Ein neues Versicherungsprogramm für RisikopatientInnen deckt Schwangerschaftsabbrüche nur mehr in Ausnahmen ab
Richter verbot Schwangerschaftsabbruch, da für die Frau keine unmittelbare Lebensgefahr besteht
Verfassungsbeschwerde der Volkspartei auf Aussetzung des neuen Gesetzes gescheitert
Die TV-Aufsichtsbehörde sieht in "Marie Stopes International" einen "Wohlfahrtsverband"
Wiener Landessicherheitsgesetz: Bis zu 700 Euro Strafe und Rückkehrverbot
Pro Life-Vorwurf der Trivialisierung des menschlichen Lebens stößt auf Rechtfertigung der Werbung duch Frauenorganisationen als "wichtigen Fortschritt"
Laut Verfassungsgerichtshof sind Proteste vor Abtreibungspraxen erlaubt - MedizinerInnen droht kein "Verlust an sozialer Achtung"
Wiens Katholischer Familienverband kirchliche Schwangerenberatungsstellen durch die Frauenstadträtin diskriminiert
Clip auf Videoportal: "Beispiel meiner Mutter wird andere Frauen ermutigen, die sich in komplizierten Phasen ihres Lebens befinden"
Demo vor Klinik, in der RU486 nun erstmals eingesetzt wurde - Keine einheitliche Regelung in Italien
In einer Klinik, in der auch Spätabtreibungen durchgeführt wurden, gab es eine auffällige Häufung von Infektionen
Konservativismus verstärkt sich - Forscherin spricht von "Scheinheiligkeit"
Parlament setzt gegen Willen von demokratischem Gouverneur Schikanen bei Abbrüchen durch
Senat hat Abtreibungsreform letztlich zugestimmt: Abtreibungen bis zur 14. Woche legal, bis zur 22. Woche im Falle schwerer Risiken für die Mutter möglich
Nach Zulassung der Abtreibungspille ruft Vatikan Ärzte/Ärztinnen und Institutionen zu Dienstverweigerung auf
Staatliche Zuschüsse für Krankenkassen, die Abbrüche zulassen, erlaubt
Präsidenten der Regionen Venetien und Piemont haben konkrete Schritte gegen die medikamentöse Alternative zum Abbruch angekündigt
In den USA sorgen Statistiken über Abtreibungen für rege Debatten über Afroamerikanerinnen - Zahlen über Abbrüche werden auch in Österreich gefordert
Die Klinik des ermordeten Arztes ist nun geschlossen, sie war die letzte in Kansas, die Spätabbrüche durchführte
Die Katholische Kirche meldet sich wieder zu Abtreibung zu Wort: Schönborn ist für gesetzliche Maßnahmen gegen Abtreibung, spricht sich aber nicht für Abschaffung der Fristenlösung aus
Aus für "sanfte Methoden": "Die Abtreibung für polnische Frauen wurde am 9. März 1943 von Adolf Hitler eingeführt"
Frauengesundheitszentrum: Statistisches Erfassen werde nicht zu Rückgang führen - Aktion Leben begrüßt Marek-Vorschlag als sinnvoll
Selbst bei krebskranker junger Frau keine Ausnahme: Lebensrettende Behandlung wird verwehrt, weil sie schwanger ist
Alle seit 1989 publizierten Studien zu Abtreibung und möglichen Folgen wurden untersucht - Fazit: Andere Risiko-Faktoren unbeachtet
Die Organisation fordert erneut Erhebung über Motive für Schwangerschaftsabbrüche und staatlichen Hilfsfonds
Drei Frauen klagen gegen Gesetz, das ihr "Recht auf Privat- und Familienleben" verletzt - Auch mit Diskriminierung von sozial Schwächeren wird argumentiert
"Aktion Leben" biete aber selbstverständlich ergebnisoffene Beratung an, so Generalsekretärin Kronthaler im Interview. Die Abtreibungsdebatte sei voller Unterstellungen
Grüne Frauensprecherin fordert vom Bürgermeister eine Ortspolizeiliche Verordnung für Wien
Guttmacher Institut forschte zehn Jahre lang zu Sexualgesundheit: Verheiratete Frauen greifen mittlerweile viel öfter zu Kontrazeptiva
Anwalt: Juristische Parallelen zur Tierschützeranklage
Die Abtreibungsfrage spaltet Hispano-AmerikanerInnen - Einstellungsbarometer ist auch für PolitikerInnen wichtig, da Latino-Gruppe am schnellsten aller US-Minderheiten wächst
Die Frauenrechtsorganisation steuert mit ihrem Klinik-Schiff seit 1999 Länder an, wo Abtreibungen verboten sind - und rettet damit Frauenleben
Neue Grazer Broschüre kompiliert Infos zu Beratung und Abtreibung
Anne-Marie Rey, streitbare Kämpferin für Frauenrechte, beschreibt das 30-jährige Ringen um die Fristenlösung in der Schweiz
... bleibt also weiterhin gesellschaftspolitisches Kampfgebiet. Schon vergessen? Die erhitzten Gemüter um die Einführung der Fristenlösung im ehemaligen Westdeutschland im Zuge der deutsch-deutschen Einigung? Das wurde zur "Einigungsfrage" gemacht! Dagegen ist die Salzburger Koalitionsfrage ja nur ein Kriserl... Ja, ja, der Bauch der Frau....
Nur komisch, dass sich die Salzburger Grünen nicht dazu äußern.
Vielleicht doch eher konservativ, hm?
Ach nein, moment, da ist doch eine aktuelle Meldung auf ihrer Homepage:
"koalitionskrise: grüne stehen für 'fliegenden wechsel' keinesfalls zur verfügung!"
Chance verspielt, schade.
gerade abtreibung ist ein thema, an dem sich die geister mehr als scheiden.
ich (als frau) bin (natürlich) dafür, daß eine frau unter menschenwürdigen bedingungen eine schwangerschaft abbrechen kann. die selbstbestimmung hat hier vorrang. mit einem kind, das keiner will, ist auch diesem selbst nicht gedient.
was mir allerdings schon etwas sauer aufstößt, ist die tatsache, daß hier diskutiert wird, mit versichertengeldern abbrüche zu finanzieren. schließlich muß ich meine verhütungsmittel auch selber bezahlen.
wie wäre es mit abtreibungsmöglichkeit im öffentlichen spital, aber bezahlung durch die abtreibenden? das fände ich fair.
genausogut könnte ich sagen:
wie komme ich als nichtraucherin dazu die vielen raucher (samt krankheiten) zu finanzieren?
wie komme ich dazu die krebspatienten zu finanzieren?
wie komme ich dazu, impotente männer durch mitfinanzierung von viagra zu unterstützen?
zugegeben - die ersten 2 vergleiche sind sehr radikal, aber der dritte vergleich ist doch wirklich ein paradebeispiel, oder?
hat sich damals irgendwer aufgeregt weil viagra von der krankenkasse bezahlt wird???
nein. wieso dann jetzt bei verhütungsmitteln und abtreibung?
in allen 3 beispielen sind immer mann und frau betroffen, oder
naja, es ist recht schwer nachvollziehbar ob jemand an seiner krankheit "schuld" ist.
schwangerschaft ist aber keine krankheit (laut definition der krankenkasse!) und eine schwangerschaft ist leicht zu verhüten.
impotenz ist, denke ich, schon eine krankheit; also wenn das viagra hilft ..
außerdem wären dann jene frauen, die privat abtreiben lassen, schlechter gestellt als jene die ins lkh gehen (können).
aber ich glaube halt wenn verhütungsmittel und abtreibung kostenlos sind, dann würde es (wie in anderen ländern) zu einem rückgang von abtreibungen kommen.
kondome sind billiger als die pille - und leider geben manche junge halt ihr geld lieber für andere sachen aus.
das würde dann wegfallen.
meine frau ist - wie wir seit wenigen tagen wissen - schwanger. selbstverständlich ist der zeitpunkt nicht optimal - das ist er nämlich so gut wie nie. für uns beide bedeutet dieses kind eine gewaltige umstellung unseres lebens, einkommensverlust und eine karrierehürde.
na und? wir freuen uns einfach auf unser baby!
es gäbe für uns nur einen einzigen vorstellbaren grund eine abtreibung in erwägung zu ziehen - die medizinische notwendigkeit. und ich denke, dass sich einige die entscheidung eine abtreibung vornehmen zu lassen, heutzutage ein wenig zu leicht machen.
... es verlangt ja auch niemand von ihnen abzutreiben.
sie freuen sich - fein, sie akzeptieren einkommensverlust und karrierehürden - sehr gut.
aber was, wenn sie dies nicht täten, wenn sie sich nicht freuten, wenn sie vielleicht sogar aus welchen gründen auch immer verzweifelt wären und eine abtreibung die einzige möglichkeit für sie darstellte?
das problem sind immer menschen, die eigenes denken, eigene maßstäbe auf andere anzuwenden versuchen.
da kann man nicht mehr tun, was man will, und außerdem kosten die Gschrappen soooo viel Geld...
Irgendwie stößt mir diese ganze Einstellung sauer auf (unabhängig von der Abtreibungsfrage). Und dann gibt's (gut verdienende) Frauen, die mit 40 plötzlich draufkommen, dass sie eigentlich doch ein Kind wollen, und verzweifelte Versuche unternehmen, um doch schwanger zu werden.
Gleichzeitig bin ich auch dafür, dass einer Frau in einer Zwangslage niemand Vorschriften machen soll. Man sollte ihr allerdings (besonders von Staats wegen!) jegliche Unterstützung geben, das Kind doch zu behalten. Dies gilt übrigens auch für jene Frauen, die sich vor Ende 30 aus wirtschaftlichen Gründen sonst nicht in der Lage sehen würden, ein Kind zu haben.
dass männer vor 25 jahren gar keine sterilisation durchführen können?
was sollen sie bis dahin machen? bzw. vielleicht wollen sie noch keine kinder bis 30, später dann doch?
haben sie da auch gscheite antworten?
selten so einen schwachsinn gelesen...
... die ungeplanten Kinder nicht töten, sondern zur Adoption freigeben. Oder auch gar keinen Sex haben.
Man kann eben Sex und Schwangerschaft nicht so einfach trennen, auch wenn manche es gerne möchten. Das geht in der Praxis erfahrungsgemäß einfach nicht!
Das Töten von menschlichen Lebewesens nur zu seinem eigenen, privaten, finanziellen und zeitlichen Vorteil war grundsätzlich noch nie eine kluge Strategie und wird auf lange Sicht immer nach hinten losgehen.
Bsp. Vereinsamung im Alter (da die letzten Verwandten und Freunde ev. alle schon estorben sind), ungewollte Kinderlosigkeit uvm ...
Nein, es gibt keinen Gebärzwang. Keine Frau muss schwanger werden und gebären. Aber es gibt ganz eindeutig ein Tötungsverbot.
Mfg, Robert Bachner
gratulation, aber das ist eure persönliche entscheidung. ihr könnt in einem land, wo abbruch innerhalb einer bestimmten frist straffrei ist, niemandem vorschrieben, wie sie/er es zu halten hat. burgstaller will nichts anderes als endlich durchsetzen, was längst gesetz ist. und was wie üblich an jenen scheitert, die die kontrolle über das leben von frauen haben wollen. für die die entscheidung, ein kind zu bekommen, nun mal das alltagsleben mehr und dauerhafter verändert als für einen mann.
Hey, Deine Frau hat es aber ideal erwischt: Sie hat einen offensichtlich verläßlichen Vater für das Kind, einen Job, ein Dach überm Kopf, jegliche Unterstützung.
Ist es so schwer, sich vorzustellen, dass manche Frauen das alles NICHT haben?
Gratulation zum Baby! Schön für euch, wenn ihr euch freut!
Aber lass bitte anderen das Recht, andere Gefühle zu haben und daraus die Konsequenzen ziehen zu können! Woher weisst du eigentlich, ob sichs "einige zu leicht machen"? Kennst du welche? Persönlich, meine ich? Wenn ja, haben die dir das so gesagt?? Oder wars ein Kerzerlmarschierer, der die das auf der Straße geflüstert hat...
Für alle, die meinen, für die Abtreibungsgegner eine Lanze brechen zu müssen: Gehen Sie auf den Fleischmarkt in Wien und schauen Sie sich die neurotischen, rosenkranzbetenden und Frauen belästigenden Fanatiker an. Mit denen legt sich Haslauer ins Bett. Ekelhaft!
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