20 Jahre Tschernobyl

"Wir lassen uns unsere Angst nicht ausreden!"

Redaktion, 15. Mai 2006, 19:02
  • Artikelbild
    foto: röhr
    Ulrike Röhr
  • Artikelbild
    Frauen aktiv gegen Atomenergie, 2006 genanet/Ulrike Röhr, ISBN: 3833445920, 19,90 Euro

Weibliches Engagement gegen Atomkraft: Die Herausgeberin Ulrike Röhr im Gespräch über ein Stück Frauenbewegung

An der dünnen Narbe am Hals erkennen sie sich. Das "Tschernobyl-Kollier", wie es unter Eingeweihten heißt, tragen die meisten "LiquidatorInnen", die den unmittelbaren Katastrophen-Einsatz nach dem Super-Gau überlebt haben. Mit Schilddrüsenkrebs und den vielen anderen Krankheiten, die die erhöhte Strahlung verursacht hat. Geschätzte 500.000 Frauen und Männer wurden damals von der Regierung nach Tschernobyl geschickt – freiwillig oder unter Zwang -, um die nötigsten Schutz- und Aufräumarbeiten durchzuführen.

Im Buch "20 Jahre Tschernobyl – Frauen aktiv gegen Atomkraft – wenn aus Wut Visionen werden" soll diesen und anderen Frauen ein Denkmal gesetzt werden: Liquidatorinnen, Wissenschaftlerinnen, Technikerinnen, aber auch ganz normalen Frauen – hauptsächlich Müttern, die sich in der Folge des Supergaus gegen Atomkraft eingesetzt haben. In den Jahren vor dem 20. Jahrestag von Tschernobyl hat Herausgeberin Ulrike Röhr von der Leitstelle Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit (genanet) Zeitzeuginnenberichte und Analysen der Frauen gesammelt.

Ökofeminismus und Soziale Bewegung

Die Katastrophe von Tschernobyl führte in Deutschland verschiedene Teile der Umweltbewegung zusammen: Bereits seit den 70ern aktive UmweltschützerInnen, akademische Feministinnen und deren "Ökofeminismus", BürgerInneninitiativen und Müttergruppen, die ihren ureigensten Lebensbereich in Gefahr sahen. Vor allem das Netzwerk der "Mütter gegen Atomkraft" machte ab 1986 von sich reden, indem es nicht müde wurde, auf die Gefahren der Atomkraft hinzuweisen und den Beschwichtigungsversuchen von Regierung und Industrie mit zunehmenden Fachwissen entgegenzutreten. Auch in Österreich bildeten sich Initiativen - Mütter in Salzburg organisierten zum Beispiel in Zusammenarbeit mit lokalen Landwirten einen eigenen Vertrieb, der Milch für Babynahrung mit einer geringeren Strahlenbelastung bereitstellte.

Dass während dieser Aufbruchphase vor allem Frauen aktiv wurden, erklärt Herausgeberin Ulrike Röhr im Gespräch mit dieStandard.at so: "Bei der Gründung der vielen Initiativen der 'Mütter gegen Atomkraft' hat sich in gewisser Weise das Geschlechterverhältnis umgekehrt: es waren in erster Linie die Frauen, die aktiv wurden, und von diesen vor allem die Mütter. Die Männer bzw. die Väter waren nicht ausgeschlossen von den Aktivitäten, sie waren eher unterstützend dabei. Das war weder Programm noch geplant." Gleichzeitig spiegelte die Entwicklung aber auch die Geschlechterverhältnisse und die gesellschaftliche Teilung der Verantwortlichkeiten wider: "Auf der einen Seite die besorgten Mütter, auf der anderen Seite die beschwichtigenden - in der Regel männlichen - Experten, die die Mütter allzu häufig für hysterisch hielten."

Differenzen

Es waren also die unterschiedlichen lebensweltlichen Erfahrungsspektren der Geschlechter, die mehr Frauen als Männer zum Kampf gegen Atomkraft und für Nachhaltigkeit motivierten? Das Buch "20 Jahre Tschernobyl" vertritt hier ganz offen eine differenztheoretische und ökofeministische Perspektive. Röhr untermauert in ihrem Beitrag die These, wonach Frauen eine höhere Skepsis gegenüber Atomenergie haben als Männer, anhand mehrerer Studien aus den USA und Europa. Andere Texte beschreiben den einsamen Kampf von Frauen in der Energiebranche für erneuerbare Energie. Gerade im letztgenannten Bereich sieht Röhr aber inzwischen Fortschritte: "Frauen sind heute wesentlich besser in Entscheidungsprozessen vertreten als vor 25 Jahren. Allerdings ist sehr deutlich, dass je technischer ein Bereich ausgerichtet ist, desto geringer die Beteiligung von Frauen ausfällt. Ein zweiter Faktor ist, dass je machtvoller, d.h. ökonomisch bedeutender ein Bereich ist, desto weniger Frauen gibt es dort. In der Energiewirtschaft kommen diese beiden Faktoren zusammen."

Atom-Lobby

Das Mitreden-Können von Frauen gehört demnach zu den dringendsten und aktuellsten Forderung der Aktivistinnen, gerade auch hinsichtlich des neuerlichen Aufschwungs der Atom-Lobby in Europa: "Die Atom-Lobby hat sich seit Tschernobyl relativ bedeckt gehalten. Das heißt aber nicht, dass sie nicht aktiv war. Mein Eindruck ist, dass sie sich im Hintergrund formiert und auf die richtige Gelegenheit gewartet hat, um wieder massiv für die Atomenergie zu werben. Die immense Steigerung der Rohöl- und damit der Energiepreise und das Bestreben vieler - nicht nur europäischer - Länder, von Ölimporten unabhängig zu werden, wird genutzt um Atomenergie als notwendigen Bestandteil des Energiemixes zur Sicherung der Energieversorgung darzustellen", analysiert Röhr. "Gleichzeitig wird die Reduzierung der CO2-Emissionen zum Klimaschutz immer dringlicher. Auch hier wirbt die Atomenergie-Lobby massiv damit, dass Atomenergie CO2-frei sei - was klar widerlegt ist."

Empfehlung

Auch wenn die Argumente gegen Atomenergie nicht mehr neu sind, an Aktualität haben sie deshalb nichts eingebüßt. Der Band "20 Jahre Tschernobyl" führt auf eindringliche Weise vor, wie aus persönlicher Betroffenheit politisches Engagement entstehen kann, das weite Kreise zieht. Es skizziert ein Musterbeispiel von "sozialer Bewegung" und empfiehlt sich ob seiner plastischen Darstellung der damaligen Geschehnisse in der BRD, aber auch in den unmittelbar verseuchten Gebieten der heutigen Ukraine nicht nur für Studierende der ein oder anderen Sozialwissenschaft. (freu)

Link

"genanet" - Leitstelle Geschlechter- gerechtigkeit und Nachhaltigkeit

Thema

20 Jahre Tschernobyl

Kommentar posten
25 Postings
enzersberger.org
00
17.5.2006, 11:58
nermd
00
16.5.2006, 15:38

Wenn die ganze Atomdiskussion nicht immer von völlig verblendeten vor unwissenheit strotzenden Demagogen betrieben werden würde könnte ich dieser Diskussion sogar was abgewinnen. Die sollen mal alternative Vorschläge bringen wie die Menscheit aus der bevorstehenden Eergiekrise herauskommt ... aber bitte nicht mit dem Märchen von Solar und Windenergie.
Klar ist die Atomenergie aus Fission eine gefährliche Sache und wir müssen und aufjedenfall alternativen überlegen - ich persönlich sehe aber nicht so sehr die Gefahr bei den Kraftwerken selbst, diese sind heute ziemlich sicher sondern eher bei der Endlagerung welche uns alle noch mal teuer zu stehen kommen wird. Ich hoffe jedenfalls mal das der ITER ein Erfolg wird.

nermd

Tom Ate
00
16.5.2006, 07:44
Unwissenheit

schützt nicht vor politischem Handeln.

Glücklicherweise gibt es auch ExpertInnen, die aufgrund ihres Sachverstandes eben nicht ängstlich oder panisch reagieren. Auf die sollte man hören.

Beim Hausbau engagiert man ja MaurerInnen und keine RednerInnen.

Klugmensch
00
17.5.2006, 13:55

Ich kenne ehrlich gesagt niemand, der zum Maurer gesagt hätte: "Bauen Sie mir ein Haus, egal wie, ich kenne mich da gar nicht aus, Sie werden schon wissen, was Sie tun."
Und ich kenne keine Maurer, die jemand zwingen würden, ins Haus einzuziehen, wer der eigentlich viel lieber eine Wohnung hätte, oder ein Zelt, oder wasauchimmer...

sickboy
00
20.5.2006, 05:09
wasauchimmer

haette vollkommen gereicht - der reste, den sie an buchstaben platziert haben, beinhaltet keine relevante aussage. wasauchimmer...

Klugmensch
00
20.5.2006, 10:08
"ich habs nicht verstanden"

hätte ihrerseits auch gereicht

JOACHIM SCHREIBER
00
16.5.2006, 18:20
Korrekt!

Nur leider entscheiden eben POLITIKER über technische Fragen und über wirtschaftliche gleich mit. Ohne die plünderung der Steuertöpfe zum Stützen der absurden und sündteuren Technologie könnte Atomstrom am internationalen Markt NIEMALS EINE KONKURENZ DARSTELLEN. Das ist einzig und alleine den Mafiösen Verbindungen zwischen Großkapital und Entscheidungsträgern zu verdanken. Und von wegen Fusion:seit 50 Jahren hören wir: IN 50 JAHREN! So geht das bis zum heutigen Tag und man weiss immer noch nicht wie man das Plasma zur Selbstzündung bringen soll, geschweige denn wie man den Hohlring innen verkleiden soll damit der das eine halbwegs vernünftige Zeit aushält...Mit dem Erfolg: 1 zentralisiertes Kraftwerk. Militärisch sehr schlau! BRAVO!

emil grom
00
16.5.2006, 06:10
orwell schau oba!

Dieser Text hat schon sehr was unheimliches!
Mit dunkeldüsterer Rede wird hier eine Realität gebastelt, die schon sehr jenseitig anmutet!
Hat Orwellsche Qualitäten, ist tatsachenungebundenes Reden!

Interessant wie die Dame auch von LiquidatorInnen
redet, als wär das ein nennenswerter Beitrag gewesen. (1Frau findet sich als Kommandtin!) Wahr ist vielmehr: es wurden junge Männer ins "Feuer" geschickt!

Aber wie immer auch hier wird der Opferinnenstatus für Frau reklamiert, weibliche Angst reicht da schon aus! "Die lassen wir uns nicht ausreden!!!!"
Authentischer gehts ja nicht mehr!
Die irrationale überschießende Angst zum Denkmal machen, das wärs.
Und überhaupt: wie wärs mit Zahlen, Daten, Fakten?

JOACHIM SCHREIBER
00
15.5.2006, 22:16
Angst bräuchte man vor Technologie oftmals ...

nicht zu haben. Es sind Mitmenschen in unserer Umgebung die offensichtliche Tatsachen leugnen,vor denen man sich fürchten kann!Es ist schon fast obszön wie oft gelogen wird, um der Großindustrie ein Steckerl zu werfen:
Die Endlagerung von radioaktivem Abfall ist ungelöst und die Suche nach "Endlagerstätten" lächerlich. Einsolcher Ort müsste 100 mal (!!!) länger überprüfbar sein als die Pyramiden in Gizeh ALT SIND.Ganz zu schweigen von der ständigen Gefahr,radioaktives Material könnte Irren in die Hände fallen.Also WER fragt man sich,leidet da an Realitätsverweigerung?
Urangewinnung+Wiederaufbereitung ist extremst Umwelschädlich.Bei nachhaltigen Alternativen ist es das Dümmste sich von der nächsten limitierten Ressource abhängig zu machen

yomellamo
00
16.5.2006, 08:28
die Stoffe mit grosser Halbwertszeit sind nicht das Problem,

denn sie zerfallen ja auch dementsprechend langsam und haben dementsprechend auch eine geringe Dosisleistung.

ein Beispiel:
wenn ich Dir eine Million EURO gaebe, du allerdings nach 1 Million Jahren immer noch die haelfte davon nicht ausgegeben haben duerftest (=HWZ 1 Mio. Jahre) koenntest Du dir pro Tag vielleicht einen Kaugummi kaufen. Den Effekt den Du mit diesem "Geld" erreichen koenntest waere also sehr gering.

genauso ist es mit einem Stoff mit hoher HWZ...

der extremfall der hohen Halbwertszeit ist die "unendliche" Halbwertszeit. NICHT radioaktive Stoffe haben eben eine dementsprechend hohe HWZ. Sie zerfallen halt "nie".

problematischer sind eher jene Stoffe die eine "mittlere" Halbwertszeit haben (zb. 100 Jahre).

JOACHIM SCHREIBER
00
16.5.2006, 18:07
Erstens kann ich mich nicht erinnern dass wir befreundet wären, gell DU!?

Zweitens, was soll diese beleidigend dümmliche Art "etwas zu erklären"? Drittens: Ihr Argument ist falsch weil: Radioaktive Isotope liegen in zB. Aufarbeitungsmüll als MISCHUNGEN vor, was bedeutet dass es zusätzlich problematisch ist, im Sinne Ihrer Argumentation. Ausserdem ist der Mist ja nach dem Zerfall ja nicht WEG sondern entsprechend seiner Zerfallsreihe zu einem anderen strahlenden Mist geworden- erst ganz am Schluss, also sehr sehr spät unter Umständen- entsteht ein stabiles element. Es ist auffallend wie blindgläubige MitbürgerInnen denen die Technik zur Religion wurde, scheinbar in der Überzeugung alle anderen seien vertrottelt, misionarische Reden schwingen und mit dem Gegenüber sprechen als wäre es ein Kretin...

/. nerd
 
00
15.5.2006, 23:57
Glauben Sie nicht, dass

die Menschheit, wenn sie je einmal nicht in der Lage sein sollte, einen mit dutzenden Metern Beton verschlossenen Bergwerksstollen zu bewachen, größere Probleme als eventuell frei werdende Strahlung haben könnte?

JOACHIM SCHREIBER
00
16.5.2006, 18:13
Könnten Sie sich als eher kurzlebige Lebensform...

eventuell ausmalen dass wir von Zeiträumen sprechen in denen sich Tektonische Veränderungen zutragen, Eiszeiten kommen und gehen und die Menschheit von 6 Milliarden vielleicht auf ein Drittel zusammenschrumpft? Ganz zu schweigen dass den Mist später niemand bewachen wollen wird? Wer sagt ihnen dass zukünftige Generationen nicht lieber Schulen bauen und dgl. statt sündteure Monitoring-verfahren zur Sicherstellung von unverseuchtem Grundwasser zu betreiben? Wir sprechen hier von mehreren tausend Jahren(!!!!),also einem Zeitraum nach dem andere WIE WIR HEUTE auf antike griechische Siedlungen-auf unsren todbringenden Müll stossen werden.Es ist in der Tat erstaunlich dass ein Wesen von so unglaublicher Einfältigkeit es bis auf den Mond schaffte.

Herr Dr. Bitter
00
15.5.2006, 18:01

Eine völlige Erkenntnis.

Ohne Angst ist das Publikum kaum motivierbar.

Ohne Angst könnten z.B. Politik und Marketing einpacken. Da liefe gar nichts mehr.

Ich lebe seit 25 Jahren ungefähr 50 km neben einem Atomkraft und habe keinen Augenblick Angst gehabt.
Mit mir ist nichts anzufangen.



Ein Österreicher
00
16.5.2006, 09:19
Angst!

Auf dem Fundament Angst wurden die meisten Religionen gegründet.
Von der Angst leben Versicherungen.
Von der Angst etwas nicht zu wissen leben die Medien.
Von der Angst etwas nicht zu haben lebt die Werbung.
Also wenn sie ohne Angst leben, leben sie ein schönes Leben.
Sind sie Atheist, sind sie nicht Konsument von Medien und Waren, haben sie keine Versicherungen?

Herr Dr. Bitter
00
16.5.2006, 15:42
Glück vs Angst - Konkurrenz der Irrationalitäten

Mal sehen.
Ich habe eine Krankenversicherung und konsumiere Medien.
Selektive Angst also.
Das Angstangebot wird von mir nicht so sehr wahrgenommen, weil ich ein Glückspilz bin.
Beispiel Atom: Wenige Monate vor dem Gau in Tschernobyl, bin ich aus Europa ausgewandert. Hat sich so ergeben.
Das AKW, neben dem ich wohne, wird nun nach ein paar Jahrzehnten problemlosen Betriebs stillgelegt und das Areal wird zum Naturpark umgestaltet.
Und wieder Glück gehabt....


Ein Österreicher
00
16.5.2006, 23:18
Bezüglich Atom!

Schön für sie und auch glück für sie, was haben sie den Menschen die direkt mit Tschernobyl zu tun haben oder hatten zu sagen, was können sie denen raten, damit sie intuitiv dort leben wo nichts passieren kann?

Ein Österreicher
00
17.5.2006, 09:13
Ich antworte auf ihre Reaktion die hier nicht erschienen ist, die ich nur per Mail erhalten habe, Hr. Dr ihr Reaktion hab ich meiner Reaktion vorangestellt.

"Es kann überall etwas passieren.
Kometen, Tsunamis, Erdbeben, irrtümlich abgeworfene Atombomben, Vulkanausbrüche, Selbstmordattentäter in der U-Bahn, Krebs oder Autounfall.
Und den Menschen in Tschernobyl ist völlig egal, was ich Ihnen zu sagen hätte.
Mit ziemlicher Sicherheit ist ihnen auch egal, was andere Menschen in anderen Ländern zu sagen haben.
Warum sollen die Menschen in der Ukraine anders sein als in Österreich?"

Hier geht es um Atomenergie und wenn da etwas passiert sind die Folgen schlimm, sie haben selbst von nicht berechenbaren Umweltereignissen berichtet, die sind an sich schon schlimm aber gepaart mit einem Reaktorunglück sind die Folgen um einiges dauerhafter.
Mit ziemlicher Sicherheit bedeutet nicht Sicher.
mfg

Herr Dr. Bitter
00
16.5.2006, 23:47

Es kann überall etwas passieren.

Kometen, Tsunamis, Erdbeben, irrtümlich abgeworfene Atombomben, Vulkanausbrüche, Selbstmordattentäter in der U-Bahn, Krebs oder Autounfall.

Und den Menschen in Tschernobyl ist völlig egal, was ich Ihnen zu sagen hätte.

Mit ziemlicher Sicherheit ist ihnen auch egal, was andere Menschen in anderen Ländern zu sagen haben.
Warum sollen die Menschen in der Ukraine anders sein als in Österreich?


ursula salzwimmer
00
16.5.2006, 06:46
@Bitter

Weiterhin viel Glück - wir kümmern uns derweilen um alle anderen.

f l o
 
00
15.5.2006, 17:03
"Wir lassen uns unsere Angst nicht ausreden!"

dieser satz ist eine schöne zusammenfassung der anti-atom-ideologie.
natürlich ist der schutz unserer umwelt eine unserer wichtigsten aufgaben, leider hat die anti-atom-bewegung heute damit nicht mehr viel zu tun.

wer irrationale angst predigt, egal ob vor den bösen ausländern, der sowjetischen invasion, den muslimischen terroristen, der gentechnik oder der kernspaltung, leistet keinen ernsthaften diskussionsbeitrag. angstpredigern muss man immer mit allergrößter vorsicht begegnen - vor allem dann, wenn sie schon a priori durch den hinweis "sich nicht überreden zu lassen" jede diskussion zerstören.

soetwas ist nicht demokratisch, nicht ökologisch, nicht links, sondern einfach fundamentalistisch.

weniger angst, mehr offenheit!

Ein Österreicher
00
16.5.2006, 09:16
Offenheit?

Hat diese Offenheit nicht zu Tschernobyl geführt, brauchen die Atomkraft- und nicht verharmlosend Kernkraftgegner noch mehr Fakten als Tschernobyl und die Tatsache das Uran ein früher als Öl endender Rohstoff ist?

yomellamo
00
15.5.2006, 17:16
wenn die Angst das einzige waere was du haettest,

dann wuerdest du sie auch umklammern wie ein hungriger einen bissen brot.

Chien de Pique
00
14.5.2006, 20:02
Nur zu, wer sich gerne von Ängstigen peinigen

und von nutzlosen Sorgen schlaflose Nächte bereiten lässt, möge das tun. Sinnvoller erscheint mir, das in jedem Falle kurze irdische Dasein zu genießen, statt eine Angst über zwei Jahrzehnte und länger zu schüren, nähren, zu hätscheln und künstlich am Leben zu halten.

Ein Österreicher
00
16.5.2006, 09:13
Stimmt!

Die Reaktion auf Atomenergie sollte nicht Angst sein und unser Leben lang begleiten.
Man könnte Atomenergie auch als bewiesenen ökonomischen Schwachsinn bezeichnen!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.