Prämenstruelles Syndrom

Dagmar Buchta, 12. Mai 2005, 07:52
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    foto: apa/dpa/ patrick pleul
    Die Tage vor den Tagen zählen für viele Frauen zu den unangenehmsten...

Die unangenehmen Beschwerden vor den Tagen lindern: Tipps zur Ernährung, Nahrungsergänzung und Entspannung

Vielen Frauen, etwa 30 bis 40 Prozent im gebärfähigen Alter, ist das monatlich wieder kehrende prämenstruelle Syndrom (PMS) vertraut, und leider auch allzu oft die Tatsache, dass ihre Beschwerden nicht ernst genommen werden. Sie werden als Hypochonderinnen abgetan und/oder ins hinlänglich bekannte Klischee - Frauen seien per se krank - geschoben. Doch die Frauen brauchen sich davon nicht verunsichern zu lassen und können vertrauen, dass es beinahe immer geeignete Mittel gibt, gegen das monatliche Unwohlbefinden anzukommen.

Die Schwierigkeit gegen PMS ein allgemeines Mittel zu finden, liegt in der Subjektivität der Beschwerden und der Vielfältigkeit der Symptome begründet: Kopf-, Brust- und Bauchschmerzen, Wassereinlagerungen und psychische Verstimmungen, die von Aggressionen und Ängsten bis zu Depressionen reichen können, sind häufig.

Mögliche Ursachen

Wesentlich dabei ist, dass die Befindlichkeitsstörungen in den Tagen vor den Tagen mit den individuellen Lebensbedingungen der einzelnen Frau zusammen hängen und auch psychische Faktoren ebenso wie insbesondere Stress eine Rolle spielen. Rein medizinisch werden folgende Ursachen diskutiert:

Östrogenüberschuss bzw. Progesteronmangel
Prostaglandinmangel oder -überschuss
Beta-Endorphinmangel
Neurotransmitter-Mangel
Zuviel Stress - Dauerstress
Magnesiummangel
Vitamin-B6-Mangel
Unterzuckerung des Blutes

Geeignete Maßnahmen

Jede Frau kann selbst herausfinden, wie sie ihre eigenen Beschwerden lindern kann. Im Folgenden sind verschiedene Mittel und Methoden aufgeführt, welche sich im Umgang mit PMS bewährt haben:

Ein klassisches Naturheilmittel ist Mönchspfeffer, der in Form von Tropfen oder Tabletten in Apotheken ohne Rezept erhältlich ist. Davon müssen eine Tablette oder vierzig Tropfen täglich über einen Zeitraum von etwa vier Monaten eingenommen werden, um eine dementsprechende positive Wirkung zu erzielen, meistens dauert es ein halbes Jahr, bis Erfolge erzielt werden. Mönchspfeffer hilft bei Spannungsgefühl in den Brüsten, Ödemen, innerer Anspannung, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, depressiven Verstimmungen, Verstopfung und unregelmäßigen Zyklen.

Ebenso bewährt haben sich Kombinationspräparate wie Femisana Mixtur, von der ein bis zwei Teelöffel vor den Mahlzeiten eingenommen werden sollen, und Mastodynon, von dem zweimal dreißig Tropfen pro Tag empfehlenswert sind. Zweiteres kann auch zu einer Salbe verarbeitet werden, die bei spannenden und knotigen Brüsten (Mastopathie) Abhilfe schafft.

Um den Progesteronspiegel zu erhöhen, kann auch natürliches Progesteron als Progestogel (rezeptpflichtig) zugeführt werden, welches ab dem Eisprung zehn bis vierzehn Tage lang auf die Haut aufgetragen wird.

Ein weiteres Mittel stellt Vitamin-B6 dar, das in Tabletten-Form geschluckt wird, aber auch in Kartoffeln und Gemüse enthalten ist. Ein solcher Mangel wird mit Stimmungsschwankungen, Brust- und Kopfschmerzen in Zusammenhang gebracht. Magnesium wiederum entspannt, stabilisiert und wirkt krampflösend. In Form von Brausetabletten oder Schüsslersalzen beseitigt es Aufgedunsenheit, Migräne und psychische Verstimmungen. Magnesium kann auch über die Nahrung durch Dinkel, Weizenkeime, grünes Blattgemüse und Erdnüsse aufgenommen werden.

Kalzium, enthalten in Vollkornprodukten, Soja, Mandeln, Sardinen (Milchprodukte als Lieferantin vermeiden), wirkt gegen Depressionen, Ängste, Wut, Weinerlichkeit, Rückenschmerzen, Migräne ... Auch hier sollten Milchprodukte vermieden bzw. auf Brausetabletten zurück gegriffen werden. Zink ist wichtig für die Schmerzempfindlichkeit und kann über Weizenkeime, Bierhefe, Eier, Mandeln und Kürbiskerne eingenommen werden.

Besonders zu empfehlen ist auch Nachtkerzen- oder Borretschöl, zum Beispiel in Tablettenform. Sie enthalten essentielle Fettsäuren und Vitamin-E, die für die Prostaglandinbildung wichtig sind. Geeignete Nahrungsmittel wären Mais, Sonnenblumenkerne, Walnüsse, Sesam, Soja, Leinsamen, Hering, Lachs, Makrele, Thunfisch, Spinat und Weizen. Dadurch können Schmerzen gelindert sowie Stimmung und Stoffwechsel angeregt werden.

Ernährungs-Tipps

Allgemein gilt, dass in der zweiten Zylushälfte der Kalorienbedarf erhöht und es günstiger ist, mehrmals täglich kleinere kohlenhydratreiche Mahlzeiten, beispielsweise Müsli mit Obst, Vollkornprodukte, Kartoffeln einzunehmen. Die Lust auf Süßes sollte mit Obst, Nüssen und Samen befriedigt werden. Ein Verzicht auf Schokolade, Kaffee, Alkohol, Fleisch, Milchprodukte und Fett lindert zumeist die prämenstruellen Beschwerden. Auch Speisesalz erweist sich als ungünstig, weil es Flüssigkeit im Körper speichert und so das Spannungsgefühl erhöht. Es kann durch Kräutersalz und frische Kräuter ersetzt werden, die zusätzlich Vitamine und Spurenelemente liefern.

Bestens bewährt sich auch, viel Wasser und Kräutertee (Kamille, Salbei, Baldrian, Hopfen) zu trinken - mindestens eineinhalb Liter täglich. Als besonders wirksam gilt das stimmungsaufhellende und entspannende Johanniskraut, das als Tee, Öl oder Tropfen erhältlich ist. Gegen Flüssigkeitsansammlungen wirken Löwenzahn, Brennessel und Birkenblätter.

Bäder und Gymnastik

Gerade in der Zeit vor der Menstruation erweisen sich duftende und entspannende Bäder als besonders nützlich. Hier wirken Kamille, Melisse, Lavendel, Geranie, Bergamotte, die auch in Duftlampen gegeben oder als Massageölzusatz verwendet werden können. Weiters empfiehlt es sich leichte, nicht anstrengende Gymnastik zu betreiben: schwimmen, Luna-Yoga, QiGong, Medidation, spazieren gehen oder einfach flach ausgestreckt mit den Händen auf dem Bauch ein- und ausatmen. (dabu)

Weitere Informationen über PMS finden sie bei Christine Northrup:
"Frauenkörper Frauenweisheit"
Sandmann-Verlag
ISBN 3-932023-22-6

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14 Postings
syber
00
bei mir nuetzt alles nichts

nur schmerzstillende tabletten und die letzten zweiunddreissig jahre waren genug. freiheit fuer die einleitung des kuenstlichen klimakteriums!

athene 2003
00
16.7.2007, 00:10
viele mangel-aufzählungen

aber es liegt unbedingt auch am hormongleichgewicht. und das kann man durch ernährung hinkriegen. zuviel zucker: zuviel dheas und alles gerät aus dem lot. verzichtet man auf zucker, kriegen sich die hormone ein und pms wird ein fremdwort.

besserwisser20
00
11.5.2005, 22:47

seltsam, hier posten alle über ihre krämpfe (die durchaus nicht zu vernachlässigen sind) aber eigentlich gehts doch um PMS... krämpfe hat man doch während der regel und nicht vorher... oder ist mein system irgend wie durcheinandern?

syber
00
kraempfe

hat frau vor, waehrend und auch nachher moeglicherweise.

ned woa!
00
11.5.2005, 22:46
also was jetzt?

ehrlich gesagt hat mich dieser artikel nur verwirrt.
ich trinke milch, um meinem blutdruck was gutes zu tun und mehr Energie zu bekommen - und jetzt soll dsa teilweise für meine unerträgl pms verantwortlich sein?

gerade vor den tagen hab ich extreme lust auf süßes und vor allem schokolade - und dsa soll mir schaden?

was soll ich jetzt wirklich machen?

athene 2003
00
16.7.2007, 00:13
die lust auf süßes kommt vom

progesteronabfall, der depressiv wirken dürfte, ich glaube, auf das serotonin. die lust auf süßes ist ganz natürlich. ich glaube bitterschokolade ist am besten, da sehr kakaohaltig. das geht sofort ins hirn und das serotonin hüpft.

puschel eichhorn
00
30.6.2005, 09:47

ehrlich gesagt halte ich verallgemeinernde tips für blödsinn. jedeR merkt doch selber, was ihr/ihm guttut. die empfehlung auf milch zu verzichten halte ich schon für bedenklich. ich hab auch große lust auf süßes und fettes vor den tagen. eß ichs halt. na und?

Jana P.
00
11.5.2005, 21:17
Klingt vielleicht blöd...

...aber bei mir hilft Sex gegen die Krämpfe, wenn sie gerade anfangen. Dann bleiben sie meistens ganz weg. Wenn sie einmal "voll in Schuss" sind nützt leider nix mehr was. :-(((

besserwisser20
00
11.5.2005, 22:43

das kann durchaus sein - ich hab gehört, dass gewisse sportarten gegen diese krämpfe nutzen, also warum nicht auch sex?

Barbara Schrattenholzer
00
11.5.2005, 17:41
Frauenmanteltee

hatte bei mir den Effekt, dass ich keine Schmerzmittel mehr brauche. Nach Jahren endlich mal was brauchbares und ziemlich simpel in der Anwendung

Hibiskus
00
11.5.2005, 14:35
Ganz auf Fleisch verzichten;

möglichst wenig Milchprodukte essen und viel Sport betreiben hat mir die Beschwerden vor und während der Periode "weggezaubert".

ayla13
00
11.5.2005, 21:46
menstruation und ernährung

ich bin zufällig auf einen artikel gestossen, der mich uaf dieses thema mens und ernährung erst aufmerksam gemacht hat:
es geht darum, dass wir nur deswegen so eine lange und schmerzhafte mens haben, weil wir uns alle schlecht ernähren...
http://www.tierversuchsgegner.org/Gesundhei... hkost.html
das ist der link...klingt etwas schräg, aber ich würde gerne eure meinung dazu hören
lg

die naive
00
11.5.2005, 19:45

Ich brauche - im Gegensatz zu sonst - viel Fleisch u Fisch. Von wegen Sport - bin froh, wenn ich den normalen Alltag irgendwie auf die Reihe krieg und liege gerne möglichst faul herum und genieße es, mich zu bedauern : - ))

la ananda
00
11.5.2005, 10:42
keinen tropfen alkohol

ich habe sowohl pms als auch die schrecklichen krämpfe fast weg indem ich mind. 4 tage lang vorher keinen tropfen alkohol trinke.

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