Islamische Feministinnen wollen Neuinterpretation des Koran

von Redaktion  |  11. Oktober 2006, 09:23
  • Artikelbild: Amina Wadud unterrichtet Islamwissenschaften an der Virginia Commonwealth University.  - Foto:
    Amina Wadud unterrichtet Islamwissenschaften an der Virginia Commonwealth University.

Expertinnen bei Tagung in Paris: Exklusive Kontrolle der Männer festigte kulturell bedingte Diskriminierungen

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emanze c
29.09.2006 13:30

Interessant, gerade islamische Geistliche verbannen den Feminismus noch viel vehementer als der Papst, "Feministin" ist selbst unter gebildeten Frauen aus islamischen Ländern eins der schlimmsten Schimpfwörter. Arabische feministinnen wollen tunlichst nicht so genannt werden,d a sie dann JEDE glaubwürdigkeit verspielen und nicht mehr ernst genommen würden (als "verwestlichte").
Dass sich jetzt Musliminnen gegen das "FEminismusmonopol" des WEstens wehren ist da doch recht exotisch.

Und die Rolle einer Frau als Vorbeterin wird einhelligst abgelehnt, ich habe noch niemand getroffen, gerade keine Musliminnen, die dies unterstützen (Begründung: wegen des vor-und zurückbeugens kann eine frau nciht vorbeten, die männer bekämen unreine gedanken

BK W. Shoyssel
26.09.2006 12:09
positiv

aber leider noch in die falsche Richtung

Nicht das sich in den reliösen Unfug emanzipatorisch hineinsteigern führt zur Befreiung, sondern das Ignorieren der religiösen Ver- und Gebote, soweit sie veraltet, unmenschlich und diskriminierend sind.

Sonst kriegen wir bloß violett verschleierte MullahInnen, die Hände abhacken lassen, steinigen lassen und zum Dschihad gegen den großen Satan Salman Rushdie aufrufen.

eba
09.10.2006 18:45

auch christinnen haben sich jahrhunderte um "feministische" deutungen der bibel bemüht. ich denke schon, dass diese anstrengungen etwas beigetragen haben zur entwicklung eines feministischen bewusstsein, das dann letztendlich auch die frauenbewegungen ermöglicht hat.

Ahmed Ibrahim 
26.09.2006 14:20
Was geht ihre Sekte an, wenn die islamische Frauen selbst ihre Freiheit definieren

Ich weiß tatsächlich noch nicht, wie lange soll der erbarme Gott auf die Erlösung der Menschheit von ihren Gifte warten. sei Menschen wie die anderen, und lässt die Menschen ihres Lebens selbst erstatten und gestalten können.

Endlichdreißig
28.09.2006 17:38

Bei allem Respekt vor individueller Freiheit (und das schließt die Freiheit ein, ein Kopftuch zu tragen), in einem weltlichen Staat hat sich die religiöse Privatanschauung der Menschen den staatlichen Gesetzen zu beugen.

Si Net 
29.09.2006 13:13

Privatanschauungen beugen sich nicht ,

bzw. erst dann wenn sie in ihren Intentionen Zusammenleben unmoeglich machen und diesem zuwiderlaufen.

Solange ein Handeln nicht virulent und ausschliessend wird, kann bei uns immer noch jeder tun & lassen was er will.

Gerade darin unterscheiden wir uns ja von den einfacheren islamisch-fundamentalen Strukturen.

BK W. Shoyssel
26.09.2006 16:08

ganz Ihrer Meinung - die Isalmische Sekte sollt die Frauen mit dem ganzen destruktiven Mohammed-Kult in Ruhe lassen

Si Net 
26.09.2006 15:30

Nah, uns gehts schon was an - wenn Menscxhen gefoltert oder in ihren Rechten unterdrueckt werden, wir freuen uns mit islamischen Frauen, wenn sie ihre Freiheit selbst definieren, weniger islamische Maenner, .. die freuen sich nicht so sehr..

Da kann man nicht sagen, "was geht Dich das an".. wenn man den Frauen Haende oder Kopf abhackt, diese Freiheit wuensch ich islamischen Maennern nicht, -weil sie die Freiheit dieser Frauen berauben, diese Frauen koennen ihr Leben nicht "selbst gestalten".. Halleluija!

Ahmed Ibrahim 
26.09.2006 11:20
wenn ich hier lese, komme ich darauf

1. die islamischen Frauen schlagen eine reine islamische Richtung, um die gesellschaftliche bedingte Vorkommnisse zu beseitigen
2. Der Berichterstatter versucht in die Nahe zu kommen. Er kann aber das Thema nur Bruchteil zu decken
3. Die Poster sind aber in einer ganzen anderen Richtung und Gedenken geraten, weil sie die paulische bzw. alttestamentische Erfahrungen in der Debatte um Frauenthemen mitschleppten.

Endlichdreißig
28.09.2006 17:40

Die reine islamische Richtung bedeutet aber ein Ausklinken aus den rechtsstaatlichen Prinzipien in westlichen Staaten. Völlig unabhängig von der Frauenfrage - wenn islamische Gruppen Körperstrafen verlangen würden, dürfte der Staat auch nicht zustimmen, da er prinzipiell keine Körperstrafen (z.B. Hand abhacken) zuläßt.

Si Net 
26.09.2006 15:32

1000 $ - Wenn man Dich verstehen kann!!

Ahmed Ibrahim 
26.09.2006 15:41
du bist sowie so einen....., d.h. du verspricht, was du nicht darauf verfügen kannst

Si Net 
26.09.2006 15:56

woher weist Du das? Harr ;-)

Ich sage, dass Du es nicht schaffst, Dich verstaendlich zu machen!

Beweis das Gegenteil! Hab ich Dich!..

Ahmed Ibrahim 
27.09.2006 10:07
"Beweis das Gegenteil! Hab ich Dich!.."

im Gegenteil zu dir hat mich nur meine Familie, du bist aber auf …. herum schnuffelst. Das ist ein Beweis, dass du nicht verstehst, was du schreibst

Si Net 
27.09.2006 11:00

Ich glaube, Du verstehst nicht Ironie..

Aber es ist gut dass Du Familie hast..

bodhitchitta
29.09.2006 12:16

arme familie

Jana P.
25.09.2006 09:47
Eine moderne Gesellschaft...

...inkl. Frauenrechten wird im Islam erst gelingen, wenn man gegenüber dem Koran die selbe wohlwollende Ignoranz übt wie sie bei uns gegenüber der Bibel geübt wird.

Argumenten mit Heiligen Schriften und dem Willen Gottes sind grundsätzlich irrational und verunmöglichen liberale Gesellschaften.

Lord Chaos
25.09.2006 11:27

Stimmt im Grunde genommen. Nur wieso soll man den Koran WOHLWOLLEND ignorieren?

Evelyne R.
25.09.2006 11:04
Sofern das Ihre persönliche Meinung ausdrückt,

ist es in Ordnung. Wenn Sie es allerdings als allgemein gültiges Statement aufstellen, ist die Unterscheidung zwischen Ihnen und einem konservativen Islamisten gleich null.

Lord Chaos
25.09.2006 11:27

Die Aussage im Posting war man soll den Koran ignorieren! Wie bitte deckt sich das mit dem Standpunkt eines konservativen Moslems?!

Jana P.
25.09.2006 19:30
Offensichtlich geht das.

In Österreich leben Millionen Katholiken, die nach wie vor die Bibel IM PRINZIP für eine gute Sache halten. Und 90% davon ignorieren die Aussagen, die ihnen nicht passen.

Und DAS wäre ganz gut für Muslimen und den Rest der Welt

BK W. Shoyssel
26.09.2006 12:10

wahrhaft segensreich

Roland S.
25.09.2006 11:45
Es gibt so unglaublich viele funktionale Analphabeten.

Gerade im Standardforum fällt mir das immer wieder auf.

Endlichdreißig
24.09.2006 18:23

Ich finde das ja eine mutige Organisation, doch hier fordern Mitglieder einer Organisation etwas, die von der Organisation a priori nicht für voll genommen werden. Also eine etwas schwierige Situation. Dazu kommt noch, dass den Frauen an der Basis eine wichtige Rolle zukommt. Die katholische Kirche ist für Frauen - und viele Männer - nicht attraktiv genug, also findet eine Abstimmung mit den Füßen ab. Offenbar ist der Islam (mit allen problematischen Aspekten) für viele Frauen so attraktiv, dass sie mitmachen.

emanze c
29.09.2006 12:27

"so attraktiv, dass sie mitmachen":
Naja, einer Muslimin ist es verboten, einen Nichtmuslim zu heiraten (um zu garantieren, dass das Familienoberhaupt sie und die Kinder "auf Kurs" hält); umgekehrt ist es einem Muslim aber gestattet, eine Nichtmuslimin zu heiraten (die durch die Heirat als "konkludent" konvertiert gilt, die Frau folgt in der Religion dem Ehemann - was also zur Vergrößerung der Gemeinschaft beiträgt).

Nicht zu vergessen, dass man seinen Glauben, wenn man einmal Muslim geworden ist, nicht mehr wechseln darf, ja nicht einmal gar keinem Glauben angehören darf.

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