Baby-Klappen in Ungarn vor Legalisierung

von Redaktion  |  25. Jänner 2005, 10:36

Derzeit sind Mütter und SpitalsleiterInnen noch mit Gefängnis bedroht

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Cassius 
25.01.2005 16:27

Diese Babyklappen sind eine prima Idee. Wenn man sich die alternative dazu vor Augen führt, wundert es mich wie man dagegen sein kann.

Stefan Celedin
26.01.2005 16:03
Babys verklappen

Dass Babys nun nicht mehr vor Findelhäusern abgesetzt werden müssen, sondern einfach und problemlos verklappt werden können ist wirklich ein sozialer Meilenstein und uns. Jahrhunderts würdig. Hat sich zumindest etwas seit dem Mittelalter getan. Bestehen bleibt die Frage, ob man nicht einige Meter von der Klappe entfernt ein dunkles Geburtswinkerl mit einem kleinen Glöckchen einrichten sollte, damit die Gebärende, sollte sie (mangels Eignung) die Geburt für zu schmerzvoll halten, den Balg nicht herausbekommen oder unintelligenterweise zuviel Blut verlieren dann dezent klingeln kann, um einen Passanten um ein Aspirin oder seelische Unterstützung zu bitten. Anonyme unbürokratische Geburt im Krankenhaus kann ja wohl nicht die Lösung sein,oder ?

der kleine wassermann
25.01.2005 10:41
ich frag mich immer, was die babyklappen sollen.

eine mutter, die ihre schwangerschaft verheimlicht hat, kann sich nach der geburt blutend zur nächsten babyklappe schleppen, ihr kind dort ablegen und sich dann aus dem staub machen - hauptsache, für das ist gesorgt...

Lady Kitty
25.01.2005 13:08
*brrr*

... das haben sie jetzt aber kurz und grauslich auf den punkt gebracht.
umsonst finde ich diese babyklappen ganz und gar nicht. schließlich werden sie ja von manchen in notsituationen befindlichen frauen angenommen. abgesehen davon melden sich oft die eltern nach einigen tagen beim krankenhaus und wollen ihr kind doch gerne behalten. so konnte schon manch unheil verhindert werden.

das unentbehrliche Handbuch
25.01.2005 14:40
na gut, dann hat die frau eben ganz offiziell im spital oder mit hebammenbetreuung entbunden -

das heißt, es gibt eine geburtsmeldung an das standesamt und eine offizielle identifizierungsmöglichkeit für das kind (fußabdruck - die werden nämlich nicht gemacht, weil´s so herzig ist) mit zuordnung zu den leiblichen eltern.

die mutter legt ihr kind danach in die babyklappe - um sich um die offizielle entscheidung über eine freigabe zur adoption zu drücken? und den papaierkrieg zu vermeiden? oder um sich erst mal ein paar tage zu erholen, bis sie´s wieder nach hause holt?

und welches unheil wurde vermieden? die tötung des kindes bei der geburt? schaun sie sich die statistiken an. das ist wunschträumen.

Stuffi
25.01.2005 16:56
Wem schaden Babyklappen?

Wenns auch nur ein Leben rettet, ists den (ohnehin geringen) Preis wert.

das unentbehrliche Handbuch
26.01.2005 09:50
wessen leben?

babyklappen sollen angeblich kinder retten.

mütter, die ihre kinder nicht wollen, können sie dort ablegen (wie in den findelhäusern zu zeiten des frühkapitalismus).

man denkt dabei immer an die geschichten á la: babyleiche am gangklo gefunden.

diese frauen erreicht man aber mit dem angebot nicht. wer das in anspruch nimmt, muss schon gut organisiert und informiert sein. frauen, die ihre schwangerschaft verdrängen und von der geburt überrascht werden, sind das mit sicherheit nicht.

was bleibt über? eine einfache möglichkeit, formalitäten und belastungen einer offiziellen adoption zu umgehen. zu lasten der kinder, deren recht auf kenntnis ihrer abstammung damit abgeschnitten wird.

sentimentalitäten helfen niemandem.

Emily Pankhurst
29.01.2005 19:46

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