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Anwalt: Sakineh Mohammadi Ashtiani wurde zusammengeschlagen und gefoltert - Patzelt: "Widerwärtige Inszenierung" Teherans - mit Video
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Einrichtung betreut rund 300 Klientinnen pro Jahr: "Problem der sexuellen Gewalt ist erschreckend gleich geblieben"
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Online-Unterschriftenaktion gegen Strafe in Iran
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Drei Frauen erzählen in Martina Madners Buch "Bevor der Tod uns scheidet" von ihrem Ausstieg aus gewalttätigen Ehen und wie es überhaupt dazu kommen konnte
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Genitalchirurgie und Genitalverstümmelung: Forscherinnen untersuchen diese beiden Praktiken in Brasilien, Afrika und England
aha. in österreich gibt es also keine vergewaltigungen? keine selbstmorde in folge von sexueller gewalt?
ich weiss schon dass man da differenzieren muss, leben in afghanistan ist nicht das gleiche wie leben in österreich - wertfrei gemeint! aber manche poster tun ja so als wäre der zusammenhang von sexueller gewalt und selbstmord auf afghanistan beschränkt.
Vor einiger Zeit war in GEO ein Artikel über die Selbstmordraten von Frauen in Afghanistan zu lesen. Selbstverbrennung scheint die bevorzugte Methode zu sein. Wenn sich normale Frauen sowas antun, muß der Leidensdruck schon ziemlich groß sein und sollte nicht heruntergespielt werden à la "Sind ja eh nicht so viele."
in der österr. Gesellschaft einen anderen Stellenwert hat? Deswegen heißt es ja Freitod. Jedem Menschen steht frei sein Leben zu beenden. In einem starreren System als hier ist das ja doch ein bisschen anders.
Natürlich gehen dem Freitod Probleme und eine auswegslose Situatuion voraus. Aber ich bezweifle, dass in Österreich Missbrauch, Zwangsehe und Vergewaltigung v.a. bei den 1000 Männern, die sie anführen, die sich jährlich das Leben nehmen, der Hauptgrund ist. In Österreich ist es wohl eher eine gescheiterte Existenz oder eine gescheiterte Ehe, oftmals auch durch die eigene Person verursacht. Missbrauch, Zwangsehe und Vergewaltigung aber sind Dinge, die nicht durch die eigene Person verursacht wird, sondern von anderen.
dass die suizidrate alter österreichischer männer die vierthöchste der welt ist (nummer eins ist ungarn), dürfte weniger etwas mit einem besonders hohen freiheitsgefühl (freitod) zu tun haben als mit einer haltung, die probleme des alters und probleme von männern tabuisiert.
http://tinyurl.com/9nv6m (pdf, seite 17)
dass alte und kranke menschen, vereinsamt, wenig geachtet oder geliebt, ohne perspektiven, leicht aus einer problemsituation herauskommen können, bezweifle ich. die suizidraten liegen bei alten männern (+ 75) in österreich bei über 120 (pro jahr und pro hunderttausend menschen).
ich bezweifle nicht, dass frauen in afghanistan ein schweres leben haben. die gesamte suizidrate ist aber extrem gering: etwa 0,5. zum teil liegt das wohl daran, dass die bevölkerung sehr jung ist.
Freitod muss nicht auf ein hohes Freiheitsgefühl zurückgehen und ich habe auch gepostet, dass einer Entscheidung zum Suizid Probleme vorausgehen.
Trotzdem möchte ich meinen, dass in der heutigen österreichischen Gesellschaft Selbstmord keine Todsünde mehr ist, folglich Freitod einen anderen Stellenwert hat, im Gegensatz zu früher, als Selbstmörder nicht mit anderen am Friedhof beigesetzt wurden, sondern abseits. Ähnlich stelle ich es mir in fundamentalistischen Ländern vor. Da Frauen kaum Recht auf Selbstbestimmung haben, tun sie, nehme ich an, etwas "Verbotenes, Sündiges" wenn sie aus Verzweiflung selbst über ihren Tod bestimmen.
ich glaube aber, dass sich jemand aus freien stücken das leben nimmt, ist eher die ausnahme. depression, alkoholismus, drogensucht, soziale und wirtschaftliche verhältnisse, die menschenfeindlich sind: da sollte man nicht von freitod sprechend.
die bezeichnung "freitod" ist etwas besser als die bezeichnung "selbstmord". menschen, die sich in einer ausweglosen oder ausweglos erscheinenden situation befinden, werden damit eigentlich verbrechern gleichgestellt. früher war es so, dass nach einem suizid sogar das vermögen eingezogen worden ist. das hat vielleicht manche leute vor einem mord bewahrt. richtig war es aber auch nicht.
in dem artikel geht es neben den selbstmordzahlen vor allem auch um die gesamtsituation (zwangsehe, vergewaltigung, kein zugang zum schulsystem,..) der frauen in afghanistan. wollen sie diese tatsachen relativieren, indem sie darauf hinweisen, dass auch in österreich selbstmorde begangen werden? was soll diese aufrechnerei?
sachliche argumentation anstelle von zynischer polemik ("huch wie schockierend") wäre wünschenswert!
Ok, wenn sie wollen dann eben das sachliche Argument, dass die angegebenen Zahl der Selbstmorde eine Aussagekraft bei null haben. Weltweite Pressemeldungen auf derartigen Zahlen als Basis halte ich für unseriös. Da mag das Anliegen dahinter noch so gut und edel und unterstützenswert sein, wenn Argumente wie diese Zahlen unseriös sind, erscheint für mich die ganze Meldung in diesen Licht.
Um auf in etwa die gleiche Selbstmordrate bei Frauen wie in Österreich zu kommen müsste man eine ca. 95%ige Dunckelziffer für Afghanistan annehmen. Es mag sein, dass diese so hoch ist, ich weiss es nicht (und vermutlich sonst auch niemand) aber mit den vorliegenden Zahlen kann man nicht schockieren.
Interessant wäre aber wie viele Selbstmorde von Männer gemeldet wurden, leider wird das verschwiegen.
halte ich - zumindest in dem land - für mehr als untertrieben. ich schätze sie auf 99% oder noch mehr. selbstmord ist dort nicht nur ein verbrechen im religiösen sinn, sondern auch mit einem ehrverlust der hinterbliebenen verbunden. => warum sollte man es melden?
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