse steht." Die Zentrumspolitikerin hob hervor, solche Wettbewerbe gebe es nur für Mädchen. Der gesamte Gesetzestext zur Gleichberechtigung muss noch die Nationalversammlung passieren, bevor er in Kraft treten kann. (APA, 18.9.2013)

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