Blasenentzündung

Redaktion, 4. Mai 2005, 07:00

Die Harnwegsinfektion ist die häufigste bakterielle Entzündung bei Frauen - Vorbeugende Maßnahmen und Tipps

Häufiger Harndrang mit stechenden oder brennenden Schmerzen in der Harnröhre, krampfartigen Unterbauchschmerzen, Blut im Urin, Schmerzen im unteren Rücken - das sind die typischen Symptome einer Blasenentzündung, medizinisch Harnwegsinfektion genannt. Sie ist die häufigste Infektion bei Frauen. Die Entzündung der unteren Harnwege (Urethritis oder Zystitis) ist meistens bakteriell, seltener viral oder parasitär, bedingt. Dabei stammen die Bakterien aus dem Darm. Frauen sind in erster Linie aufgrund der kürzeren Harnröhre, die ein Aufsteigen der Bakterien in die Blase begünstigt, häufiger betroffen als Männer.

 

Weitere Faktoren sind außerdem ein geschwächtes Immunsystem, vaginale Infektionen, Störungen der Vaginalflora beispielsweise durch chemische Verhütungsmittel oder synthetische Hormone sowie hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren. Auch häufiger Geschlechtsverkehr (Honeymoon-Zystitis) und ein Diaphragma können eine Entzündung der Blase begünstigen.

Zumeist werden vorschnell Antibiotika verschrieben, durch die, wie Greta Schuler betont, jedoch ein "Teufelskreis" entsteht. Denn die veränderte Darmflora kann zu einer Verstärkung der Kolibakterien führen, die wiederum Blasenentzündungen und Vaginalinfektionen hervorrufen. Empfehlenswert sei es, eine ganzheitlich arbeitende Therapeutin mit klassischer Homöopathie, TCM, Shiatsu etc. zu Rate zu ziehen.

Vorbeugende Maßnahmen

Ein Tipp, der immer beherzigt werden sollte: mindestens zwei Liter Wasser täglich trinken, damit die Blase durchgespült wird und Keime sich erst gar nicht festsetzen können.

Kalte Sitzgelegenheiten sollten gemieden werden, daher ist empfehlenswert, immer einen Pulli oder Sonstiges zum Unterlegen mit zu haben.

Nach dem Stuhlgang immer von vorne nach hinten wischen, damit Darmbakterien nicht in die Harnröhre gelangen können.

Zum Waschen des Intimbereichs keine Intimwaschlotionen verwenden, damit die natürliche Keimbesiedelung nicht gestört wird.

Locker sitzende Unterwäsche aus Baumwolle bevorzugen, da Synthetik die Vermehrung der Keime fördert.

Bei Harndrang sofort pinkeln gehen, nicht aufschieben, damit die Blase geleert wird. Auch nach dem Geschlechtsverkehr, um möglichst Keime auszuspülen.

Wenn's akut ist

Bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung sofort viel trinken, am besten Wasser ohne Kohlensäure, Kräutertees oder Obstsäfte. Die Ernährung sollte weitgehend salzlos und frei von tierischem Eiweiß sein. Säureproduzierende Nahrungsmittel wie Fleisch, Schalentiere, Sardinen, Sauerampfer, schwarzer Tee und Kaffee, Zucker und Zitrusfrüchte meiden.

Wirkungsvoll sind: frischer Knoblauch, Apfelessig mit Wasser gemischt, Lauch, Roggen, Rote Bete, Papaya, Ananas, Kartoffeln, Gemüsebrühe und Miso-Suppe. (dabu)

Der Artikel basiert auf einem Bericht der Heilpraktikantin Greta Schuler in clio, Zeitschrift für Frauengesundheit (Nr. 57).

sonja1978
00
5.11.2006, 16:17

noch ein tipp, den ich allen frauen geben kann
schade, dass hier die propaganda nicht funktioniert:
nach dem sex auf die toilette gehen
hier werden viele bakterien an ort und stelle plaziert, die sich dann vermehren, vermehren und man kriegt eine wundervolle blasenentzündung!

glaubts mir

Zofia Witt
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vorsicht

solco urovac ist nicht nur ein bakteriengift sondern auch ein fremdeiweiß d.h. allergien sind nicht selten. aufgrund von zahlreichen ärztlichen meldungen wurde es vom markt genommen. es ist auch nicht vorstellbar, dass so alle e. coli stämme (es gibt nämlich sehr viele unterschiedliche) vernichtet werden! beim wiederkehrenden harnwegsinfekt helfen auch hausmittel wir apfelessig u.a. sehr gut.

fling
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heißer tipp

der beste tipp, den ich ua auch in den usa von einer supersterilen klinik zu diesem thema erhalten habe, war: preiselbeerjuice! kann ich nur weiterempfehlen. dies hilft mir am allerbesten - und bei mir sind solche entzüdungen sowohl im frühjahr als auch im herbst immer vorprogrammeirt.

Ga Vi
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Impfen!

Danke für den Artikel, es scheinen viele Frauen betroffen zu sein. Ich war es auch: Nach 14 (!) operativen Dehnungen der Harnröhre von meinem 4. Lebensjahr an, war ich davon überzeugt, ein chronisches Problem zu haben. Dann riet mir ein Urologe, mich gegen die Hauptverursacher (Escherichia Coli) impfen zu lassen und befreite mich von dem Leiden. Das Mittel hiess Solco Urovac, die Impfung wurde 2 mal aufgefrischt. Dann war es –aufgrund mangelnder Nachfrage!!!!– in Österreich nicht mehr erhältlich. Ich hatte aber dennoch seit 15 Jahren keine Probleme mehr, nicht ein einziges Mal. Der Teufelskreis war durchbrochen!

snake
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interessant!!

ich entnehme deinem posting, dass bei dir eigentlich eine meatusenge vorlag. da sich die blase nie genügend entleeren kann, wenn die harnröhre verengt ist, neigt man zu wiederkehrenden infektionen. frage: wie hast du diese verengung weggekriegt? ist sie nach 14 dehnungen einfach nicht mehr zurückgekehrt? da ist dann vielleicht ein vorteil der frühen jugend, denn ansonsten operieren sie ja (schneiden), wenn das dauernde dehnen nicht lange nützt.

jaya
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Der Mensch hat ungefähr 10 mal so viele Bakterien wie Körperzellen. Escherichia Coli Bakterien sind die wichtigsten Darmflorabakterien und leben mit unserem Körper in Symbiose, d.h. wir brauchen diese Bakterien wohl oder übel zum Verdauen der Nahrung.
Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass das Impfen gegen diese Bakt. gut sein soll. Und warum klären einem die Ärzte darüber nicht auf?

Ikea
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Also ob eine Impfung gegen E.Coli was Gutes ist (sofern so etwas wirklich existieren sollte) ? Er ist immerhin ein wichtiger Darmkeim und hält die intestinale Darmflora im Gleichgewicht (Stichwort: Sekundärbesiedelung durch Clostridien etc.)
Zum zweiten finde ich es zwar oft übertrieben wie mit Antibiotika umgegangen wird, bei Frauen mit rezidivierenden (immer wiederkehrenden) HWI´s jedoch, sollte eine antibiotische Therapie bei den ersten Anzeichen angedacht werden. (Motrim etc.)
Und Shiatsu bei einer Infektion anzuraten ist m.E. fahrlässig - Liebe Standardredaktion: Für den nächsten Artikel bitte nicht nur eine Person (Darstellung) zu Rate ziehen - bitte etwas mehr Recherche. Die Betroffenen werden teilweise in die Irre geführt.

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