Coming Out lesbischer Bankerinnen seltener als bei schwulen Kollegen

von Redaktion  |  11. Juli 2006, 19:06

London: ForscherInnen vermuten, dass Kampf um Selbstbehauptung als Frau im Männerumfeld allein schwer genug erscheint

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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brigitte bergner
12.07.2006 10:39
grübel..., welche berufe üben eigentlich heten aus?

G e o r g
12.07.2006 16:59

Ganz klar: Metzger.

Di Fazz
11.07.2006 21:30

Frauen haben es meiner Meinung auch leichter, ihr Privatleben aus dem Berufsleben rauszuhalten. Wenn zwei Frauen gesehen werden, wie sie sich (kurz) küssen, heisst das noch nicht viel, wenn zwei Männer öffentlich nur händchen halten ist eigentlich schon alles klar...

sommerwind
11.07.2006 18:09
Reine Spekulation.

Könnte auch sein, dass Frauen was davon haben, wenn man sie für heterosexuell hält. So eine Frau ist immer eine potentielle Sexualpartnerin und hat damit definitiv mehr Macht über Männer als eine Lesbe, die sich aus diesem Flirtspielchen selbst rausgenommen hat.

Renate Atzinger 
13.07.2006 12:21
ich könnte mir vorstellen, dass einige so überlegen

andere wollen sich vielleicht das absolut ärgerliche
"na hast noch keinen RICHTIGEN Mann gehabt" Gequatsche und die teilweise sehr aufdringlichen Annäherungsversuche "Ich mach dirs schon so dass dir gefällt" ersparen.

Außerdem halte ich es für legitim meine Sexualität bzw. meine privaten Partnerschaften privat zu halten und nicht in die Arbeit mitzunehmen.

cipf 
12.07.2006 13:29

Scheiß Ansatz - eigentlich. Stimmt aber wahrscheinlich. Zumindest klingt er logisch. Und "berechnend" zu sein, um die eigene Karriere zu beschleunigen halte ich für voll ok.

sommerwind
12.07.2006 15:48

Find ich auch. Ich flirte ja auch mit 20 Jahre älteren Frauen, weil es einfach vorteilhafter ist, als es nicht zu tun.

Es gibt ja kein Gesetz, das sagt, sich mit geistigen Talenten durchzusetzen sei gut, und mit den anderen wie sexueller Anziehung was zu erreichen sei schlecht. Ich bin durchaus dafür, alle Karten zu nutzen.

woessman 
12.07.2006 19:18
"Ich flirte ja auch mit 20 Jahre älteren Frauen, weil es einfach vorteilhafter ist, als es nicht zu tun"

so offene - und sympathische - worte hört man selten! :o)

Karl-Ernbrecht von Stenitzer   
12.07.2006 13:17
Ja

Ich stimme ihnen völlig zu. Frauen sind nicht so dumm und geben diesen unschätzbaren Vorteil aus der Hand.

sommerwind
12.07.2006 11:04

Mir geht es tierisch auf die Nerven, wenn ich einfach nur einen roten Balken kriege, aber keineR einizigeR sich argumentativ mit mir auseinandersetzt. Ohne richtiges Gegenargument werd' ich meine Meinung sicher nicht ändern können, falls sie falsch sein sollte.

Highway
12.07.2006 11:56

Den roten oder grünen Balken halte ich für unwichtig.

Ich geb' meinen Spezls oft ein "Brillant", ohne dass ich die veröffentlichte Meinung teile. Aber wenn jemand schreibt, auf Männerrechte gehöre geschissen, dann halte ich das für wissenswert.

Zu Deinem Posting: Inhaltlich hast Du vermutlich recht.

sommerwind
12.07.2006 12:48

Mich ärgert halt diese Diskussionsunfähigkeitsunkultur.

Ich finde die Zustimmungsmöglichkeit gut - so kann man sich das "seh ich auch so"-Posting ersparen, aber trotzdem Zustimmung signalisieren.

Das Ablehnungsfeature hat aber keinen Nutzen. Viel sinnvoller wäre es, ein Gegenargument zu schreiben oder ein schon vorhandenes mit einer Zustimmung zu bestätigen. Diese Ablehnungsmöglichkeit ärgert nur und hat einen negativen Einfluss auf die Kommunikation hier, während sie nichts bringt. Wenn jemand anderer Meinung ist, soll er/sie sagen, was er/sie denkt, das ist doch bitte nicht so schwer.

woessman 
12.07.2006 19:23
"Das Ablehnungsfeature hat aber keinen Nutzen"

sehe ich auch so!
naja, es hat halt für diejenigen einen "nutzen", die zu faul oder zu feig sind, gegenargumente zu posten, oder die einfach keine gegenargumente HABEN (oder sie nicht formulieren können).

allerdings halte ich auch die zustimmmöglichkeit für entbehrlich (ich "bewerte" generell nicht mit dieser funktion, sondern ausschließlich in worten).

sich über die roten balken zu ärgern, ist sinnlos. ich habe die für mich schon in "trophäen" uminterpretiert (dann macht's sogar spaß) ;o)

G e o r g
12.07.2006 16:59

Das sehe ich auch so. *g*

Die Möglichkeit zur positiven Bestätigung finde ich gut, die "unnötig"-Option ist unnötig.

Interessant zu beobachten ist, dass viele Postings sehr negativ beurteilt werden, ohne dass argumentativ etwas kommt, wenn eine eher "linksliberale" Meinung zu einem Aufregerthema wie Ausländer, Asyl, Moslems, Kriminalität etc. gechrieben wird. Wenn man bedenkt, dass diese Bewerter auch wählen dürfen, überraschen einen die Wahlergebnisse weniger. Das läuft nach dem Motto: In der Diskussion unterlegen, aber in der geheimen Wahl stark.

woessman 
12.07.2006 19:26
"wenn eine eher "linksliberale" Meinung zu einem Aufregerthema"

so einseitig würde ich das nicht sehen.
wenn zb. "codierte" antsemitismen erscheinen, überschlagen sich manchmal die grünen balken. verständnis für die situation Israels wiederrum wird oft mit heftigem rot abgestraft. und auch umgekehrt.
also ich glaube, das hält sich die waage.

alles in allem finde ich die bewerterei unnötig und die balken vor allem auch optisch belästigend ;o)

G e o r g
13.07.2006 09:55

Ich würde antisemitische Codes nicht als klassisch "linksliberal" einordnen, im Gegenteil.

Seltsam: heute Früh leuchten pro-Israel-Postings eher grün und gegnerische rot; jetzt hat sich das etwas ausgeglichen. Sind Israel-Freunde eher Frühaufsteher? ;-)

woessman 
13.07.2006 13:02
"Ich würde antisemitische Codes nicht als klassisch "linksliberal" einordnen"

hab ich auch nicht getan.
allerdings gibt es sehr wohl einen (klassischen) linken (nicht linksliberalen) antisemitismus, der seit ein paar jahren wieder unfröhliche urständ' feiert - und der sich gerne mit einem "antizionistischen" feigenblatt schmückt bzw. tarnt.
wobei ich mich immer wieder frage, wieso in Europa ein derart eifriger "antizionismus" überhaupt notwendig ist, bzw. was seine protagonisten eigentlich antreibt.

G e o r g
13.07.2006 14:13

Ich wusste doch, ich sollte dazuschreiben, dass es den auch gibt. Ich hatte schon einen halben Satz, habe ihn aber wieder gelöscht, weil das jetzt wirklich nichts mehr mit dem Thema des Threads zu tun hat (das soweiso schon off-topic ist). :-)

Ich dachte, Sie setzen das Beispiel der Bewertung von codiertem Antisemitismus als Gegenbeispiel für meine Beobachtung ein, und das geht eben nur, wenn Sie den cod. Antis. als linksliberal einstufen.

woessman 
13.07.2006 16:41
"...als Gegenbeispiel für meine Beobachtung ein..."

nein. ich wollte Sie ja nicht "widerlegen" oder gegenbeispiele einbringen, sondern nur anmerken, das nicht nur "linksliberale meinungen" negativ beurteilt werden, sondern auch z.b. "israelfreundliche" etc. (und umgekehrt), also dass da nicht ein "einheitlicher trend" erkennbar ist.

Nichtmehrwähler
12.07.2006 16:43
haaahaaa

Vor diesem Ansatz des "sachlich diskutieren wollens" stand ich auch schon mal .. aber das is in diesem Forum nicht möglich, weil man hier immer Eine fängt. Und wenns passiert ist, was ja immer passiert, geht es nurmehr um verbale Tiefschläge.

Grundsätzlich fängst in jedem Forum Eine ^^ also
a.tens) find Dich damit ab
oder
b.tens) halt Dich aus der Schlammschlacht gänzlich raus
Verlieren tust hier immer was, weil es immer Leut gibt die alles besser (nicht)wissen als Du :)
So wie ich z.b. *g*

Zu dem Ursprünglichen, ich find Du hast Recht. In einem männerdominierten Beruf hat die Frau mit verwendbaren Reizen einen Joker, der bewusst von den männlichen Kollegen gern akzeptiert wird. Aber wenn lesbisch, hofft Mann auf bi ^^

karia.ma
11.07.2006 18:57
Welche macht hat denn Ihr Vorgesetzer über sie

wenn er ein ganz normaler hetero Mann ist und ich ihnen dieselbe sexuelle Ausrichtung unterstelle?

sommerwind
12.07.2006 10:56

Tut mir Leid, ich kann Ihnen leider nicht folgen, worauf wollen Sie hinaus?

Sicher ist für mich eines: Man/frau hat mit einem attraktiven Äußeren beim anderen Geschlecht einen Vorteil. Das habe ich als einigermaßen attraktiver Mann selbst auch schon erlebt - es ist einfach ein Vorteil. Einen, den einE KarrieristIn bestimmt nicht leichtfertig aus der Hand geben sollte. Sexuelle Anziehungskraft ist eine wertvolle Karte im Berufsleben, egal, welches Geschlecht das betrifft.

Ich sage nichts anderes, als dass ich es diesen Bankerinnen als gebildeten Frauen zutraue, mehr nach diesen vernünftigen Erwägungen über ihr Outing zu entscheiden als nach befreiungsideologischen Kriterien.

RS69 
14.07.2006 22:47

Es gibt ja schon auch Leute - beiserlei Geschlechts - die mehr wegen Ihrer Kompetenz als wegen Ihres aussehens Erfolg haben.

Lectrice
16.07.2006 01:43

Ja, RS 69, aber nur wenn sie Kompetenz haben, sommerwind muss das anscheinend durch andere Attribute ausgleichen ;-).

Also meiner Erfahrung nach sind die MA, die sich ohne Kompetenz auf Ihre Attraktivität verlassen auch schnell mal wieder abgesägt, spätestens dann, wenn sie an jemanden geraten, der nicht auf diese Spielchen reinfällt.

RS69 
16.07.2006 12:29

Da haben Sie recht - Ich kenn eigentlich niemanden, der Aufgrund seines Aussehens beruflich wirklich nachhaltig weiter gekommen wäre. Ab einem gewissen Level ist man dafür zu sehr auf sich Allein gestellt.


Wäre interessant, was sommerwind unter beruflichem Erfolg versteht, und in welcher Branche er ist.

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