Die Geburt der Gynäkologie

Redaktion, 30. Juni 2005, 21:20
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    grafik: dabu
    Der Aufstieg der Gynäkologie bedingte den Fall der Frauenheilkunde...

Eine Geschichte mit fatalen Folgen für die Frauenheilkunde, die bis heute - im wahrsten Wortsinn einschneidende - Wirkungen zeitigt

"Ein nach Kindererzeugung gieriges Tier ist der Uterus" (Aristoteles), "Die Eierstöcke sollen den Hoden gleichen" (Johann Christian Gottfried Jörg, 1832), "Der Samen ... der Frau ist unergiebig und kalt, unfähig zur Zeugung" (Galen), "Die weiblichen Organe werde ich nicht beschreiben, denn sie sind abscheulich" (Charles de Linné)...etc... Diese Liste sexistischer Aussagen von Philosophen, Ärzten und Wissenschaftern, die auf nichts anderem als extremen Frauenhass und -phobie beruhen, ließe sich endlos fortsetzen.

Von der Antike bis zum heutigen Tag unterliegt das weibliche Geschlecht einer "wissenschaftlichen" Degradierung, die rational nicht nachvollziehbar ist. Es kann jedoch versucht werden, Zusammenhänge methodisch geschichtlich aufzuspüren, um zu begreifen, warum die Gynäkologie im Allgemeinen frauenfeindlich agiert und mit Frauenheilkunde im ursprünglichen Sinn nichts gemein hat.

Der "anormale Frauenleib"

Wenn wir sehen, dass die Geschichte der abendländischen Medizin und Wissenschaft eine "Geschichte der Abgrenzung gegen jede Form von Unordnung, eine Geschichte der Konstitution von Normen und Normalität" von Körper, Natur und vor allem der Geschlechter ist, wie Christina von Braun (Nicht ich, 1990) schreibt, wird erkennbar, dass es "Anormalität" an sich nicht geben darf - eine solche würde die "Normalität" selbst in Frage stellen - und so wurde quasi als Ausweg ein Begriff erfunden, der in seiner Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig lässt: die Hysterie, griech. hystéra (Gebärmutter). Jener Teil der weiblichen Physis also, den Männer nicht aufweisen und eine Fähigkeit, nämlich zu gebären, zu der sie nicht imstande sind, wurde schnurstracks als Abweichung von der männlichen und einzigen Norm inszeniert. Insofern kann die Gynäkologie als Versuch der Anpassung an diese Norm verstanden werden. Und dafür bestehen genügend Belege:

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Posting 1 bis 25 von 166
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naima merzen
00
11.7.2005, 15:46
frauenärztin

ich bin seit kurzem in wien wohnhaft und wollte deshalb fragen,ob mir jemand eine frauenärtzIN im 15./6./14. oder 13. bezirk empfehlen könnte.
danke!!

Susi Stattnam
00
14.7.2005, 13:48
Dr. Sibylle Romig

14. Zehetnerg.30/3

naima merzen
00
15.7.2005, 11:14

danke

Natalie Fischer
00

Feministische Wissenschaft, ein Oxymoron - Es ist traurig, dass dieses Posting von Eris - eines der wenigen sachlichen, abgesehen von den Schreckschrauben - nicht bei den postings zu finden ist; ich fand es nur als email.



Feministische Wissenschaft, ein Oxymoron

Die "Sterilitätsregeln" konnten nicht beachtet werden, da vor Louis Pasteur, Joseph Lister und Robert Koch man von Antisepsis und Asepsis keine Ahnung hatte. Ignaz Semmelweis (o Schreck, ein Mann) ahnte einen Zusammenhang, konnte sich mit seinen Vorschriften zur Händereinigung aber mangels wissenschaftlicher Beweise nur schwer durchsetzen. Auch Joseph Lister wurde mit seiner Erfindung der Desinfektion mittels Karbolsäure in GB ausgelacht; erst Robert Koch konnte die Bakterien einfärben und darstellen. Und Hebammen sind grobe, herumkommandierende, angsteinflößende, einschüchternde Schreckschrauben (selbst zweimal am eigenen Unterleib erlebt

lisi meier
00
14.7.2005, 14:05
traurig ist, wenn man nicht auf den gedanken kommt,

dass zu den siegergeschichten immer auch verliererinnengeschichten gehören. lokale - zb von Grazerinnen
http://woment.mur.at/index_WOMENT.html
oder von bayrischen dirndln
http://www.bayern.de/HDBG/fbrua.htm
oder von europäerinnen
http://www.perlentaucher.de/buch/3099.html

oder gar "4000 years of women in science":
http://crux.astr.ua.edu/4000WS/4000WS.html

die gynäkologie in männerhand ist ein besonders kurzer abschnitt der weiblichen (sozial-)geschichte, dafür umso bitterer. und wer mag schon geschichten mit open end? noch dazu, wenn man sie nicht auf dem silberteller serviert bekommt, sondern sich selbst dafür anstrengen muß...

Natalie Fischer
00
14.7.2005, 16:45
feministische Wissenschaft - ein Oxymoron


dass auch Frauen hervorragende Wissenschaftlerinnen waren und sein können, wissen wir alle; das heißt aber nicht, dass deshalb die Wissenschaten (oder auch nur eine einzige) "feministisch" ist oder wird.

du verwechselst da was.

lisi meier
00
18.7.2005, 11:32
was "verwechsel" ich?

wo steht eigentlich irgendetwas von "feministischer" wissenschaft? wozu der heilige zorn auf etwas, was ohnehin kategorisch als "unsinn" abqualifiziert wird?

es geht ums ausblenden dessen, was frauen (empirisch) schon geleistet hatten. es geht darum, dass die seit der antike geltende medizinisch-professionelle geschlechtertrennung auf kosten von leib und leben von frauen im 19. jahrhundert im namen "der wissenschaft" aufgegeben wurde. frauen waren bis dahin allein für frauen&fortpflanzung zuständig; chirurgen, "bader" für männer als krieger, soldaten. das erfahrungswissen der weisen frauen galt auf einmal nichts mehr und zwar im namen einer, "der" wissenschaft, die von frauen nichts wissen wollte ...

Natalie Fischer
00
29.6.2005, 16:17
historisch-herstorische Studien

worum geht es dabei ?

wer kann mir helfen?

lisi meier
00
14.7.2005, 13:43
internet-suchmaschinen sind schon erfunden

Natalie Fischer
00
14.7.2005, 16:36
tut mir leid Lisi, auch die Internet-suchmaschinen haben von dem herstorischen Unsinn noch nicht gehört

phaidros
00
wenn du googelst (auch 2 Jahre früher war das schon so)

findest du unter herstory sehr viele einträge.
denken statt posten.

Michael P
00
30.6.2005, 18:17
es geht um

so etwas wie hisbollah und herbollah
oder hissing und hersing.

oder wie wärs mal mit hermit und hismit
heroic und hisoic
hermaphrodite und hismaphrodite

kago
00
30.6.2005, 17:53

Ich nehme an, dass es sich dabei um "her|story" (vgl history) handeln wird. Ist aber nur eine Vermutung.

Evelyne R.
00
28.6.2005, 07:57
Nur ruhig bleiben,

Neid ist und war immer schon weit verbreitet im sogenannten Patriarchat. Davon hat ja auch Freud gesprochen, nur musste er's umkehren, denn er war ja - leider - ein Mann. Wenn die Männer es einmal überwinden werden, dass sie eben nun man kein neues Leben zur Welt bringen können und dafür andere Leistungen vollbringen könnten, werden sie auch mit diesem und dem ganzen anderen Blödsinn aufhören. Vor diesem Bewusstsein könnten wir allerdings noch sehr weit weg sein.

Black Widdow
00
29.6.2005, 09:07
Also ich weiss nicht recht

aber übers Kinderkriegen allein möcht ich mich eigentlich nicht definieren, da gibts schon andere Aspekte auch.
Dass Frauen so wenig "Errungenschaften" für sich verbuchen konnten, lag daran, dass ihnen in der Vergangenheit der Zugang zu Bildung und Kunst meist verwehrt wurde.
Nebenbei: Vazi, noch was von Marie Curie gehört?

Black Widdow
00
29.6.2005, 09:09
In der Geschwidigkeit des Tippens

ist mir das "NIE" in der letzten Zeile abhanden gekommen :-(

Vazlav Gattuduwifit
 
00
28.6.2005, 16:07

in der menschheitsgeschichte gab es unzählige errungenschaften von männern. die großen denkerInnen, die großen komponistInnen, die großen malerInnen, die großen wissenschafterInnen, die großen erfinderInnen waren und sind fast alle männer. das ist die andere seite des "patriarchats".
wenn frauen das kinderkriegen so toll finden und so stolz drauf sind, dann sollen sie ihr leben halt dem kinderkriegen widtmen.

wer dermaßen stolz ist andersartig zu sein, sollte keine gleichbehandlung fordern, wenn er seinen stolz nicht verlieren will.
p.s: was sie unfruchtbaren frauen mit ihrer aussage antun, erahnen sie warscheinlich nicht einmal.....

kago
00
30.6.2005, 17:56
"die großen erfinderInnen waren und sind fast alle männer"

Da hab' ich aber schon mal was anderes gehört ... Die "großen ErfinderInnen" waren sehr wohl auch Frauen, nur "durften" sie ihre Errungenschaften nicht bekannt machen und "hatten" deshalb vielfach Männer ("Erfinder"), um ihr Wissen zu publizieren.

Vazlav Gattuduwifit
 
00

lesen sie was evelyne r. gepostet hat, und verstehen sie mein posting als antwort darauf- denn so war es gedacht.....außerdem schrieb ich ja gut leserlich:"fast"

Towanda
00
29.6.2005, 17:06

Die Rechtschreibung scheint aber keine Männerdomäne zu sein ..
;-)

Vazlav Gattuduwifit
 
00
30.6.2005, 14:35

dafür ist die kleinlichkeit die ihre......

Susi Stattnam
00
29.6.2005, 14:33
sorry, aber ich habe anderes zu tun als mich

mit Gebaehrneid von Maennern abzugeben.

Eine unfruchtbare Frau.

Vazlav Gattuduwifit
 
00
29.6.2005, 17:35
*wein*, na geh.....

dabei sind sie soo wichtig......

Susi Stattnam
00
30.6.2005, 13:35
Sie schreiben doch,

wie sehr sich die unfruchtbaren Frauen kraenken werden....

Wo Sie wieder keine Ahnung haben und den Mund gross auftun.

Vazlav Gattuduwifit
 
00
30.6.2005, 14:18

auch wenn sie unfruchbar sind, sind sie nicht die offizielle sprecherin aller unfruchtbaren frauen, oder?
eben.

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