
Gitta Mühlen Achs liefert ihnen die Antworten in ihrem wirklich feministischen Buch. Umfangreiches Bildmaterial zeigt auf, wie wir selbst durch nichtbewusste Muster unseres Verhaltens die altbekannte (UN)-Ordnung der Geschlechter immer wieder aufs Neue herstellen. Als Feministin der 80er-Jahre kennt frau Einiges und aus eigener Erfahrung auch. Wie es zur herrschenden "Papapropaganda" kommt wird hier erklärt. "Die spezifische Attraktivität von Vätern entwickelt sich offensichtlich weniger aus dem, was sie für ihre Kinder konkret tun, als aus dem, was sie für ihre Kinder repräsentieren. Es erstaunt daher kaum, dass Frustration und Groll, die aus einer wenig zufriedenen Vaterbeziehung erwachsen, häufig auf die Mütter abgeladen werden." Wie naiv die Forderungen nach "Männern" in den Erziehungsberufen sind, wissen radikale Feministinnen schon lange, aber hier wird es endlich wieder einmal genau erklärt und belegt, wie gefährlich und frauenfeindlich das ist!
Der Mythos "Sexuelle Gewalt an Mädchen" (ehemals "Missbrauch" genannt) komme mehr in zerrütteten Familien vor, wird hier entlarvt: "Sexuelle Gewalt an Mädchen (seltener an Knaben) wird durch den Familienverband überhaupt erst ermöglicht. Ein hoher Status schützt weniger das potentielle Opfer, als vielmehr den potentiellen Täter, ...". Viele andere Mythen zu Mädchen und Buben und zu Männer und Frauen werden hier aufgedeckt und es gibt viele wichtige Erkenntnisse, die es weiterhin zu diskutieren gibt: "Wir leisten uns scheinbar ungebrochen den zunehmend unvertretbaren Luxus, Empathie, Fürsorglichkeit, Respekt, Rücksichtsnahme, Freundlichkeit und insbesondere den Verzicht auf Gewalt gegen andere als Mittel zur Bearbeitung eigener Konflikte nur der Hälfte der Menschheit (den Mädchen!) systematisch anzutrainieren" ... und die Buben lassen wir weiterhin verrohen? Anhand gut nachvollziehbarer Alltagsbeobachtungen und -analysen wird gezeigt, wie wir unsere Selbstdarstellung und Kommunikation verändern können. Je mehr wir dies tun, um so größer ist unsere Freiheit.
Dieses Buch ist ein Plädoyer für den feministischen und kritischen Umgang mit Selbstverständlichkeiten, für die Entwicklung eines klaren Misstrauens gegenüber vorschneller Zufriedenheit mit dem bereits Erreichten und es sollte bei jeder Feministin im Bücherregal stehen!
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Ich denke, jede Person, die gesellschaftlichen Umgang pflegt, sollte sich mit geschlechtsspezifischen Unarten auseinandersetzen.
Weshalb die Kleidung trotz der gleichen Groesse immer kleiner wird, liegt am Preis des Stoffes.... auch der Stoff an den Naehten wird immer kuerzer. Grad noch, dass es nicht von alleine auseinanderfaellt.
Formgebung hernehmen. Die nur burschenhaften Frauen passt..... Das reicht dann schon.
Es kann natuerlich auch sein, dass die Kleidung immer mehr in Laendern produziert wird, wo der Durchschnitt der Frauen kleiner ist, und allein dadurch bereits eine Verringerung der Groesse im Allgemeinen entsteht.
Auch die mitteleuropäische Durchschnittsfrau hat angeblich abgespeckt (komisch, wieso werden dann die Dicken immer mehr?). Und warum sind knabenhafte Frauen en vogue? Die Mehrheit der Männer steht eher auf Kurven... Fragen über Fragen, und alles sehr verwirrend ...
an meinen eigenen Koerper und nicht danach, wie die Gesellschaft mich gerne haette. Schmeckt sehr gut so und macht anderen Mut ;o)
Ausserdem habe ich noch ein paar Gewaender Groesse 44 von vor 10 Jahren, die passen jetzt, obwohl ich zwischen 46-50 (!) trage..... also trage ich dann ja eigentlich zwischen 44-50.... kommt drauf an, wo geschnitten und genaeht....
klingt sehr interessant. doch gerade der letzte satz gibt mir sehr zu denken:gerade nicht feministisch denkende frauen sollten doch für die geschlechtsstereotypen verhaltensweisenen sensibilisiert werden.und wenn es das ego zulässt, könnte ja auch der eine oder andere mann drin schmöckern.
was ein "feministisches" buch sein soll, ist mir etwas unklar. das "feministischste" das ich mir vorstellen könnte,wäre der jahresbericht eines weltkonzerns- unterzeichnet von der weiblichen vorstandsvorsitzenden.
PS:wie sehr männer raumfordernd sind,sieht man ja auch so schön in diesem forum:-)
QED.
... war in einer kindergruppe mit männlichem betreuer, und wir beide sind heute sehr froh darüber. leider habe ich auch erleben müssen, wie frau Devimes schülerinnen drauf waren, was bei mir eine nachhaltige desillusionierung hinsichtlich "feministischer" pädagogik bewirkt hat.
was immer sie damit meinen - warum sagen sie es nicht? niemand kennt frau devime und ihre schülerinnen, aber Sie stellen etwas in den raum, das nicht klar, aber klar negativ ist. das ist doppelt ungut. man weiß nur, sie qualifizieren jemanden aus unbekannten gründen ab - mitdenken und drüber reden geht schon nicht mehr.
wie waren sie denn drauf? deine nichtaussage lässt ja viele interpretationen offen. aber nichtsdestotrotz geht es hier um die rezension eines buches, und du vermischt da "den feminismus", die schreiberlingin, deine persönlichen erfahrungen mit individuellen menschen ....???
... darf nicht nur, sie muss sogar der praxis stand halten. soviel zum ersten einwurf.
zweitens: die mädchen, die ich erlebt habe, waren oft aggressiv, sexistisch und präpotent.
drittens: wenn also selbst die intervention der hochgelobten Ruth Devime bei mädchen erst wieder ein verhalten hervorruft, das mich bei buben immer stört, scheint mir ihre aussage etwas gewagt, die forderung nach männern in erziehungsberufen sei gefährlich.
ja erst ueben, mit welchen Verhaltensweisen sie welche Reaktionen bei anderen (v.a. in der Erwachsenenwelt) hervorrufen, um durch Versuch und Fehler ihre Position in der Gesellschaft zu finden.
Wenn Ihnen das Probleme verursacht, weil es 'zu' aggressiv, 'zu' laut, 'zu' egozentrisch erscheint, sollten Sie ueberdenken, ob Sie sich in Ihrer eigenen Entwicklung damals behindert gefuehlt haben und nun allen anderen diese Freiheiten nicht erlauben.
Ich musste durch den gleichen Prozess gehen, um zu sehen, dass meine Abneigung hauptsaechlich auf Neid aufgebaut war.
Und dann auch noch gleich aus der Schule plaudern: DENUNZIEREN!
Widerliche Tante Schneider!
Ruth, Du bist ein Hammer, und ich bin froh, dass es dich gibt, Lady!
wie waren sie denn so drauf, die schülerinnen von ruth devime? was musste denn der männliche betreuer in der kindergruppe nachher alles so "ausbügeln"? hatte es der ärmste gar schwer, den mädchen beizubringen, dass nun die buben wieder die hauptrolle spielen? war es wohl schwierig, den mädchen beizubringen, dass sie nun wieder wie in den regelschulen und sonst auch überall unter "ferner liefen" liefen? was war denn so schlimm an den mädchen bzw an ihrem verhalten, dass sie wieder auf linie gebracht werden musste(n)?
"biologisch bedingte Verhaltensmuster"? Der Artikel spricht dezidiert von "antrainierbar", also vom Gegenteil.
Zum leichteren Verständnis: Während meiner Mittelschulzeit durften die Buben im Schulhof Ball spielen, während wir Mädchen in einer anbgetrennten Ecke Gehen üben mussten. Ernsthaft! Wir hatten Bücher auf dem Kopf und mussten auf einer Kreidelinie gehen (immer schön ein Fuß vor dem anderen). War das an sich schon frustrierend, haben die Bemerkungen der Burschen (Witze übers "auf dem Strich gehen") ihr Übriges getan,
Solche Prägungen werden in dem Artikel/Buch angesprochen.
...dass es doch angeborene unterschiede zwischen den geschlechtern gibt, die über die äussere erscheinung hinaus gehen. das liegt z.b.an hormonen, die bekanntlicherweise starken einfluss auf das verhalten haben und geschlechtsspezifisch unterschiedlich ausgeschüttet werden.
und eben das ist es womit hardcore-feministInnen manchmal probleme zu haben scheinen, weil man gegen gegebenheiten zwar rhetorisch argumentieren kann, das ganze aber zu nichts führt.
der mensch war vor seinem idealbild da, an das ihn der feminismus anzupassen gedenkt. gut gemeint, aber manchmal gefährlich religionsartig.
auch der kommunismus ist an der natur des menschen gescheitert, ich wünsche dem feminismus mehr glück.
natürlich wissen wir (männer und frauen) langsam, daß es für unser tradiertes verhalten allerlei hintergründe gibt, AUCH biochemische. aber eben nur AUCH. die kulturen haben sich aus dem zusammenwirken mehrerer faktoren entwickelt. verändern sie einen faktor, verändert sich zwangsläufig auch das ganze. ans total veränderbare zu glauben ist sicher naiv, ans total unveränderbare aber ignorant. erkenntnis, bewußtsein oder wie immer man es nennt, hat einen gewissen steuerungseffekt. der kann glatt die hormone (und anderes) in die schranken weisen. wenn ich hunger hab, reiß ich ihnen noch lang nicht ihr butterbrot weg, oder? und beim eisprung walze ich sie auch nicht in der tiefgarage nieder, obwohl meinen hormonen vielleicht danach steht ..
sieht man deutlich, wenn sich das hormonelle gleichgewicht umstellt, z.b. pubertät, schwangerschaft, midlife crisis etc.
was ich eigentlich sagen will, ist aber folgendes: es ist natürlich gut, ungerechte kulturelle zustände zu beseitigen, es sollten dabei aber die frauen frauen und die männer männer bleiben dürfen.
ich zumindest finde es gut dass es beide gibt und ich mag ihre unterschiede.
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