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Aktueller denn je
"Die hier versammelten Arbeiten sind nach zwanzig Jahren immer noch und wieder von neuem aktuell. Sie sind immer noch aktuell, weil sie zusammen mit anderer feministischer Grundlagenliteratur gleichsam die wissenschaftliche Basis geben, auf der gegenwärtige Entwicklungen wie die Umsetzung des Gleichstellungsgebotes in den Frauenförderplänen oder das neue Gewaltschutzgesetz zu verstehen sind … Sie sind wieder von neuem aktuell, weil sich eine neue Generation von Frauen und Männern in Deutschland und in östlichen Ländern über die politischen Grundlagen, das feministische Gedankengut, die Problemstellungen und Lösungen informieren will ... Die Artikel sind aber auch aus einem erschütternden Grund heute aktueller als vor 20 Jahren: weil unsere Welt noch gewalttätiger geworden ist. Es ist deshalb umso wichtiger für uns heute, die alltägliche Gewalt sowie die Gewaltpolitik zu durchschauen, um politische Änderungen im Kleinen wie im Grossen bewerkstelligen zu können ..."
(Aus dem aktuellen Vorwort)
Vita der Herausgeberin
Senta Trömel-Plötz, 1939 in München geboren, ist Anglistin und Germanistin, studierte Linguistik in den USA und machte eine psychotherapeutische Ausbildung in der Schweiz und den USA. Bis 1984 war sie Professorin am Fachbereich Sprachwissenschaft der Universität Konstanz. Seither arbeitet sie als freie Linguistin und Autorin und hat zahlreiche Veröffentlichungen auf dem Gebiet der formalen Linguistik, Psycholinguistik und feministischen Linguistik vorzuweisen: 1982 erschien "Frauensprache: Sprache der Veränderung", 1984 "Gewalt durch Sprache" und 1996 "Frauengespräche: Sprache der Verständigung" (alle bei Fischer TB). 1992 erschien eine Sammlung ihrer Reden und Artikel unter dem Titel "Vatersprache - Mutterland: Beobachtungen zu Sprache und Politik" (Frauenoffensive). (red)
"Sie" und "er" bekommen Zuwachs: "Hen" soll Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts eliminieren helfen
Auf die Anrede "Mademoiselle" soll verzichtet werden - Frauenrechtlerinnen fordern das seit langem
Ein Wissenschaftsblog seziert genauestens und mit kühlem Kopf ein Thema, das selten unaufgeregt debattiert wird, und erklärt, warum die männliche Form für alle schlichtweg falsch ist
Eine Kampagne fordert, dass die Behörden nicht mehr zwischen der verheirateten Madame und der ledigen Mademoiselle unterscheiden
Wegen Ressourcen-Knappheit und massiven Protesten wird es keine Unterlage zum Thema "Gendering in der schriftlichen Kommunikation" geben
Ein Tool für MS Office soll beim geschlechtergerechten Schreiben helfen – dieStandard.at hat’s getestet und festgestellt: Den guten Willen ersetzt es nicht
"Das Maskulinum ist nicht mehr das, was es mal war," sagt die Pionierin der feministischen Sprachkritik Luise F. Pusch im dieStandard.at-Interview
Das Binnen I bekommt Konkurrenz: Der _ stellt Unsichtbarkeit und sprachliche Repräsentation jenseits von "er und "sie" zur Debatte
Eine Replik auf den Leserbrief eines Users, der sich an politisch korrekter Schriftsprache stößt, in Form eines amüsierten Kommentars
Berühmte Linguistinnen und Schriftstellerinnen äußern sich zur männlichen Dominanz in Sprache und Konversation - Zitate in einer Ansichtssache
Karin Eichhoff-Cyrus fordert zu mehr Kreativität beim Sprechen auf
Unterdrückung von Frauen in Sprechsituationen - Eine Analyse nach Senta Trömel-Plötz
Kommentar zur hohlen Argumentationslogik der Sprachreform-VerweigerInnen
Für ihr Beharren auf patriarchalem Sprachgebrauch bekommt F. H. Jourda eine saftige Zitrone
Senta Trömel-Plötz eine mutige, kluge und intelligente frau - vor jahren habe ich sie anlässlich ihres vortrages zu "gewalt durch sprache" kennengelernt.
wie auch i.d. witzkultur gewalt durch sprache (frauenabwertung) sichtbar wird, zeigt sich heute i.d. sog. `mutter-witzen`- die dank der neuen medien zu tausenden im internet grassieren u. per sms, twitter unter jugendlichen (zumeist männlich) verbreitet werden. zum inhalt haben diese sprüche die tabu-themen unserer kultur sexualität, fäkalien, fettleibigkeit. extrem frauenfeindliche zoten dienen der belustigung unter jugendl. und werden als schimpfworte benutzt, um andere - auch die mütter der anderen - verbal herabzuwürdigen.
http://www.fembio.org/biographi... frau/blog/
werden keine wirklichen fakten, nur entsetzen und leid unter den zuständen transportiert.
aber was meint die Autoren wirklich mit vergealtigung durch sprache?
das nicht verwenden des binnen Is????
oder gehts um mehr?
um etwas anderes?
uim machtstrukturen in der und durch die kommunikation?
kein wunder, wenn mann uns nicht versteht, und alles mäögliche annimmt!
einfach sich mal selbst aufmachen und informieren und ihre bücher kaufen, bevor wieder - wie üblich von nichtwissenden bzw. besserwissenden - unnötige kritik geäussert wird.
empfehlen kann ich "vatersprache - mutterland" (beobachtungen zu sprache und politik) .
"Vergewaltigung durch Sprache". Wer einen Artikel so überschreibt, zeigt nur, dass ihm oder ihr die Maßstäbe völlig abhanden gekommen sind. Wer alles Unbehagliche und Unangenehme unter dem Begriff der Gewalt oder Vergewaltigung subsumiert, braucht sich eines Tages nicht zu wundern, wenn man nicht mehr nachvollziehen kann, was einem Opfer einer Vergewaltigung wirklich angetan wurde.
... ich bin für eine ganz unorthodoxe Form der Schreibweise: Wir verkürzen die Wörter: Dann heißt das Arbeitnehm (für alle), Mensch, Schül, Minist, Kolleg, Mitarbeit, Lehr, Politik - statt verkrampfte Langschreibweise zu fordern. Noch besser und eindeutiger: ein L dazustellen: Lehrl, Politikl, Arbeitnehml, Schüll, Ministl usw. Endlich was KREATIVES! Unsere Frauen haben einen Emanzipationswahn, doch nur wo es leicht geht, am Bau seh ich ganz wenige oder gar keine.
Meine liebe Leidensgenossin wärmt noch immer ihre Geschichten aus längst vergangenen Tagen auf. Durch sie habe ich gelernt, immer korrekt zu sagen: "Die Mörderin / der Mörder ist noch immer auf freiem Fuß".
kommen wir nicht weiter.
gewalt in der sprache ist nicht nur eine vorstufe der physischen gewalt, sondern gewalt an sich.warum? weil es sehr weh tun kann, so einfach ist das.
und sie ist vor allem auch im rassismus zuhause, diese gewaltsame sprache nicht nur im verhalten frauen gegenüber. oft nur eine scheinbare niveaufrage, aber in den unterschiedlichen formen "gewählter" sprache im wesentlichen mit der alltagssprache ähnlich oder gleich.
wir haben es in der frage des beitrittes der türkei mit großer bestürzung erlebt.und wir erleben sie täglich bei themen politischer natur.
Und so wird es denn auch erklärbar, warum Aussagen zustande kommen wie dass zwei Drittel aller Frauen von Gewalt betroffen sind oder waren.
So wird man diese "Statistik" mit Leichtigkeit bis Jahresende auf 75% erhöhen können. Gewalttäter weil nicht einer Meinung mit Wolfis Mutter ... :-)
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