Wege aus der Essstörung

Redaktion, 3. September 2003, 01:00
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    buchcover
    Beate Guldenschuh:
    Wege aus der Essstörung
    56 Frauen berichten
    Innsbruck (StudienVerlag) 2001
    Euro 19,90

56 Frauen berichten, wie sie ihren Heilungsweg aus Magersucht oder Bulimie geschafft haben - ein Buchtipp

Frau ist schneller drinnen als sie wieder rauskommt. Das Thema des Buches: Die beiden in der westlichen Welt rasant zunehmenden Essstörungen Magersucht (Anorexia nervosa) und Ess-Brechsucht (Bulimia nervosa). Steht anfangs bei vielen Mädchen und Frauen nur der Wunsch, ein bisschen abzunehmen, verselbständigt sich dieser bald und wird zu einer eigenen Beschäftigung. Nahrungsverweigerung oder die Aufnahme von extremen Nahrungsmengen treten an die Stelle von Gefühlen, ungelösten Problemen.

Verweigerung und Kotzen

Obwohl es bei beiden Krankheitsbildern eine gewisse Annäherung gibt, bestehen doch Unterschiede. Magersüchtige werden als extrem willensstark beschrieben. Sie empfinden sich als sowas wie "Geistwesen", die es schaffen, ohne fleischliche Bedürfnisse zu leben. "Abgehoben" von den anderen, die abhängig davon sind. Darauf sind Anorektikerinnen zumeist auch stolz. Bulimikerinnen wiederum schlucken quasi ihre Probleme immer wieder hinunter, bis zur Übelkeit und anschließendem selbstinitiiertem Erbrechen. Zu fragen wäre, was Mädchen und Frauen an ihrer sozialen Rolle derart ankotzt, dass sie so extrem autoaggressiv vorgehen. Was verweigern sie, was kotzen sie aus?

Studie mit 56 Frauen

An der zu einem Buch verarbeiteten Studie der Psychologin Beate Guldenschuh nahmen 56 Mädchen und Frauen teil, die in der Vergangenheit an einer der beiden Essstörungen erkrankt waren. Die Teilnehmerinnen wurden in zwei Gruppen geteilt. In der Spontanremissionsgruppe wurden 33 Frauen zusammen gefasst, die ohne therapeutische Hilfe oder/und Klinikaufenthalt gesund wurden. Sie waren im Durchschnitt 16 Jahre alt und sechs Jahre krank. In der Therapiegruppe waren 23 Frauen mit dem Durchschnittsalter von 15 Jahren und einer Krankheitsdauer von sieben Jahren; diese waren mit professioneller Hilfe gesundet.

Zentrales Thema der Untersuchung war die Erörterung, wie sich die Mädchen ihren Genesungsprozess erklären. Dabei bot ein Fragenkatalog Hilfe: Glauben Sie an eine vollständige Heilung? Haben Sie noch Reste einer Essstörung? Wie stehen Sie zu Rückfällen? Was würden Sie akut Betroffenen raten? Was haben Sie aus der Essstörung gelernt? Warum haben die Betroffenen in der Spontanremissionsgruppe keine Therapie in Anspruch genommen? Die Antworten der ehemals Kranken werden in der Originalversion authentisch wiedergegeben.

Persönliche Wege aus der Krankheit

Beate Guldenschuh wollte, wie sie schreibt, mit ihrem Buch aufzeigen, "dass es sehr viele Wege aus der Essstörung gibt. Kein Weg dieser 56 Frauen ist gleich. Jeder Weg ist durch die persönliche Lebensgeschichte der Untersuchungsteilnehmerinnen geprägt und wird dadurch einzigartig". Diese Absicht ist der Autorin gelungen. Ein Buch, das nicht nur Betroffenen Mut macht, ihren individuellen Weg aus der Krankheit zu finden, sondern ebenso geeignet ist, Angehörigen, im Umfeld Betroffenen und allen Interessierten diese schwierige Thematik näher zu bringen. (dabu)

presonic
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26.12.2007, 12:46
toll, das frauen über eine heilung berichten

viele frauen leiden nämlich ewigkeiten mit ihren essstörungen dahin, weil sie gar nicht an heilung glauben.

fallen
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fragwürdige werbung

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Google-Anzeigen bringen natürlich Geld, aber derart unpassend hab ich selten eine Einschaltung gesehen.

presonic
00

hab ich leider bei solchen berichten schon mehrmals beobachten können.
echt geschmacklos, das ganze.

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