Das Anti-Diät-Buch

Dagmar Buchta, 22. Juli 2004, 07:00
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    foto: buchcover/frauenoffensive
    Susie Orbach:
    Anti-Diät-Buch
    Über die Psychologie der Dickleibigkeit, die Ursachen der Fettsucht
    München 1978
    Frauenoffensive
    ISBN 3-88104-052-8
    Euro 9,40

Ein Buchtipp zur Psychologie der Dickleibigkeit und den Ursachen der Fettsucht

Obwohl Susie Orbachs Anti-Diät-Buch bereits Ende der 70er-Jahre erschienen ist, hat es bis heute nicht an Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil. Angesichts der enormen Zunahme an Ess-Störungen zählt es nicht bloß zu den grundlegenden Werken vorallem des feministischen Therapieansatzes auf diesem Gebiet, sondern setzt sich - folglich - mit den gesellschaftlichen Zusammenhängen dieses Problems gestörter Nahrungsaufnahme, was Magersucht und Bulimie ebenso betrifft, tiefer und schonungsloser auseinander als hinlänglich der Fall ist.

Die Autorin versucht, dem extremen sexistischen Druck, der nach wie vor auf Frauen ausgeübt wird, auf die Spur zu kommen. Dabei erweist sich das Thema Nahrung sowohl im eigentlichen Sinn der Ernährung als auch symbolisch - was nährt die Frauen selbst, wen nähren sie, was geben sie und was bekommen sie zurück, was können sie sich in einer patriarchalen Gesellschaft mit ihren wahnwitzigen Anforderungen, Verweigerungen und Diskriminierungen an das weibliche Geschlecht selbst geben? - als zentral.

In den Kapiteln "Was bedeutet Dicksein und was Schlanksein für Ess-Süchtige und wie erleben Ess-Süchtige Hunger?" fließen auch die Stimmen betroffener Frauen ein. Im Anschluss erweist sich der Abschnitt mit Hinweisen zur "Selbsthilfe" als sehr praktisch und zielführend als auch die medizinischen Standpunkte zur Ess- und Fettsucht sowie die Erörterungen des Zusammenhangs von Ess- und Magersucht aufschlussreich sind.

Ein empfehlenswertes und sehr kritisches Buch, das hiermit auch Nicht-Essgestörten ans Herz gelegt wird. Übrigens ist in der Zwischenzeit ein Folgeband erschienen: Susie Orbachs Anti-Diät-Buch II. Eine praktische Anleitung zur Überwindung der Ess-Sucht, Frauenoffensive, München 1983. (dabu)

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Robespierre5
10
7.11.2007, 10:46
ach...

... freßt halt alle soviel ihr wollt. je früher ihr alle abnibbelt, umsomehr bleibt in der rentenkasse für mich übrig. prima.

presonic
00
26.12.2007, 12:41
ähm

sie haben das problem nicht verstanden. es geht hier v.a. um menschen, die zu früh sterben, weil sie trotz überfluss verhungern.
viele diäten führen geradewegs in die essstörung. auch das gezügelte essen (die sog. "ernährungsumstellung), das neuerdings wie der heilige gral behandelt wird.

presonic
00
5.11.2007, 17:26
auch interessant

"esst endlich normal" von udo pollmer. selbes thema. toller autor.

presonic
00
26.12.2007, 12:45
sie übersehen

dass diäten den grundenergiebedarf des körpers senken (der körper weiß: wenig essen = notzeit) und dass viele adipöse nicht immer so waren, sondern durch zahlreiche diäten ihr gewicht immer weiter gesteigert haben.

elle
00
19.4.2008, 18:23

ich würd mal sagen, wille hängt zu einem teil auch von aussenfaktoren und zig andren intrapersonellen dingen ab.

abgesehen davon, sehen sie das alles (übergewicht) eher als strategie. wenn der grund für diese wegfällt wirds auch mim abnehmen funktionieren. bevor's so is, kann da kognitiv sonstwieviel wille da sein. wird ned funktionieren.

presonic
00
5.11.2007, 17:29
vollkommen richtig

frauen werden in vielerlei hinsicht unterdrückt in diesem land und zu sklavinnen der männer gemacht.
manche drehen den spieß aber auch um, wie etwa sonia kraus. die sieht unterwürfig-sexy aus, redet mit einem unschuldigen tonfall und spricht dabei oft echt krasse sachen aus. nur, so stark wie diese frau muss man erst mal sein...

presonic
00
13.1.2008, 13:44
zur freude vieler

liegt die höchste lebenserwartung sogar über BMI 25.

im körper wohnen klingt schön.
ich denken, man sollte das "ich" und "seinen körper" nicht trennen, denn beide sind eins.

manchmal hab ich das gefühl, dass leute sich so lange einreden lassen, dass man sich mit etwas übergewicht nicht wohlfühlen kann, bis sie krank davon werden, ihre lebenslust verlieren, ihre energie in diäten, statt in wichtigere dinge zu stecken etc.

presonic
00
13.1.2008, 13:47
männer streben nach format, frauen nach linie.

sagt alles, oder?

und: frauen sollten endlich aufhören, sich dünne zu machen, während männer ihren platz einnehmen. (im wahrsten sinne des wortes)

Robespierre5
00
7.11.2007, 10:50
aber hallo

eher hats die frau, die einen hübschen und intelligenten kerl haben könnte, aber den mit der dicken brieftaschn nimmt.

na66
00
16.8.2007, 00:43

...die frage ist eher, wer nimmt sich eine dumme, schlanke, wenn er eine kluge, dicke haben könnte!

es geht hier offensichtlich um vorurteile, dick=dumm.

aber viele männer bevorzugen frauen die zwar "gut" ausschauen, aber wenig im hirn haben, damit sie g'scheiter ausschauen als sie sind!

mir tun die frauen und mädchen sehr leid, die ihren körper so viel leid antun, nur um zu gefallen!

Robespierre5
00
7.11.2007, 10:50

Haben Sie über Ihr Gewichtsproblem schon mal mit einem Arzt gesprochen?

Ein Stein unter vielen Steinen...
00
9.11.2007, 20:17



nur weil ich sehe was sich überall abspielt, heisst es nicht automatisch dass ich die probleme habe!
oder sind sie wegen einen reichen und schirchen verlassen worden, weil sie es ansprechen?

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