EU-weit 14 Millionen Frauen betroffen

von Redaktion  |  24. April 2005, 17:00

Neun Jahre bis zur Diagnose und 30 Milliarden Euro Kosten für die EU - Eine britische Studie über die Auswirkungen von Endometriose wurde im EU-Parlament vorgestellt

Straßburg - Im EU-Parlament wurde anlässlich der Endometriose-Aktionswoche von 7. bis 13. März eine britische Studie über Auswirkungen und Kosten der chronischen Frauenkrankheit Endometriose vorstellt. Angesichts der Fakten forderte die britischen EU-Parlamentarierin Diana Wallis und Robert Music, Chef der britischen Endometriose-Gesellschaft, mehr Aufklärung in der EU, aber auch finanzielle Mittel zur Erforschung und Behandlung dieser unterschätzten Krankheit.

Neun Jahre bis zur Diagnose

Es wird davon ausgegangen, dass EU-weit 14 Millionen Frauen und Mädchen an Endometriose erkrankt sind. Für die Studie der EAPPG (Endometriosis All Party Parliamentary Group) wurden die Angaben von 2599 Frauen aus dem EU-Raum ausgewertet. Sie zeigt, dass sich die Jahre bis zu einer korrekten Diagnose von bisher 7 auf 9 Jahre erhöht hat.

Durchschnittlich verloren berufstätige Frauen aufgrund der starken Beschwerden bis zu fünf Arbeitstage pro Monat, 14 Prozent gaben an, ihren Job wegen der Krankheit aufgegeben, verloren oder unterbrochen zu haben.

Acht von zehn Frauen leideten an Schlaflosigkeit, drei Viertel gaben an, dass ihr soziales Leben beeinträchtigt sei und genausoviele äußerten Schmerzen beim oder die Unmöglichkeit von Geschlechtsverkehr. Dies habe zum Teil schwere Konsequenzen für die Beziehungen der Frauen.

Wirtschaft und Endometriose

Um das Ausmaß der Krankheit zu verdeutlichen, wurde auch auf die wirtschaftliche Dimension von Endometriose verwiesen: Jedes Jahr verliert die EU bis zu 30 Milliarden Euro für die ausgefallene Arbeitskraft, so die britische Liberale Diana Wallis. Hinzu würden noch die vielen anderen Ausgaben für verzögerte Diagnose, medizinische Behandlung und künstliche Befruchtung kommen. (red)

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janina xxx
24.03.2005 13:55
die 30mrd möcht ich mir anschauen

das glaub ich nicht, das wären ja fast 1/3 der gesamten eu fördergelder (für landwirtschaft stehen 50mrd zur verfügung und die bekommen ca. die hälfte) und pro frau wären das 2140€

wenn man bedenkt, was frauen verdienen, würde das bedeuten, dass eine frau mehr als ein monat im jahr ihrem dienstgeber nicht zur verfügung steht und das bezweifle ich, außerdem gibt es viele nur hausfrauen und ob das geld dann der eu fehlt, wenn die frau nichts zu hause machen kann, kann man auch nicht sagen

woher stammt denn diese zahl???

Feline
31.03.2006 08:22
Das kann schon stimmen

Wenn man bedenkt, dass man bedingt durch die Endometriose einige Tage pro Monat sehr starke schmerzen haben kann (welche so stark werden können, dass man wirklich nicht fähig ist zu arbeiten), ein geschwächtes Immunsystem haben kann, häufige Krankenhausaufenthalte/Operationen haben kann. Wenn dann noch z.B. andere Organe wie Darm, Niere etc. betroffen sind können diese Krankenhausaufenthalte auch einige Wochen dauern bzw. wird ev. Rehab notwendig kann sich das schon summieren - klar geht es nicht jeder Frau so - aber es kann schon extreme Fälle geben die die Statistik sehr in die Höhe treiben.

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