"Es geht nicht um Sex, sondern um Macht"

Redaktion, 9. November 2006, 07:00
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foto: reuters/mona sharaf
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"Der Menschenhandel mit Frauen und Kindern bringt Männern sieben Milliarden Dollar jährlich".

Nawal El Saadawi
ägyptische Ärztin und Schriftstellerin
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Victor Riviéra
10
Gute Idee; leider nichts als Platitüden...

Zitate, die wir oft gehört haben, von Damen, deren Ehemänner wahrscheinlich in die verdammenswerten Lokalitäten gehen.

Interessant ist doch, daß es immer die bösen Männer sind und niemals die Frage gestellt wird: Warum müssen die Männchen dort hin gehen?? Die Antwort ist ganz einfach- und doch für die vielen Ehefrauen grausam: Weil die Herren zu Hause nicht bekommen, was sie brauchen.

Es ist leicht die Sexworkerinnen und ihr Umfeld schwarz anzumalen und so von sich selbst abzulenken.

Es ist hoch an der Zeit, dieses "Gewerbe" zu einem rechtlich solchen zu machen- mit allem was dazugehört: Steuer, Versicherung, Pension, etc

Amy4
20
Prostitution ist Sklavinnenhandel gleich eine Menschenrechtsverletzung

Danke für die vielen guten Zitate zum obigen Thema, die ich sehr gut gebrauchen kann.
Ich wundere mich nicht, daß Männer vehement die Prostitution verteidigen - sind sie doch die einzigen Nutzniesser, Missbrauchstäter und Ausbeuter des weiblichen Geschlechts. Um sich zu rechtfertigen, brauchen sie die Frau als Alibifunktion und suggerieren, daß für Frauen P. ein Spass bedeutet.
Männer haben frauen immer schon über die Sexualität dominiert, kontrolliert (Hure/Heilige) - das ist die letzte Domäne, in der Männer über Frauen kontrolliere Macht ausüben WOLLEN/KÖNNEN. Deshalb ihr verzweifeltes Festhalten am Machtfaktor Prostitution. Frage: Welcher Mann würde seiner Mutter, Tochter, Schwester, Ehefrau Prostitution zuzmuten.

b_tom
00

Wieso können sie nicht unterscheiden und gehen IMMER von unfreiwilliger Prostitution aus?

Wenn eine Frau freiwillig sich für Geld verkauft, ist das eine Sache zwischen dem "Freier" und der Frau. Punkt. Und wenn sie meinen, diese Frauen gibt es nicht, dann ist das schlicht nicht korrekt - es gibt genügend Frauen, die dieser Beschäftigung aus rein finanziellen Interessen nachgehen!

Der Mann "dominiert" die Frau dabei auch nicht. Es ist ein Geschäft, bei dem die Rahmenbedingungen abgeklärt sind.

P.S.: Mir wäre es ziemlich egal, wenn meine Schwester oder Mutter damit ihr Geld verdienen würden. Bei meiner Freundin wäre es mir nicht egal (aber das wäre es auch nicht, wenn sie es unentgeltlich mit dem Nachbarn treiben würde)

prof. mantak
 
24
29.12.2007, 01:31
Da habt Ihr aber schon die letzten Ladies aus den Archiven hervorgekramt!

Kümmert Euch doch lieber um die schrecklichen Genitalbeschneidungen bei jüngsten Mädchen - die fast ausschließlich von frustrierten Frauen durchgeführt werden. Diesen Kindern wird echt Gewalt angetan - von machtbesessenen Frauen - sie können ein Leben lang ihre Sexualität nicht genießen.

Viele Liebesdienerinnen genießen ihre Arbeit, doch das passt nicht in Euer kleines Weltbild - Euch wäre viel wohler, wenn sie für einen Hungerlohn in einem Supermarkt oder an einem Fließband schuften würden.

lebertran2
53
19.11.2006, 22:00
ICH kauf mir kein eis!!!

sondern das geile gefühl dass dort ein armes schwein ist das ich dadurch erniedrigen kann, dass es mir ein eis für ein paar euro rüberschieben muss. super

lebertran2
11
18.11.2006, 23:34
da gehens alle hin die ganzen machtgeilen männer

und lassen sich von dominas schlagen.

naja das ist sehr polemisch aber wie erklärt sich das?

Spinndoktor
00
18.4.2007, 12:35
Na vielleicht aus demselben Antrieb, wie sich viele

Menschen Horrorfilme ansehen - wohliges Schauern, wissen, daß nichts passieren kann und trotzdem ein Kokketieren mit dieser "Wirklichkeit". Noch nie so gefühlt? So lange das ein Spiel ist, hat es keine andere Relevanz als alle anderen Spiele auch. Fasching, verkleiden, Schauspielen, das ganze Leben bietet es und fordert es. Arschkriechen müssen, damit der Job hält etc. Schmerz, Dominanz, Demütigung als alltägliche Rituale, abgestumpft durch eine Kaste, die uns gerne über genau diese Schiene regierbar machen will. Die ganze katholische Geschichte ist ein einziger Sado-Maso Komplex bis heute - Beichte, Kniererei, Bekenntnisse, Sühne, Strafe, diese Arschlöcher. Also abnorm ist da auf einmal der Nicht-SM'ler, oder?

15adu
51
16.11.2006, 16:38

viele bringen das argument vor, naja, warum gibt es denn sowas nicht für frauen. sorry, ladies, dafür gibts eben keine nachfrage.

wo männer allerdings eine marktlücke füllen könnten, wäre für geld anzubieten mit frauen zu kuscheln und ihren geschichten zu lauschen.

ein mann, der eben nicht direkt mit secks als entschädigung dafür bezahlt werden will, bekommt dann eben das geld.

ein mann, der lieber in geld zahlt, geht zur prostituierten.
und alles sind zufrieden.

Bockmist
10
19.11.2006, 15:32

Gibt es ja oder arbeiten Sie nicht als Coach?:)

sixela
21
18.11.2006, 10:59

Originelle Idee!

Vielleicht kündige ich meinen Job und mache eine entsprechende Agentur auf!:-)

N N
53
15.11.2006, 20:57
Seltsam

Warum verstehen dei Leute nicht, dass Prostitution tatsaechlich Ergebnis freier Wahl sein kann? Es gibt sicher (besonders bei Minderjaehrigen) auch Zwangsprostitution, aber warum kann man nicht begreifen, dass es auch Frauen gibt, die Prostitution einem 9-17 Uhr Job vorziehen? Warum soll man die Frauen bevormunden? ("Du wirst sicher das nicht selbst waehlen! Die Frau soll brav sein, Kinder grossziehen und in der Kueche das Leben geniessen.") Wir kennen eigentlich diese Philosophie sehr gut.

oiso
01
19.5.2008, 19:29

ich denke man kann davon ausgehen, dass jede, jede einzelne dieser frauen auch mit unangenehmen, gewalttätigen, widerlichen freiern konfrontiert ist. man kann dann wohl kaum von genuss sprechen. genug freier verlangen auch ungeschützten verkehr, das risiko sich mit hiv oder hepatitis c anzustecken ist groß. und aids ist letztlich nicht nur chronisch, sondern auch tödlich.

15adu
71
16.11.2006, 16:21

dass lustige ist, dass die philosophie, die behauptet, prostitution sei immer zwang, die gleiche ist, die frauen an den herd drängen will. u in einerseits vertritt der foemismus genau diese philosophie um sie in einem anderen punkt wieder abzulehnen.

Kosmos 100001
15
16.11.2006, 13:14

Diese Philosophie, die Sie anprangern, ist die selbe, die Sie vertreten: „Frau diene mir MANN, indem ich sexuell über dich verfügen kann“. Verstanden? Natürlich kennen wir diese schlechte Philosophie, darum soll sie abgeschafft werden. Ziemlich erbärmlich mit dieser feministischen Hintertür, eine Öffnung für die selbe Philosophie schaffen zu wollen. Sie glauben doch nicht wirklich, dass Ihnen da jemand Feminismus abnimmt.

N N
61
16.11.2006, 16:20
Wozu Femminismus?

Ich finde Femminismus genauso erbaermlich wie auch viele andere "ismen". Wenn man wirklich jemanden respektiert, dann soll man ihm/ihr die Freiheit lassen fur sich selbst zu entscheiden. Alles andere ist Bevormundung die sich als "Naechstenliebe" ausgibt. Und warum soll die Prostitution nur Maenner bedienen? Warum nicht Frauen? Oder wuerden sie einem Gigolo sagen er soll sich besser als "einen richtigen Mann" benehmen und keinen Frauen dienen? Laecherlich diese ganze Posaune. Ich sehe da bei Ihnen und auch andere die diese "ach so grosse Menschenliebe betreiben" einen faschisoiden Hang: "Ordnung! Kinder grossziehen! Gesund durch Sport! Vorsprung durch Technik" Mir ekelt's vor dieser "heilen Welt" solcher Besserwisser.

Kosmos 100001
33
17.11.2006, 11:38

Ich weltverbessernde Besserwisserin werde Ihnen besseres Wissen der heilen Welt vermitteln.
Es ist vollkommen egal was Sie glauben, was Sie wollen, was Sie besser finden, weil Ihnen andere Menschen vollkommen egal sind. Jetzt wissen Sie was besseres.

N N
30
19.11.2006, 22:23
wow, was fuer eine gescheite Meldung

Sicher wissen Sie auch welche Farbe meine Socken sind? Sie, Kasperl.

Anscheinend reichen Ihre Argumente nur soweit.

Kosmos 100001
01
21.11.2006, 17:54

Ja richtig! Der Kasperl ist der Held der Kinder, der das böse Krokodil besiegt.
Aber Vorsicht, Sie wird der Kasperl nicht retten, wenn Sie nicht brav werden.
Mama kennt Ihre Sockenfarbe bestimmt.

velvet
30
14.11.2006, 23:08
es geht um zärtlichkeit, sex und akzeptanz

beim besuch einer prostituerten. bei euch feministinnen sind die männer eine homogene masse die sich der frauen bemächtigt, obwohl sich in der vergangenheit manner der männer und frauen bemächtigten, meine damen und damen feministinnen: eure konzepte sind einfach nur männlich mit einem minus davor.die männer schafften es beinahe die hexen auzurotten, aber sie, die hexen sind immer noch hier, auch als prostituierte . Ich spüre die feministen wie die wissenschaft, und der ursprung der wissenschaft ist der puritanismus, ein quell der männlichen, perfekten (=gemachten), retrospektiven erkenntnis, das Leben ist aber jetzt und vital; oft verstehen Prostituierte eine ganz andere welt

scorpio rising
07
15.11.2006, 20:56
"sex,akzeptanz,zärtlichkeit".....sorry

selten so geschmunzelt....nicht böse sein. aber glauben Sie auch noch ans sandmännchen?....anders kann ich mir Ihr plüsch- und wattebausch-bild von prostitution nicht erklären.in einzelfällen mag das ja anders sein, aber grösstenteils ist es ein gnadenloses "business" auf den körpern und seelen der frauen.

ps: prostituierte *müssen* spass und freude am sex vorspielen, alles andere wäre "geschäftsschädigend". so kann es natürlich zu dem verbreiteten trugschluss kommen, prostituierte würden den sex immer "geniessen".

...dass es prostitution nur in patriarchalen gesellschaften gab und gibt, muss man nicht weiter erörtern. die machtmechanismen in diesem "geschäft" sind klar. von freier sexualität keine spur, wer zahlt, schafft an.

sixela
11
18.11.2006, 11:10

@scorpio, ich gebe dir sogar in dem Punkt recht, dass auch gute Prostituierte meistens (nicht immer) die von velvet mit Recht als wichtige Punkte angeführten Verhaltensweisen (es gibt auch noch andere durchaus ehrenwerte Gründe, zu Sexworkerinnen zu gehen, aber der wichtigste bleibt einfach "guter Sex"), weswrgen viele Männer zu Prostituierten gehen, vorspielen. Das ist aber gar nicht so wichtig. In der Zeit des Zusammenseins spielt es für die Männer keine Rolle, und die guten Schauspielerinnen wissen, dass sie gutes Geld dafür bekommen, dass sie Männer im wahrsten Sinne des Wortes befriedigen. Wo ist das Problem?

Es stimmt aber, dass viele Kunden glauben, die P. würden es mit ihnen immer genießen. Über die muss ich auch lächeln...

15adu
50
16.11.2006, 16:24

keine diskussion zu dem thema ohne das profunde urteil der nationalökonomin.

ja, es ist ein business. ich glaube gerade das missverstehen sie. es geht hier nicht um secksuelle verwirklichung, sondern um kohle. jeder versteht das, vor allem die beteiligten, nur sie offenbar nicht.

scorpio rising
04
17.11.2006, 15:03
dann erklärens das dem vorposter

oder jenen die glauben es gehe vorrangig "um zärtlichkeit, sex und akzeptanz"

15adu
10
17.11.2006, 15:13

entschuldigen sie, bitte, da habe ich wohl voreilig losgeschossen :) auch ich bin nicht frei von vorurteilen.

Bockmist
00
19.11.2006, 15:33

Geh hör auf!:)

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